Carlos Lobo, Brazil - HEP research, 23-05-09 13:22:
Wow !!!
The world physicist community can say again: it's science ! It's science dumb !!
Long live to austrian physicists.!!! Congratulations for U-turn !!!
Ingo , - , 22-05-09 22:45:
Herrn Hahn sollten alle Webrowser verboten werden. Der Einfachheit halber eine Internetserviveprovider übergreifende Firewall [natuerlich nach den neuesten EU-Wünschen] die dann mit der Bürgercard gekoppelt ist.
böses Cern, erfinden da Dinge für die sie nicht den Auftrag haben.
Giorgio Calucci, Trieste - Professor of theoretical physics, 21-05-09 18:23:
I know that Austria is proud of her contribution to modern physics because I remember the image of Schroedinger on the 1000 Schilling note.
So it is strange that she will not continue her collaboration with CERN.
Enrico Santagati, Italy - Engineer, 21-05-09 17:46:
I'm solidly behind you
Anton Rebhan, TU Wien - Univ.Prof. f. Theoretische Physik, 20-05-09 21:52:
Ich möchte auch allen danken, die
in den vergangenen "Thirteen Days" (im Mai 2009 statt Oktober 1962)
unermüdlich daran gearbeitet haben, das verordnete
Auslaufen-Lassen der Teilchenphysik in Österreich
nicht hinzunehmen und die österreichische Öffentlichkeit
sowie die internationale Wissenschafter-Gemeinschaft
zu alarmieren und zu mobilisieren.

Und siehe da, der wissenschaftlichen Welt lag
an Österreich, und Österreichs Bevölkerung lag auch
an der Art von Wissenschaft, die nicht primär wirtschaftlichen
Nutzen abwirft, sondern sich dem Streben nach
reiner Erkenntnis verpflichtet hat, und nur nebenher
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen hat
(wenn auch gelegentlich überraschend bedeutsamen, vom
WWW bis zur Krebstherapie). Danke an alle Unterzeichner!

Vor 13 Tagen sah es nicht danach aus, als
ließe sich noch viel machen. Schon gar nicht
ohne professionelle Hilfe (wie mir ein ranghoher
Universitätsbeamter zu bedenken gab). Nun, die wahren Profis
waren die jungen österreichischen Physiker.
Und das von einem CERN-Physiker vor ziemlich
genau 30 Jahren erfundene World-Wide-Web war
das Werkzeug dazu, die internationale und nationale
Unterstützung zu mobilisieren und sichtbar zu machen.

Nach diesen 13 Tagen kann ich endlich wieder daran
gehen, mich mit theoretischer Physik zu beschäftigen,
mit dem guten Gefühl, in einem Land zu leben, das
voll eingebunden sein wird, wenn die Teilchenphysik
mit dem LHC demnächst die terra incognita der TeV-Energien betreten
wird.
martin zvieger, wien - sw-developer, 20-05-09 19:17:
wenn man sich das drama seibersdorf ansieht - könnte man auch auf die idee verfallen, dass im beraterstab des ministers eventuell auch eine aversion gegen "jüdische physik" mitschwingt...

in dem land ist ja mittlerweile alles möglich
DI Peter Svetitsch, Krems/D. - AHS-Lehrer, Begabtenförderer, 20-05-09 17:21:
Wer an Bildung und Wissenschaft spart, der verspielt Österreichs Zukunft!
Laurenz widhalm, Wien - Teilchenphysiker am Hephy, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, 20-05-09 09:16:
Ich möchte mich gerne an dieser Stelle persönlich bei allen bedanken, die durch ihre Kommentare oder ihre Unterschrift gezeigt haben, dass CERN mehr ist als nur ein Job für ein paar Physiker! In der Öffentlichkeitsarbeit sehen wir unsere Aufgabe, auch Sie alle an unserer Arbeit an vorderster Front teilhaben zu lassen - ob auf teilchen.at oder veranstaltungen.hephy.at. Ich lade Sie herzlich ein, dort gemeinsam mit uns die spannenden Zeiten, die mit dem Start des LHC beginnen werden, zu erleben!
Daniel Grumiller, Wien - , 19-05-09 20:33:
Auf diesem Wege nochmal: Danke an alle!

Ich bin jetzt wieder sehr froh dass ich die nächsten 6 Jahre in Österreich verbringen werde und die Gedanken ans Auswandern einstweilen verwerfen kann ;-)
heinrich badhofer, steyr - , 19-05-09 08:25:
Die weitere Mitgliedschaft Österreichs an Cern ist gerettet. Der Bundeskanzler hat, um den Ruf Österreichs nicht zu beschädigen (ZIB2, 18.Mai), ein Machtwort gesprochen. Mit der gleichzeitigen Beendigung der Diskussion darüber verpasst er seinem Machtwort gleich den Status der Unfehlbarkeit. Die Meinung, dass sich die besten Wissenschaftler der Welt vermehrt auch der Erhaltung der Gegenwart widmen sollten, erscheint als endgültig falsch.

Die Diskussion ist beendet, zumindest solange, bis der letzte Fisch aus dem Meer gefischt ist und man erkennt, dass Erkenntnisse über vergangenes ohne der Erhaltung der Gegenwart auch keine Zukunft bieten.
Institut für philosophische Grundlagenforschung www.physik.as
Anton Bergauer, - Physiker; Lehrer, 19-05-09 07:34:
GRATULATION ! ! ! !

Man sieht, dass man in Österreich mit konsequentem Dagegenhalten und objektiver Information doch noch etwas bewirken kann!
Martin Bauer, Wien - Selbständig, 18-05-09 20:30:
Unser Bundeskanzler hat die sozialistische Tradition fortgesetzt.
Gott Sei Dank!
Wir bleiben im CERN-Projekt.
Der erste sozialistische Umfaller seit langem, der wirklich Sinn macht.
Besten Dank an Alle, die sich dafür eingesetzt haben.
Andreas , Wien - braintrust, 18-05-09 19:14:
in wie vielen Bereichen hat sich unser kleines ÖSterreich wirklich hervorgetan ?
Fußball ist wohl nicht unsere Stärke ;) Aber in der Wissenschaft, der Quantenphysik ... haben wir internationale Höchstleistungen geboten
Genau das jetzt beschneiden ?
Christian Steinacher, Wien - Programmierer, 18-05-09 16:31:
Höre soeben mit Freude im ORF, kurz nachdem ich die Petition unterzeichnet habe, dass Österreich DOCH NICHT aus dem CERN AUSTRETEN wird :-))

Wenn schon gespart werden muss:

Die EURATOM-Mitgliedschaft im Rahmen des (von mir mitgtragenen) EU-Beitritts war laut Zwentendorf-Abstimmung sicher nicht Volkswille und kostet 2x den CERN-Beitrag.

Weiters habe ich nie verstanden, was ein extra Excellence-Institut in Ma.Gugging soll.
Die Österr.Akademie d.Wissenschaften gibt's doch genau dafür !

Viel neue Häuptlingsposten wenn kein Geld für Forschung da ist ???
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 18-05-09 16:17:
http://derstandard.at/?url=/?id=1242316022481

Trotzdem wollte ich noch auf Artikel VI Absatz 2 des CERN-Abkommens hinweisen, der da lautet:

<<<
The Director shall be assisted by such scientific, technical, administrative
and clerical staff as may be considered necessary and authorized by the Council.
>>>

In der österreichischen offiziellen Kundmachung im Bundesgesetzblatt wurde dies wie folgt ins Deutsche übersetzt:

<<<
Dem Direktor steht das
vom Rat für erforderlich gehaltene
und bewilligte wissenschaftliche,
technische Verwaltungs-
und Büropersonal zur
Seite.
>>>

Der Klerus verkommt hier also zum Büropersonal.

Andererseits wurden zuletzt immer wieder Rufe nach einer Verankerung des Gottesbegriffs in der (europäischen) Verfassung laut.

Man kann sich nur wundern über so viel Ignoranz!
Nina Neufeld, Heiligenkreuz bei Baden - Tierärztin, wissenschaftl. Konsulentin, 18-05-09 15:58:
Nachdem vor kurzer Zeit von prominenter Stelle der baldige Staatsbankrott Österreichs prophezeit wurde, scheint Wissenschaftsminister Hahn diese Aussage bestätigen zu wollen. Aus Geldmangel kann sich Österreich die Teilnahme an einer langjährigen, unbestrittenermaßen sinnvollen internationalen Forschungskooperation, die in der Wissenschaft ihresgleichen sucht, aber nicht findet, nicht weiter leisten.
Das ist tatsächlich eine Bankrotterklärung!
Jiri Niederle, Akademie der Wissenschaften,Tschechische Republik - wissenschafftlicher Arbeit + Universitätsprofessor, 18-05-09 14:59:
P R O K L A M A T I O N


Die Nachricht, daß Österreich aus dem CERN austreten will, hat mich shockiert. Als Person, die in den Jahren nach 1989 in der freien Tschechischen Republik mitverantwortlich für die internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft und Forschung war, und seit 1992 auch als Präsident des Regierungsausschusses für die Zusammenarbeit der Tschechischen Republik mit dem CERN, fühle ich die Pflicht auf diese Nachricht zu reagieren.

1. Vor allem möchte ich bemerken, daß für die Länder, die wenige Bodenschätze und Energieressourcen haben, ist Verkauf des hightech und know-how die wichtigste Garantie der Entwicklung und des Wohlstandes. Das setzt zwei Sachen voraus: perfekte Forschung und moderne Ausbildung. Ich bin überzeugt, daß Österreich zu diesen Ländern gehört, und deshalb würde sein Austritt aus dem CERN eine Senkung zu einem zweitrangigen Land bedeuten.
2. Österreich ist Mitglied des CERN schon 50 Jahre. Das CERN ist im weltlichen Maßstab ein einmaliges Laboratorium im Bereich der Elementarteilchenphysik, und spielt in Europa eine zunehmend wichtige Rolle. CERN ist bedeutungsvoll auch für die Entwicklung der modernsten Technologien auf vielen anderen Gebieten (Informatik, Computertechnik, aber auch Medizin, Transporttechnik, Pikosekundenelektronik, supralaitende Magnete, Kryogentechnik usw.).
3. Der Austritt aus dem CERN würde für die österreichischen Physiker eine Auflösung ihrer langjährigen Arbeit, Forschung und Anstrengung bedeuten, und es gerade in der Zeit, wenn die ersten Früchte erwartet werden, die zu grundsätzlichen Entdeckungen auf dem Gebiet unserer Kenntnisse über den Ursprung, die Entwicklung und das Funktionieren des ganzen Weltalls führen können.
4. Die Nachricht von dem möglichen Austritt Österreichs aus dem CERN kommt in der Zeit, wenn 8 Länder um die Mitgliederschaft am CERN sich bewerben und weitere 3 Länder darüber zu verhandeln beginnen; in der Zeit, wann nebst den 21 europäischen Ländern alle meist entwickelten Länder anderer Kontinente (USA, Japan, Indien, China Israel usw.) mit dem CERN zusammenarbeiten, ganz im Geiste der Äußerung unseres Präsidenten Václav Havel, der sagte, daß die Investitionen in die Wissenschaft und Forschung Investitionen mit der größten Rückvergütung sind.

In meinem Namen und im Namen der ganzen tschechischen physikalischen Kommunität, die in Zusammenarbeit mit dem CERN steht (zirka 1200 Wissenschaftler, Techniker und Studenten) verlange ich, daß die Regierung Österreichs die europäische Zusammenarbeit nicht verletzt, und mit voller Verantwortlichkeit ihre Beziehungen mit dem CERN wiederabwägt. Wir hoffen, daß Österreich Mitglied dieser renommierten wissenschaftlichen Organisation bleiben wird.



Prof. Jiri N i e d e r l e, DSc., dr.h.c.
Ortwin Ertl, Graz - Unternehmer, 18-05-09 14:53:
Mit Besorgnis verfolge ich die Situation um die Wissenschaft in Österreich.

Wenn Herr Hahn sagt, Forschungsgelder würden "intelligent umdispositioniert", so ist gerade dies von vornherein praktisch ausgeschlossen. Wissenschaft braucht Kontinuität und der größte Unfug, den man machen kann, ist der, in einem Gebiet erlernte Kompetenzen aufzugeben, um dann anderswo mühsam neue Kompetenzen aufzubauen. Das kostet viel mehr Geld, als bestehende Forschungsrichtungen weiterzuverfolgen.

Gerade im Bereich der Grundlagenforschung ist es so, dass man sehr oft auf dem Vorhandenen aufbauen kann. Bei sehr engen Applikationen dagegen kommt man viel eher in die Situation, irgendetwas komplett aufgeben zu müssen.

Es ist das bei weitem Sinnvollste, die Mitgliedschaft am CERN nicht aufzukündigen.
Chitta Ranjan Das, CFTP, Lisbon - Post-Doctoral Fellow, 18-05-09 12:52:
Austria's present contribution amounts to ?16 million per year, a ridiculously small part of the Austrian science budget (which, by the way, was even raised).

The Austrian government promised ?3.8 billion for university infrastructure, research grants, and academic salaries?a modest 8.4% increase over last year reported in April, 2009.
Chitta Ranjan Das, CFTP, Lisbon - Post-Doctoral Fellow, 18-05-09 12:41:
Austria is the only member state of CERN, with starting letter "A".
Vittorio de Alfaro, Torino Italy - Str Val Pattonera 59, 18-05-09 11:27:
Cern is the main (I would say, only) international centre for austrian physics.
General directors and personnel, starting from Vicky Weisskopf, belong in Cern. Austria is a founding member. How can the Austrian Government neglect all this? I invite the Austrian government to rethink this in order to spare an unthinkable retirement.
Ananthanarayan Balasubramanian, Bangalore, India - Chairman, Centre for High Energy Physics, Indian Instittute of Science, 18-05-09 10:54:
CERN is one of the greatest examples of cooperations across international borders. Austria, as one of the most advanced countries in the world has contributed to this effort from the very beginning in no small measure. Its departure from CERN would be a great disappointment for the present and future generations.

B. Ananthanarayan
Felix Fibich, Wien - Mathematiker in RZ, 18-05-09 09:16:
CERN ist DIE österreichische Chance, sowohl in der experimentellen als auch der theoretischen Physik dabeizusein. Diese Chance darf nicht vertan werden.
SAMUEL TING, MIT - Professor of Physics, 17-05-09 17:52:
Over the last half century, CERN has made fundamental contributions to science and instrumentation. It is now a truly world-class Laboratory where scientists from all over the world can work together from different geographic, political and religious backgrounds. CERN is truly the most successful international collaboration. CERN is now on the verge of major fundamental breakthroughs in science. I urge the Austrian authorities to reconsider their position.
Helga Probst-Loidl, St.Marienkirchen b. Schärding - AHS-Lehrerin für Deutsch, Geschichte,Theaterpädagogik, Begabtenförderung, 17-05-09 14:51:
Ich bin zwar ebenso Geisteswissenschaftlerin wie Minister Hahn, erlaube mir aber dennoch, darauf hinzuweisen, dass ich sehr wohl weiß, was am CERN geschieht und wie wichtig die Mitgliedschaft Österreichs an dieser Forschungseinrichtung ist. Schade, dass Thomas Bernhard nicht mehr lebt, er hätte nun wieder genügend Stoff, um über die Provinzialität des Denkens österreichischer Poltitiker ein Theaterstück zu verfassen. Leider müsste dieses wahrscheinlich aber wieder im Ausland aufgeführt werden, da wir in Österreich offensichtlich Meister darin sind, hervorragende Denker und Wissenschaftler mit unterschiedlichen Methoden aus dem Land zu verjagen.
Peter Mario Richter, 1190 Wien - Selbständig, 17-05-09 13:10:
Ich habe einen Kommentar eines Herrn aus Steyr vom 15.05. gelesen, welcher mich außerordentlich schockiert hat!

Er kritisiert die fehlende Fragelust an Minister Hahn ob seiner Beweggründe für den Ausstieg und bringt nun folgendes Argument ein, kurz zusammen gefasst:

"eine Frage, die in Cern gestellt wird, wirft zwei weitere Fragen auf" und sieht darin die Sinnlosigkeit dieser Forschung in fehlenden Antworten und neu aufgeworfenen Fragen! Soweit dieser Kommentar.

Ich habe als Nichtwissenschaftler nicht den Einblick wie viele andere Poster und engagierte Ausstiegsgegner. Dennoch bin ich an Bildung sehr interessiert und man muss sich fragen, was die Menschheit von der Tierwelt unterscheidet. Ist es nicht unter anderem daher, weil wir uns Fragen stellen, die jenseits unserer Bedürfnisse nach Essen, Trinken, Schlafen und Sexualität liegen?
Wieso ist das Blatt grün, warum leuchten Sterne, was befindet sich im "Himmel" zu dem wir nächtens aufblicken, wie ist alles entstanden und dutzende andere Fragen, die zum Glück gestellt wurden und werden. Dass jeder tiefere Blick in eine (fast) unbekannte Materie weitere Fragen aufwirft macht unser Dasein als Mensch aus und das ist etwas worauf wir in unserer all zu kommerzialisierten Welt noch stolz sein dürfen. Diese Neugierde, die man als Kind schon in die Wiege gelegt bekommen hat und nicht danach fragt, was bringt es mir finanziell, was kann ich mir sparen und andere Überlegungen, die auf Kurzfristigkeit ausgelegt sind.

Minister Hahn und seine Berater sollten sich doch bitte in einer Phase der Stille und der Besonderheit des Menschseins bewusst werden und des großartigen Vorrechts, dass wir in einem Land leben, wo wir uns wissenschaftliche Grundlagenforschung leisten können und es zum Glück - das sieht man anhand des lobenswerten Aufschreis unter der auch nichtwissenschaftlichen Bevölkerung Österreichs.

Man sollte sich natürlich das Denken nicht verbieten lassen und das gilt auch für einen Minister. Jedoch die Verantwortung liegt bei dieser öffentlichen Position wesentlich höher und ist auch weitreichender. Selbst wenn - und das hoffe ich stark - Österreich den geplanten Ausstieg zurück zieht, wir sind in der internationalen Wissenschaftswelt und auch bei allen anderen auf mehrere Länder übergreifenden Kooperation basierden Projekten in ein äußerst schlechtes Licht gerückt worden. Wie glaubwürdig ist nun Österreich bei künftigen und laufenden Projekten? Wer wird als junger Mensch gerne in ein Land zur Ausbildung und Vertiefung gehen wollen, welches derart unberechenbar vorgeht?

Ich war bislang immer stolz darauf, Österreicher zu sein und damit Anteil an jenen Errungenschaften von wissenschaftlich hochstehenden Persönlichkeiten zu haben, deren sich Österreich heute rühmt! Alleine den Ausstieg zu PLANEN ist eine Blamage mit Reputationsverlust unvorstellbaren Ausmaßes.

Soweit mein Betrag und ich hoffe, man findet einen Weg sich zu entschuldigen und natürlich auch den Ausstieg nicht umzusetzen. Gerne würde ich dafür auch spenden!
Günter Hoffellner, Leoben - Selbständig, 17-05-09 10:24:
Es kann nur als wissenschaftliches Armutszeugnis gesehen werden, aus "der" Forschungseinrichtung der Welt in diesem Fachbereich auszutreten. Wir geben nicht zu viel Geld für CERN aus, sondern zu wenig für die Forschung. Und in einer Zeit, in der immer mehr der Forschung den Wünschen der Industrie entspricht, bleibt die Grundlagenforschung und somit Nachhaltigkeit - auch in Bezug auf zukünftige wirtschaftliche Nutzbarkeit - auf der Strecke.
Und wenn alle so denken würden wie unser Minister Hahn, dann würden wir wohl über dieses Medium nicht kommunizieren können.
Man kann nur hoffen, daß ihm - der mit so einer Einstellung auf diesem Posten meiner Meinung nach fehlbesetzt ist - in dieser Causa Einhalt geboten wird!
Johannes Nendwich, Wien - , 17-05-09 05:35:
Nach dem erfreulichen Beitritt von Österreich zur ESO würde ein
Ausstieg aus CERN wohl eine Politik von "Ein Schritt vor, zwei
zurück" bedeuten (ohne damit die beiden Mitgliedschaften
quantitativ/qualitativ in Relation setzen zu wollen!).

Oder frei nach 'Kaiser Robert Heinrich I.' ("Die Habsburger, diese
Patzer: Ungarn verlieren und Kärnten behalten!"): "Hahn, dieser
Patzer: CERN verlieren und EUratom behalten! (Wobei hier - in
finanzieller Hinsicht - die 1:2-Relation wohl eher zutrifft)
Michael Scherz, Wien - Direktor AWO Int. Technologiekooperation, 17-05-09 00:34:
Was für eine Fehlentscheidung! Die größte Fehlentscheidung der österr. Wissenschaftspolitik. Diese Entscheidung gefährdet massiv auch die Interessen einer nicht geringen Anzahl österr. Unternehmen. Und nebenbei wird der Ruf Österreichs als verlässlicher Partner mit Füßen getretten!
Dr. Helmut Wittmann, Salzburg - Leiter Institut für Ökologie, Haus der Natur Salzburg, 16-05-09 21:47:
So schade es ist: man kann seinen Kindern nur empfehlen, dass sie ins Ausland gehen sollen - zum Studium und zwecks Beruf! Österreich ist mit seinen unfähigen Politikern ein "Entwicklungsland". Dies obwohl eine excellente Wissenschaft und Forschung die einzige Chance ist, den mitteleuropäischen Lebensstandard weigstens teilweise zu halten!
Christoph , - Arbeitssuchender, 16-05-09 18:18:
Dr. phil. Johannes Hahn ist kein Naturwissenschaftler. Vor seinem Amt als Bundesminister war er CEO der Novomatic AG, die 20.000 Spielautomaten in 200 Casinos aufgestellt hat.

Würden die Wiener Symphoniker einen Verkäufer von MP3-Playern zum Dirigenten wählen, der kein Musiker ist?

Einfach absurd, diese Politik.
Gunno Aichbichler, Klagenfurt - Pensionist, 16-05-09 16:30:
meinen Kindern und Enkelkindern wünsche ich, in einem Land leben zu können, das geist- und weltoffen ist und von wo aus sie nicht als Bittsteller sich in die weltweite Kommunikation einbinden müssen.

Um in einem Erkenntnis förderndem Klima leben zu können, muß auch ein Zuzug von wissenschaftlich ambitionierten Leuten auf allen Ebenen gewährleistet sein. Wer wird da z.B. von einem anderem Land aus in Österreich eine kulturelle oder wissenschaftliche Laufbahn suchen, wenn wir uns nicht einmal die Mitgliedschaft bei CERN mehr leisten können ganz zu schweigen von anderen internationalen Institutionen wie ESA etc.??? Wäre ich z.B. ein junger ambitionierter Materialtechniker, Pathologe, Kommunikationstechniker, Bildungswissenschaftler, Theologe oder sonst irgendwas, ich würde in ein Land, das den wissenschaftlichen, eisernen Vorhang herunter läßt, niemals gehen, um in meinem Fach weiterkommen zu können.

Solche Mitgliedschaften sind für die Bürger die Tore zur Welt, die nicht nur dorthin führen, wo jeder sich auskennt sondern auch dorthin, wo wir uns in der Zukunft auskennen werden müssen.
Mein Vorschlag zur Lösung dieser Misere wäre, entweder macht Minister Hahn einmal eine schüchterne Anfrage beim Finanzminister oder einen allgemeinen Spendenaufruf - "Licht ins Dunkel" wäre etwa eine Plattform - eine Spende für ein unterbelichtetes Ministerium.
Hans Peter Koch, A-4860 Lenzing - Vertriebsleiter, 16-05-09 12:03:
Ich finde es bedenklich, dass wir uns bei so manchen zukunftsträchtigen Themen so hinterwäldlerisch verhalten. Das schadet unserem Ruf und wir schaden unserer Wirtschaft. Neben wirtschaftlichen Überlegungen sollten auch noch Dinge wie die Mitwirkung in länderübergreifenden Netzwerken, Kontaktanbahnung etc. gut überdacht werden. Die Zukunft wird stattfinden - mit oder ohne uns - ich wäre lieber dabei.
James Michael Stergiopoulos, Baden, Austria - Pensionist, 16-05-09 04:00:
Not long ago (in mid March), I had the fortunate opportunity to visit CERN in Geneva and to see the Large Hadron Collider. It was an experience beyond description --- the people in my group, many of which were of PhD in Physics calibre, and I were all awed with emotion. And I was enormously impressed with the incredible work which is being done there which is intended to lead to discoveries about the nature of matter and just what happened in the first 10-10 second after the ?Big Bang?. [I learned that, largely because of work at CERN and a few similar laboratories, everything that happened after 10-10 seconds is known with a high degree of certainty. This is amazing!]

Having just returned home after a trip abroad, I was shocked to learn from friends that Johannes Hahn, the Austrian Federal Minister for Science and Research, has announced that he wants to discontinue Austria's membership in CERN.

CERN, which is located in Geneva and the initials of which stand for ?The European Organisation for Nuclear Research? in French, was established in 1954 and has twenty European member states, including Austria, which joined in 1959. In addition there are eight international organisations (these include the USA and UNESCO) which have observer status; and 35 non-member states which have co-operation agreements. Altogether there are 2,600 full-time employees and close to 8,000 scientists and engineers representing 580 universities and research facilities and 80 nationalities. It is a major undertaking which has brought together men and women of all ages and nationalities, all driven by their work to make discoveries which we can only vaguely comprehend.

Significant achievements have included, among many others: (1) the discovery of W and Z bosons; and (2) the first creation of anti-hydrogen atoms. Two Nobel Prizes have been awarded for discoveries at CERN, and the main (but not only) effort now is to detect the Higgs boson, which was theorised in 1964 by three scientists, including Peter Higgs, for whom the as yet undetected particle has been named. Mr Higgs was only 35 years old when he developed his theory. He is still living (80 years old); and when the Higgs boson is actually detected, it will surely result in a Nobel Prize for him, 45+ years after his theoretical work.

You could say, ?So what!? Well, one can never predict what benefit might come to mankind from such work. One can only say that the entire development of mankind has been marked by investigations which did not have any specific benefits at the time.

If Austria?s membership is discontinued, I can only think of it as a "historic wrong decision" (to quote Prof Dr. Herbert Pietschmann, one of Austria?s leading scientists).

CERN is research in elementary particle physics and cosmology. CERN is a brilliant example of excellence by European cooperation. CERN is the vision of our young scientists.
Jo , - , 16-05-09 01:14:
Kommen Sie ins Offene, Herr Minister; als da wäre: die korrekte Sicherheitsdebatte mit der nicht-Cern-beteiligten kritischen Gegenöffentlichkeit! Lassen Sie nicht Laien die Diffamierungskampagne übernehmen, geben Sie nicht unkollegialen Teilen der Physiker-comunity Raum durch faktisches Ausschweigen anhand des nichtssagenden Kostenarguments! Fangen Sie hinter verschlossenen Türen damit an, bis kein Verdacht mehr haltbar ist, der "Fisch stinke vom Kopf her"! Sagen Sie es Herrn Heuer: die Sicherheitsdebatte ist kein Internum des CERN! Nicht von oben herab und vor Journalisten vorgetragen sondern im öffentlichen Gespräch, auf Augenhöhe und wie seit jeher in Rede und Gegenrede der Fachleute und der Gegenfachleute. Vorrang für das Experiment nach Landua und Rössler!
Wir, die Laien (= Experten360GradBlickwinkel) sowie die Hochqualifizierten/ von Forschungsförderung getragenen(=1GradBlickwinkel) können nur die Fairness dieses Dialoges ansehen (welche ungenügend ist bis dato).
Rudolf Eitelberger, wulkaprodersdorf - Ex-Hephyaner, 15-05-09 22:58:
Der nächste Schritt!
In der Zib 2 am 15.5.2009 wurde der Betrag von 20 Mio.? genannt, der eingespart wird, wenn der Ausstieg aus dem CERN nicht rückgängig gemacht wird. Laut Prof. Pietschmann ist der Beitrag jedoch nur 16 Mio. ?, wo sind also die fehlenden 4 Mio. ? ? Ganz einfach das ist das Budget des Akademieinstitutes. Ergo dessen wird die ÖAW dieses Institut schließen und 60 hochqualifizierte Wissenschaftler und Techniker auf die Straße setzen. Wieso hat sich der Präsident der ÖAW noch nicht zu Wort gemeldet, wieso hat es der Rektor der TU wortlos zur Kenntnis genommen? Ganz einfach, die stecken alle unter einer Decke! So geht man in Österreich mit hochmotivierten und international anerkannten Forschern um !
Die Sonderausstellung LHC 2008 des Instituts ist von unzähligen AHS Schüler besucht worden, haben Einblick in die faszinierende Forschung bekommen und wollen möglicherweise jetzt Physik studieren. Was soll man denen raten? Nehmt euch vor dem Hahn und seinen Konsorten in acht !?
Wenn ihr wahlberechtigt seit, setzt ein Zeichen , vielleicht schon bei der EU Wahl ? Verpaßt diesen Verrätern an Österreich einen Denkzettel !!!
Nur bei Wahlen kann man was verändern, denn Stimmen sind das einzige was diese " Herren " interessiert.
Georg Niedermühlbichler, Wien - Landtagsabgeordneter, 15-05-09 22:19:
Nicht 5 m vor dem Ziel umdrehen!!!
phlip , - student, 15-05-09 22:16:
ich habe heute in der ubahn zeitung (österreich oder heute, bin ich nicht ganz sicher) gelesen, der ausstieg kostet einige millionen.
unser wissenschaftsminister, der des Plagiats bezichtigt wurde macht dabei wohl eine kurzschlussrechnung, die typisch für österreichs politiker ist, hauptsache für den moment gut wegkommen...
Harald Steindl, Wien - Unternehmer, 15-05-09 22:01:
Es ist wirklich schwer zu glauben, wie wenig ein Vertreter einer Wirtschaftspartei vom Begriff Umwegrentabilität versteht. Ein CERN-Austritt verunmöglicht nicht nur direkte Aufträge an österr. Unternehmen sondern schadet uns als Konferenz- und Kongress-Standort ebenso wie auch die Tatsache, den CERN als Experimentier- und Forschungsstätte zu nutzen. Kein Kunde aus der Wirtschaft hat die Geduld und die Zeit, Neues zu testen. Nur die Forschung erlaubt es der Wirtschaft sich zu entwickeln.
http://steindls.blogspot.com/
Florian Krenn, New Delhi, Indien - Bauingenieur, 15-05-09 21:43:
Ich wuerde Herrn Dr. Hahn empfehlen, sich an sein Geloebnis, "der Wissenschaft zu dienen" zu erinnern - oder sich fortan Herr Hahn zu nennen.
Brigitte Reisinger, - , 15-05-09 21:24:
Hier gleich der Link zum ganzen Interview, das der CERN-Physiker (Sprecher?) Dr. Matthias Schott dem Reporter Marc Gänsler vom drillingsraum.de gegeben hat: http://www.drillingsraum.de/cern_schwarzes_loch/cern_schwarzes_loch_1.html

Und ein Auszug daraus:
Dr. Matthias Schott: Die Experimente beginnen noch in diesem Jahr (2008) und laufen wohl so um die 10 bis 20 Jahre. Mit kleineren Unterbrechungen.

Drillingsraum: Kann man die Experimente am LHC auch durchführen, ohne dass dabei Schwarze Löcher entstehen, oder sind diese ein unvermeidbares Nebenprodukt?

Dr. Matthias Schott: Wenn die Theorie der extra Dimensionen stimmen sollte und diese zusätzlichen Dimensionen die richtigen Eigenschaften haben, werden wir auch unvermeidbar solche Schwarzen Mini-Löcher erzeugen. Die Frage ist aber natürlich, ob diese Theorie überhaupt stimmt. Die mögliche Existenz von Mini Black Holes basiert auf der Annahme, dass es mehr als 3 Raumdimensionen gibt. Diese Annahme kommt aus der String-Theorie, die nur in mehrdimensionalen Räumen konsistent formuliert werden kann. Nun, all das ist Spekulation. Keiner weiß, ob diese Theorie richtig ist. Wenn die Theorie nicht richtig ist, gibt es auch keine kleinen Schwarzen Löcher.
---------------
Ja, so ist es! Alles Spekulation. Und als hätten wir mit unseren drei realen Dimensionen nicht schon genug zu tun, müssen wir auf eventuell weitere in jedem Fall noch so 10 bis 20 Jahre warten und dann hoffen, dass sie ganz bestimmte Eigenschaften haben werden, um dann vielleicht kleine schwarze Löcher für unser Geld zu bekommen - oder eben auch nicht, keiner weiß!
Nicht ganz ausgeschlossen, dass Herrn Minister Hahn das nun doch zu wenig war an wissenschaftlicher Perspektive - für 20 Millionen Euro jährlich. Vvielleicht hat ihn auch das Ende des amerikanischen Superconducting Super Colliders nachdenklich gemacht, dessen Bau bereits 1993 eingestellt wurde und als Lagerhaus und Kulisse für den Film "Universal Soldier" endete. Herr Badhofer hat Recht, fragen wir doch nach den Beweggründen von Herrn Minister Hahn für seine Überlegungen!
In den USA war es der Congress, der dem Spuk ein Ende machte, obwohl Clinton meinte, dass mit der Baueinstellung (des über 80 km !!! lang geplanten) Teilchenbeschleunigers in Texas die USA ihre Vorherrschaft in der Wissenschaft einbüßen würde. Den USA scheinen aber in den Jahren nach der Baueinstellung, der Möglichkeit, die Higgs Bosons zu entdecken beraubt, diese nirgends gefehlt zu haben. Vielleicht hat Herr Minister Hahn einfach nur keine Angst, sich einer Diskussion zu stellen und lässt sich von den Drohungen, der Ausstieg würde uns Österreicher mehr kosten als die weitere Mitgliedschaft, nicht erschüttern.
Und wenn wir mit einem "vorzeitigen" Ausstieg aus dem CERN uns womöglich um die uns vertraglich zustehenden Verschrottungsanteile bringen - tröstlich, die Vermarktung von Filmkulissen fällt dann auch nicht mehr unter die Rubrik Wissenschaft. und Forschung.
Karl Wittmann, 1090 Wien, Währinger Strasse 10 - Ao. Univ. Prof., 15-05-09 20:42:
Der angekündigte CERN-Austritt wird die Glaubwürdigkeit österreichischer Kooperationen quer über die gesamte Wissenschaftslandschaft der Republik in Fragen stellen. Viele Disziplinen, vielleicht alle, werden negativ betroffen sein; nicht zuletzt auch die Medizin. Diese ist mit der Hochenergiephysik in Krebstherapie und Spurenanalyse direkt verknüpft und ist in vielen weiteren Teildisziplinen auf erstklassige Kooperation im Bereich der Physik und auf erstklassig ausgebildete Physiker angewiesen. Der geplante Ausstieg wird die Attraktivität von naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen bei der Studienentscheidung noch weiter herabsetzen, ausgehend von einem derzeit ohnehin schon viel zu niedrigen Niveau. Von Minister, Regierung und Parlament wäre es verantwortungslos, der derzeitigen wirtschaftlichen Abwärtsspirale noch eine wissenschaftssoziologisch-strukturelle draufzusetzen. Anstelle von resignativem Rückzug wäre im Sinne von Obama's 'yes we can' die Verstärkung gemeinsamer Anstrengungen angebracht, um eine Aufwärtsspirale in Wissenschaft und Lehre in Gang zu setzen.
Rudolf Uebbing, Dortmund - Pensionist / Dipl.-Ing. Verm. (FH), 15-05-09 20:38:
Wissenschaftsgeschichte schreibendes CERN

Hier vertrete ich eine abweichende Ansicht,
insofern ich für mich erkenne, dass
Wissenschaft durchaus in der Lage ist, sich zu
verselbständigen. Bei der besonderen Rechtsposition
von CERN sind hierfür die Voraussetzungen gegeben.

Insofern ist die mutige Cäsur, die Minister J. Hahn
gesetzt hat, dazu nutzbar, über bestimmte Sachverhalte
neu und verstärkt - interdisziplinär - nachzudenken.
Das Kopfmonopol-Wissen im Bereich der Teilchenphysik
ist gekoppelt mit der allgemeinen Überzeugung, dass die
Natur schadlos mit i m m e r h ö h e r e n Energien
abgefragt werden kann - wobei jedoch bei wenigen
einzelnen Wissenschaftlern öffentlich nachlesbarer
Zweifel an der Sicherheit der Hochenergieexperimente sich
gebildet hat, weil diese n i c h t g a n z der natürlichen Situation gleich kommen.

Hier heißt es - nicht nur aus Sicht weniger Physiklaien - nochmal gründlicher nachzuhaken, auch gerade unter Einführung eines genormten und abgestimmten, einvernehmlich international herbeigeführten Sicherheitsverfahrens, welche in anderen Bereichen, z.B. bei der Kernenergiegewinnung, seit Jahrzehnten
unverzichtbare, standardisierte Methodiken darstellen.

Nick BOSTROM, Direktor des Future of Humanity Institute in Oxford, hatte ausdrücklich auf eine solche global
bedeutsame Problematik und auf eine notwendige Vereinheitlichung (wie ich meine, z.B. unter Hinzuziehung eines Risikoforschungsinstitutes) aufmerksam gemacht.

Wenn dieser übergreifende Konsens jetzt nicht herbeigeführt wird, kann es - aus lauter Forschungsbegeisterung - beim nächsten Experiment bereits zu spät sein und unerwartet dimensionierte,
katalysatorische Prozesse werden unwiderruflich
in Gang gesetzt (sh. auch Patent zum Relikt-Konverter von Dr. Stöcker, sh. Facharbeit von Dr. R. Plaga).

Das LHC-Experiment ist würdiger Anlaß, hier noch
einmal innezuhalten und gründlichst neu
nachzudenken und für die Zukunft nötige
Regulative einzuführen. Die Wissenschaft ist
auch verpflichtet, ihre eigenen Grenzen zu überprüfen.

Wie man meinen kann, stellt sich für CERN über das eigentliche LHC-Experiment hinaus eine Wissenschaftsgeschichte schreibende Aufgabe. Man wird in den nächsten Tagen sehen können, ob die Generaldirektion CERNs die Initiative ergreift.
heinrich badhofer, steyr - , 15-05-09 18:08:
Es ist schon erstaunlich, wie viele qualifizierte Personen unqualifizierte Kommentare verfassen können. Niemand fragt nach den Beweggründen des Ministers. Hat man Angst davor?

Eines der bedeutensten Erkenntnis der Wissenschaft ist, dass man aus jeder Frage, welche man durch das vordringen in den Mikrikosmos beantworten kann, 2 neue Fragen erschafft. Das gleiche gilt auf für den Makrokosmos. Es wäre doch denkbar, dass ein Beweggrund des Ministers ist, lieber 1000 Fragen unbeantwortet zu lassen als 2000 neue unbeantwortete Fragen zu erhalten, um dann einen 800 km langen Tunnel zu bauen, damit man 4000 unbeantwortete Fragen erschafft.
www.physik.as
Alfred Bartl, Universitaet Wien - em. Univ. Professor, 15-05-09 17:45:
Oesterreichische Wissenschaftler und Techniker arbeiten seit mehr als 20 Jahren an der Planung der zukünftigen LHC-Experimente und deren Aufbau am CERN mit, dies auch in strategisch wichtigen Positionen. Ihr wissenschaftlicher Beitrag ist klar erkennbar und wird allgemein hoch geschaetzt. Dieses hohe Niveau konnte nur durch jahrzehntelange Aufbauarbeit erreicht werden.
Oesterreich hat ohne Zweifel auch viele Vorteile durch seine CERN- Mitgliedschaft, wie sich etwa beim Bau von Med-Austron (nahe Wiener Neustadt) zeigt, der ohne die Mithilfe des CERN wahrscheinlich nicht moeglich waere. Mit einem Austritt Oesterreichs aus dem CERN wuerde auf lange Sicht das Niveau der Teilchenphysik in Oesterreich sinken, ohne dass etwas Aequivalentes an seine Stelle gesetzt wuerde.
Die Ankuendigung des Austritts Oesterreichs aus dem CERN kann nur als kurzsichtig und unueberlegt angesehen werden, insbesondere deshalb, da keinerlei Kriterien formuliert wurden, nach welchen die Grundlagenforschung in Oesterreich in Zukunft gefoerdert werden soll. Daher sollte die Ankuendigung des Austritts Oesterreichs aus dem CERN so rasch wie moeglich zurueck genommen werden, bevor das Ansehen Oesterreichs noch groesseren Schaden leidet.
Helmut Wolfram Ing., Zwettl - Pensionist, 15-05-09 17:05:
1959(!) machte ich meine Matura und begann 1961 mit dem Studium "Experimental Physik" an der Techn. Uni Wien. Leider hat mir Herr Prof.Dr.Regler aus einer Rivalenschaft mit meinem Onkel gleichen Namens mein Studium versaut! Abbruch nach 8 Semestern. Er war (ist) beim CERN und daher weckt dieser Name schlechte Errinnerungen. Ansonsten ünterstütze ich jede Form von (sinnhafter) Forschung. In Zeiten einer Finanzkrise sollten jedoch (vorrübergehend) Ausgaben überprüft werden.
gerhard , - , 15-05-09 14:43:
Man muss sich fragen, ob der geplante Austritt vom CERN als Ursache die Angst vor internationalem Vergleich der oesterreichischen Forschung hat. Die Ablehnung von PISA-Studien sind da eine abzulehnende Vorlage. Viele selbstbewusste Oesterreicher wollen zeigen, dass wir internationale Spitze sind. Gebt uns doch die Chance an der Weltspitze der Wissenschaft teilzuhaben.
daniel wyler, zürich - physics professor, 15-05-09 14:36:
As a logical consequence Austria should not be allowed to use thw word wide web.
Stephen , - , 15-05-09 14:31:
I applaud Austria's decision to withdraw from the LHC at CERN. This 'project' has from the outset been a gross waste of taxpayers' money in the pursuit of fantasies: black holes, big bangs and the Higgs boson. The only firm outcome of the LHC is the continued secure employment of its personnel. It it this which the 'scientists' at CERN are really worried about. Perhaps now some of them will have to find themselves a real job instead of suckling greedily on the public purse.
Im Namen vieler Österreicher, die an Fortschritt glauben , - , 15-05-09 13:28:
Sehr geehrter Herr Hahn!
Höflich ersuche ich Sie im Namen der vielen Österreicher, die noch an Fortschritt glauben, UM IHREN RÜCKTRITT:
Mit bestem Dank im voraus.
Elliot Leader, Imperial College London - Professor of Physics, 15-05-09 13:21:
Ever since I first visited CERN in 1959, I have been aware of the enormous positive contribution of the Austrian physicists there. It is hard to believe that Austria is contemplating such a retrogressive step at this time.
Patrick , - , 15-05-09 12:52:
Es ist einfach traurig wie ein Politiker in Österreich einfach mal so sagen kann, dass Österreich aus dem Projekt aussteigt.

Es doch wohl angebracht auch die Öffentlichkeit nach ihrer Meinung zu fragen, aber das passiert ja sonst auch in keinem Bereich... immerhin kommt das Geld ja schlussendlich vom Steuerzahler.

Ein Ausstieg aus CERN wäre eine Niederlage auf ganzer Linie. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, wenn wir uns nicht an diesem Projekt beteiligen wollen dann interessieren wir uns wohl für gar nichts mehr...
Adam Dr. med. univ. MMAS Andreas, St. Pölten - Lehrer, Psychotherapeut, Arzt, 15-05-09 10:01:
Ein Teilhaben am Erforschen von Technologien, welche imstande sind, bislang unumstößliche Axiomata zu revidieren, ist bei Weitem nicht nur aus wissenschaftlichen Prestigestreben heraus zu rechtfertigen. Vielmehr erscheint dieses auch aus kulturellem und ethischem Blickwinkel unumgänglich: Es bedarf in der Tat eines Maximums an Sorgsamkeit, mit derartig brisantem Wissen umzugehen. Ein historisch dermaßen außergewöhnliches Land wie Österreich kann und muss einen unverzichtbaren Brückenschlag zwischen abendländischer Wertetradition und neuer Wissenschaftlichkeit versuchen, um eine gesunde Balance zwischen unkontrollierter Expansion und behutsamen Bewahren zu gewährleisten.
Popat Patel, Montreal - physicist, 15-05-09 09:50:
I hear the dire news from my colleagues at McGill who are working at
LHC at CERN: Austria is pulling out of CERN!!
What is going on in Vienna-has your institute packed up doing HEP?
I find it strange that Austria as a 'small' founding member of CERN
-inheriting the mantle of Vicky Weisskopf and Walther Thirring in theory
and an equally good record in experiments at CERN (fixed targets, p-pbar
collider and now soon to engage in LHC) should be pulling stakes when
countries like Iidia and Canada are increasing their share in CERN and
when the new director is German speaking and international to an amazing
degree.
I am not directly involved in any CERN experiment at the moment but I
do expect a lot of CERN support in my next experiment-SUPERB at
Frascati.
Popat Patel, McGill University, Montreal
Wesley Smith, University of Wisconsin Madison - Professor of Physics, 15-05-09 09:44:
This is the time to for our Austrian colleagues to participate fully in the rich harvest of physics at the LHC after they have made so many valuable, innovative and leading contributions to the experimental program. I urge the Austrian Government to not deprive their citizens of the benefits of having their leading scientists fully engaged in one of the greatest voyages of scientific discovery.
Eric , - , 15-05-09 01:16:
The following is for assimilation of the counter argument before a decision re. petition signing..

Note that I support non lhc CERN research and the replacement of the lhc project, with diversion of its funding towards additional cosmic ray detectors.
_____

What method do CERN rely upon to interpret the decay of such mbhs'?

Answer: From the rapid decay rate they outline, they would be relying on the statistical mechanical 'canonical ensemble', which S Hawking has described in this way:

'the standard statistical-mechanical canonical ensemble cannot be applied when gravitational interactions are important'.
Don't believe me? See http://prola.aps.org/abstract/PRD/v13/12/p191_1

When do calculated results with the canonical method differ from the alternative available method?:

Answer: For mbhs.


In response to Rainer Plaga's utilisation of the alternative 'microcanonical' approach - which does recognise gravitational interaction with mbhs - what were the pro lhc responses?

Answer:

i CERN: Complete neglect the microcanonical statistical mechanics method.

ii Casadio et al 2009 (in arXiv): Reject consideration of the implications of parameters they had applied in an earlier (peer reviewed) paper (2002) giving upto 30yrs mbh lifetime, despite that the earlier parameters are still accepted in 2009 'as possible'.

iii Koch Bleicher Stocker 2008: Failure to consider, in their 'weak radiation' scenario, Plaga's 'Eddington limit' prospect, which would stongly limit the accretion rate, such that no early white dwarf collapse would occur.


What, finally do CERN and Koch et al use to rely on for reassurance?

Not the Answer: Theoretical calculations for earth giving too long time for accretion.
(These are acknowledged as based on too narrow parameters. CERN claim such alternative calculations would be irrelevant. Koch et al skirt around this. I would assume such parameters for danger could easily be found from both papers and from within their own accepted limits).

Answer: That too many longlived white dwarfs can be observed (8 according to CERN).
Christoph Dellago, Wien - Professor, Dekan der Fakultät für Physik, Uni Wien, 14-05-09 23:21:
Am CERN findet demnächst eines der aufregendsten Experimente unserer Zeit statt und die ganz Welt blickt mit Spannung nach Genf. Gleichzeitig beschließt man in Österreich aus dem CERN auszusteigen. Bleibt es bei dieser unverständlichen und kurzsichtigen Ausstiegsentscheidung, ist eine dauerhafte Schädigung des Rufes Österreichs in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft unvermeidlich. Wie Österreich unter diesen Umständen auch in Zukunft noch als zuverlässiger Partner in europäischen Projekten auftreten wird können, ist unklar. Die Teilchenphysik in Österreich, die auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurückblicken kann, wird mit der Entkoppelung vom CERN jedenfalls auf ein Abstellgleis gestellt. Dies ist besonders bedauerlich, da mehrere österreichische Universitäten der Teilchenphysik, insbesondere im Zusammenhang mit dem neuen Large Hadron Collider, einen wichtigen Platz in ihren Entwicklungsplänen eingeräumt haben. Bei einem CERN-Ausstiegs Österreichs scheinen exzellente Berufungen in der Teilchenphysik jedoch unmöglich, sodass die Entwicklung der Universitäten in diesem Bereich jäh gestoppt wird. Dass ein reiches Land wie das unsere sich eine CERN-Mitgliedschaft nicht mehr leisten will, ist sehr enttäuschend und kaum nachzuvollziehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Entscheidungsträger diesen drastischen Schritt nochmals überdenken und revidieren werden.
Sebastien RICHET, Vienna - Engineer -+International+organization+devoted+to+peace, 14-05-09 18:55:
Dear Sir or Madam,

CERN is an invaluable tool to understand the matter of physics from the tiniest particle to the entire universe, from the small energy to the highest one, bringing us from ignorance to knowledge.

As stated by so many Nobelpreistraeger this is a unique chance to gather knowledge that a country alone would never has.

Furthermore as reminded by one of them, Austria which is delivering quite a bit of equipment from CERN [Short sighed issue] will not be in a position to participate in the bids anymore.

As per my experience, Austria has many more scientist in CERN than it should get from a cost share perspective. When leaving the CERN, Austria would position itself in a situation where the country would never be able to achieve such a representation again.

Several entire fields of experimentation would suffer from such an idea, when already Austrian scientists feel the shame on their shoulder instead of their minister being ashamed.

I have been happy to see so many friends from Vienna University, from the Physic society, from the OeterreichKernTechnikgeselschaft (www.oektg.at) and from various institutes and intitutions in the world signing or writting in a large wave of support to keep Austria within CERN.

One more issue. As per some non physician individuals writting in those comments, I understand that based upon partial and biased information, judgment is difficult. Having seen this nonsense about blackholes and seen this fake information that the system was old and inefficient, I must encourage the same to go on CERN website (thanks to WWW invented at CERN 20 years ago -- a full success story, no?) and check the tag "Cerncourrier". Just ask to receive it (its science for free). You will not need to read all the technical details, read simply the inventions, improvements of knowledge for common people achived there every single month... I am convinced you will change your mind! This is not a joke www.cern.ch...

Finally many thanks again to the austrian for having me here in so good friendly conditions, and to the science and technical community for accepting me and my little knowledge at their conferences.

CERN: see it, learn it, love it!

Best regards

Sebastien
Licia Verde, Barcelona - Professor, 14-05-09 18:26:
I find the decision to withdraw from CERN, now that the fruits of the investments in LHC are beginning to be harvested, very short sighted.
In any epoch of recession it is wise to invest in science, education and innovation. These are not usually the biggest budget items, so cutting on them will not affect the bottom line significantly. However, investing in this items is an investment in the future. Just to give a simple, often neglected, example: How many young Austrians in the past decided to study scientific/technical subject because of the fascination with CERN and the science done there? what innovation, high tech development did they eventually give back to society? Can the effect of this in the economy integrated over the years be quantified?
Harold Yepes Ramirez, Valencia, Spain - PhD Student, 14-05-09 18:14:
Facilities like CERN are the "engine" of the technology development in the world. It doesn't have sense to dissapear it, stop it, or try to do it!, never...
Sebastien RICHET, Vienna - Engineer - International organization devoted to peace, 14-05-09 18:08:
Dear Sir or Madam,

I fully support your statement regarding the CERN issue.

If this is the fact of a politician showing up prior to the European election, this is already bad enough and he should be blamed to ask for such a nonsense.

If this is really a will to do it, then it is stupid. CERN has brought more to Austria since its creation than Austria will never put in it. Anyone of course knows about the World Wide Web, but fewer are concious that most of the scanners/radiotherapy/prothesis made of reinforced metals/and even some heart beat controller/stimulators were only possible thanks to such research as driven by CERN.

Not to mention many other aspects of science designed and developped by this great organization, not to mention either the magnet it is to gather the scientific community arround science and peace.

Such a provocation should not be done "in der Names Osterreich".

I hope the parlament will not be as stupid as this minister who should be sacked for such a speach when in charge of science!

Best regards to all, particularly to the Austrian science and technology community which has to fight every day in order to be able to work.

Best regards

Sebastien
Heinz Rosenkranz, Parndorf - Nachrichtentechniker, 14-05-09 17:48:
Der Beitritt zur ESO (Südsternwarte) im Vorjahr war ein kleiner Lichtblick für die Grundlagenforschung in Österreich. Und jetzt dieser dumme und peinliche Schritt, der Österreichs Ansehen in der wissenschaftlichen Welt nachhaltig schädigt.

Der Ausstieg Österreichs bei CERN ist in seiner Bedeutung vergleichbar mit einem Verzicht auf die Österreich-Domäne im WWW. Wer braucht eigentlich .at?

Petitionen (oder Proteste) sind in Zukunft an das www.bmwf.com zu schicken.
Bela Czuczor, 2522 Oberwaltersdorf - Techniker, 14-05-09 17:12:
1969 habe ich als technischer Mitarbeiter beim Institut für Hochenergiephysik in Wien meine Arbeit aufgenommen und in den folgenden mehr als 30 Jahren oftmals Gelegenheit gehabt in CERN/Genf mitzuarbeiten. Es waren beeindruckende, lehrreiche Erfahrungen und Kontakte. Es erfüllt mich mit Wehmut, wenn nun wegen läppischer 20 Mio Euro derartige machtpolitische Spielchen betrieben werden und damit auch der Ruf Österreichs immens geschädigt wird. 20 Millionen Euro sind für den einzelnen Österreicher viel Geld, für Österreich als Staat, angeblich einer der reichsten der Welt, eine Lappalie. Rund 10 Mio Euro geben unsere Parteien ÖVP, SPÖ usw. alleine für den EU-Wahlkampf aus und man könnte noch viele, viele Beispiele aufzählen. Meine Frau, ein technisches Nackedei, war nach einigen CERN-Besuchen und der Besichtigung und Erklärung des Teilchenbeschleunigers so fasziniert, daß sie immer wieder voll Begeisterung über die dort durchgeführten Experimente spricht und in vollste Begeisterung gerät.
Sollte es wirklich zu einem Austritt Österreichs beim CERN kommen, wäre dies mit Sicherheit zum Nachteil Österreichs, seiner Wirtschaft, der Forschung und auch der Möglichkeiten junger Menschen in Wirtschaft und Forschung . Herr Minister Hahn sollte seinen Rücktritt anbieten. Wie soll man sich bei einem solchen ÖVP-Minister noch mit dieser ÖVP identifizieren ? Bela und Eva Czuczor
Stefan Kostner, Wien - Univ. Assistent, 14-05-09 16:34:
Der Zeitpunkt des Ausstiegs, die Kurzfristigkeit der Entscheidung sowie das nicht-Einbeziehen von Fachleuten lässt darauf schließen dass es sich hier nicht um eine Sparmaßnahme sondern um eine gezielte politische Aktion zur längerfristigen Umverteilung von Ressourcen handelt. Es drängt sich der Verdacht auf dass es nicht nur um die kolportierten 16 oder 20 Mio. geht. Wenn man sich die Wortmeldungen einiger prominenter Vertreter der heimischen Forschung sowie das Ausbleiben einer Stellungnahme seitens der Akademie der Wissenschaften (als Hauptbetroffene) vor Augen hält wird schnell klar wer die Finger im Spiel hat.

Als kleiner Strampler (Ph.D. Student) kann ich beobachten dass jedes Forschungsprojekt, jedes Institut sowie viele Mitarbeiter in der Forschung sich einem aufwändigen Review Verfahren stellen müssen. Das ist gut so! Um so unverständlicher erscheint die Tatsache dass eine so weitreichende Entscheidung wie das Kündigen der Mitgliedschaft bei CERN keiner derartigen Evaluierung durch Experten bedarf.

Schade um den Forschungsstandort.
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 14-05-09 15:52:
Auch dessen Absatz 7 - man beachte: Member States - ist interessant:

<<<
The Laboratories shall co-operate to the fullest possible extent with laboratories
and institutes in the territories of Member States within the scope of their
programmes of activities. So far as is consistent with the aims of the Organization,
the Laboratories shall seek to avoid duplicating research work which is being carried
out in the said laboratories or institutes.
>>>

Fraglich ist auch, ob es aus Zeiten des alten Artikel II Absatz 4 (gültig bis ca. 1972) :

<<<
Any supplementary program shall be submitted to the Council referred to
in Article IV and shall require approval by a two-thirds majority of all the Member
States of the Organization.
>>>

noch weitere Programme gibt; vgl. dazu den neuen Artikel II Absatz 5:

<<<
Any change to the definition of a programme shall require approval by the
Council by a two-thirds majority of all the Member States.
>>>
Damit, durch diese Änderung ist meines Erachtens durchaus eine zeitliche Begrenzung zum Ausdruck gebracht worden.

Im Einklang damit steht, dass auch dann aufgelöst werden soll, wenn weniger als fünf Mitglieder übrig sind:

Wenn es aus den bestehenden Programmen nichts Neues mehr rauszuholen gibt, dann geht man, was schließlich zur Auflösung führt.
Silvio Pallua, Zagreb-Croatia - university professor, 14-05-09 15:38:
Cern is a unique place where
1)knowledge on most fundamental questions of physics is developed
2)where top high technology knowledge is enlarged and freely disseminated
3) which is truly international where individual scientists from all parts of the world and cultural backgrounds participate
4)where work od Austrian scientists through decades was built in.

It would present an indeed great error to withdraw Austrian presence from CERN and it would be also apsurd just a year or so before LHC will start to run and hopefully produce new knowledge.
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 14-05-09 15:37:
Hier nochmals der Link zum offenen Brief Hahns:

http://derstandard.at/?id=1241622690199

ohne Klammer ).
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 14-05-09 15:33:
Zitieren möchte ich noch Absatz 1 des Artikel II des Cern-Abkommens:

<<<
The Organization shall provide for collaboration among European States
in nuclear research of a pure scientific and fundamental character, and in research
essentially related thereto. The Organization shall have no concern with work for
military requirements and the results of its experimental and theoretical work shall
be published or otherwise made generally available.
>>>

Auf der offiziellen öffentlich zugänglichen (!) Homepage des CERN finde ich nichts an Theoretischem oder Experimentell-Resultierendem.
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 14-05-09 15:28:
Der Zweck des CERN ist in Artikel II des CERN-Abkommens geregelt.

Was mich dabei besonders interessieren würde, ist, ob dieser LHC, von dem alles spricht, mit dem proton synchrotron for energies of about three hundred gigaelectronvolts (Artikel II Absatz 3 litera c) ident ist, oder aber mit jenem for energies of six hundred million electronvolts (leg cit litera a).

Wenn nämlich, was ich vermute, litera c zutrifft, dann ist der Zweck des CERN mit der Aufnahme der Arbeit dieses synchrotron so gut wie errreicht, weshalb Hahn wohl vom Auslaufen spricht.

Die Frage, die sich allerdings stellt, ist eine, die ich als Nicht-Physiker nicht beantworten kann: Wie lange muss dieses Synchrotron Ding in Betrieb sein, ehe man alles erforscht hat, was es dabei experimetell zu erforschen gibt. Ist das mit einer Kollision getan, oder braucht es da mehrere, Tausende etc.

Dass Hahn in seinem offenen Brief (http://derstandard.at/?id=1241622690199) betont, dass das CERN lediglich einen Teilbereich der Physik abdecke, halte ich für irreführend, ist doch dieser Bereich, nämlich der der Kern- und Teilchenphysik gleichsam die Basis für alles andere in der Physik.

Ist meine Vermutung, wonach der Zweck bald erreicht und ein weiteres Bestehen von CERN (in dieser Form) obsolet sein wird, zutreffend, dann stellt sich die Frage, ob Österreich nicht dabei sein will, wenn es an die Liquidation von CERN geht, die in Artikel XIV des CERN-Abkommens geregelt ist und vorsieht, dass ein sich ergebender Erlös auf die dann aktuellen Mitglieder aufzuteilen ist.

Die Frage ist nun, ob nicht vielmehr enorme Kosten entstehen, bei der Beseitigung all dieses Schrotts: die Frage ist ernst gemeint!

Verkompliziert wird die Liquidation jedenfalls durch den Umstand, dass das Betriebsgebiet von CERN auf schweizer und auf französischem Boden liegt, selbst dann, wenn diese beiden Länder bilateral bestimmt haben, dass lediglich die Schweiz liquidieren soll, was freilich durch die später erfolgte Anpassung des Artikel I Absatz 2 des CERN-Abkommens einigermassen ausgehöhlt worden ist.
Friedrich Kröner, Infineon Technologies Austria AG - , 14-05-09 14:35:
Sehr geehrter Herr Minister Hahn!

Auch ich habe am CERN promoviert, so ca. im Jahr 1980, bin allerdings dann in die heimische Industrie gegangen. Zu dieser Zeit hatten wir einmal eine Sommerschule in Kupari, südlich von Dubrovnik. Es war ein wunderschönes Hotel in einem duftenden Garten an einer herrlichen Bucht der Adria. Dort lernten wir erstmals vom damals geplanten, grossen Beschleuniger. Es war dies die einzige Gesellschaft, die völlig frei von völkischen Vorurteilen und Rassismus war. Niemand ist auf die Idee gekommen, seinem Mitmenschen etwas wegzunehmen, ihn zu übervorteilen, oder wegen seiner Herkunft zu bevorurteilen. Nicht einmal internationale Unternehmen wie Infineon schaffen heute so eine Völkerverständigung wie sie damals schon im CERN Realität war.
Am untersten Ende der Skala ist wohl die reale, europäische Politik: Unlängst war ich wieder in der Bucht von Kupari. Das Hotel zerschossen, geplündert, der Garten verwildert, und das alles auch unter anderem deswegen, weil die Vertreter der regierenden Parteien von Deutschland und Österreich mit ihren Waffenlieferungen an die damals schwächere Kriegspartei den Krieg technisch überhaupt erst
möglich gemacht haben.
Ich finde, die Politik kann sich ein Vorbild am CERN nehmen. Sie hinkt in menschlicher Grösse der internationalen Forschungsgemeinschaft weit, weit hinten nach.
Ich habe im und vom CERN sehr viel gelernt. Es ist meine Hoffnung, dass Sie davon auch noch etwas lernen werden.

Mit freundlichen Grüssen
Dr. Friedrich Kröner
Anna Ballanti Neufeld, - Informatikerin/Philologin, 14-05-09 14:08:
CERN ist nicht nur Physik!
Ich habe einige Jahre bei der Informatikabteilung des CERN als "staff member" gearbeitet. Abgesehen von den anregenden Projekten an denen ich beteiligt war, habe ich das Leben in der Internationalen "CERN community" absolut fantastisch gefunden. Man hat dort Kontakte mit allen möglichen Nationalitäten, einen internationalen Freundeskreis, man trinkt Kaffee mit unglaublichen Leuten, wie z.B. den Erfindern des World Wide Web. Junge Leute können beim CERN eine ganze Menge hochinteressante technische Sachen lernen und alles an Spitzenniveau. Nicht nur das, auch für (Ehe-) Partner und Kinder gibt es CERN Clubs und sogar ein Kindergarten! Mein Töchterlein hatte auch seine internationalen ?Krabbelfreundchen?.
Ich hätte fast vergessen zu sagen, dass ich Italienerin bin. Die interessierten jungen ÖsterreicherInnen dürfen sich beim Wissenschaftsminister recht herzlich dafür bedanken, dass sie das wahrscheinlich nie erleben werden können!
Martin Bauer, Wien - Selbständig, 14-05-09 13:47:
Falls Sie heute im Boulevad nach Stellungnahmen zum CERN-Austritt Österreichs suchen, werden Sie nicht fündig. Vielleicht sollte HEPHY alle vorliegenden Postings an Herrn Dichand - immerhin Österreichs fleissigster Leserbriefschreiber - weiterleiten.
Vielleicht hilft ein Anruf von Onkel Dichand bei seinem Neffen um Herrn Hahn zur Vernunft zu bringen. Denn anscheinend funktioniert derzit in Österrich die Politik nicht anders. :-)
Hubert Reisenauer, Kaltenleutgeben - Freiberufler, 14-05-09 12:30:
nach Erhalt eines nichtssagenden Schimmelbriefes aus dem Büro Hahn:

Sehr geehrter Herr Zotti,

vorweg besten Dank für Ihr email mit dem Serienbrief des Herrn Bundesministers Hahn.

Jedoch beantwortet dieser Standardbrief nach meiner Auffassung keine meiner an Herrn Hahn gerichteten Fragen.

Ich möchte daher nochmals dringend um Stellungnahme ersuchen, mit welcher Begründung
- einerseits Ausgaben für wichtige Forschungseinrichtunegn (CERN) storniert werden
- andererseits Ausgaben für 'Öffentlichkeitsarbeit' der Ministerien in noch höherem Ausmass offensichtlich kein Problem darstellen.

Eine seriös sorgfältige Haushaltsführung sollte meines Erachtens (wenn man sich offensichtlich nur mehr eine der beiden Ausgaben leisten kann) jedenfalls zugunsten der Forschung handeln.

Bitte würden Sie mir eine begründete Stellungnahme zukommen lassen, warum dies gegenständlich von Hr. Hahn genau nicht gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Neufeld, Wien - Professor für Theoretische Physik, 14-05-09 11:59:
Nur wer jemals selbst die Gelegenheit hatte, die unbeschreibliche Atmosphäre zu erleben, die in diesem weltweit einzigartigen Laboratorium herrscht, kann im vollen Umfang ermessen, welche phantastischen Ausbildungsmöglichkeiten, Zukunfts- und Karrierechancen in Hinkunft - wenn es nach dem Willen des Wissenschaftsministeriums geht - unserer eigenen Jugend verschlossen bleiben sollen! Das betrifft nicht nur zukünftige Teilchen- und Kernphysiker/innen, sondern darüber hinaus - in fast noch größerem Ausmaß - auch die verschiedensten technischen Disziplinen (Beschleunigerbau, Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Supraleitung, Kältetechnik, Medizintechnik, etc.).

Bis jetzt konnte die schockierte Öffentlichkeit nur rätseln, was der tasächliche Beweggrund für den überraschend angekündigten CERN-Austritt Österreichs ist, dies umso mehr, als Minister Hahn noch vor wenigen Monaten die österreichische CERN-Beteiligung als vorbildliche internationale Kooperation über den grünen Klee gelobt hatte. Die zunächst vorgeschobenen finanziellen Probleme
waren ja nicht wirklich nachvollziehbar: Österreichs derzeitiger Jahresbeitrag bei CERN beträgt 2 Euro pro Person, das gesamte (gegenüber dem Vorjahr sogar um um 15% erhöhte) Wissenschaftsbudget beläuft sich auf
etwa 425 Euro pro Person.

Doch seit der letzten Aussendung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ist das Rätsel gelöst: Ein akuter Anfall von Bindungsangst hatte den Minister erfasst - "Zwangsehe" ist jetzt das Zauberwort.

Der Krisensitzung "da oben" haben sich jetzt nach Ludwig Boltzmann, Erwin Schrödinger, Wolfgang Pauli, Viktor Franz Hess, Lise Meitner, Marietta Blau,
Hans Thirring, Paul Ehrenfest, Bruno Touschek, Victor Weisskopf und Julius Wess auch Sigmund Freud, Alfred Adler und Viktor Frankl als Experten angeschlossen.

Quo vadis Austria?
Eva , Wien - Mutter, 14-05-09 09:43:
Na bravo! Unmissverständlicher als der CERN-Generaldirektor heute im Standard zum Ausdruck bringt, was mit den Österreichern nach einem Austritt passieren würden, nämlich dass sie weg vom Fenster wären, geht ja nicht mehr! Und ich finde, er hat Recht!
Wie soll man mit Wissenschaftern eines Landes kooperieren, dass den, mit Verlaub, Nebbichbetrag von 16 Mio einsparen "muss", weil Abfangjäger und deren Piloten durchgefüttert werden müssen, weil man die Verschrottung von alten Autos finanziell unterstützen will, usw....
Ich halte die Entscheidung des Wissenschaftsministers, aus einem der größten Experimente der Gegenwart auszutreten für falsch, kurzsichtig und ignorant!
Mir graust vor der Zukunft meiner Kinder in einem Land, wo eindeutig an der falschen Stelle gespart wird! Hauptsache, wir sitzen alle in neuen, von der Regierung zum Teil gesponserten Autos!
birgit eitelberger, wulkaprodersdorf - angestellte, 14-05-09 09:42:
Ich hatte einen Traum!
Mein Vater war 40 Jahre im Wiener Instutut für Hochenergiephysik tätig und ich erfuhr so viele interessante Dinge von ihm. Die Filme, die er mir über den CERN zeigte waren besonders beeindruckend für mich. Ich fand es toll, das das kleine Österreich bei so wichtigen Experimenten in führender Position dabei sein kann. Als meine Mutter nach einem CERN Besuch von der Beschleunigeranlage erzählte war meine Faszination grenzenlos. Dann träumte ich von Protonen und Elektronen , Kollisionen und einem Miniurknall. Im Traum erschien mir eine Fee, die mich fragte ob ich mir etwas wünsche. Ich antwortete spontan, ja eine Gans, die goldene Eier legt. Doch als ich aufwachte war da nur ein Hahn der uns Österreichern ein Kukuksei gelegt hat. Es ist noch nicht zu spät Herr Minister, werden Sie vorstellig beim Bundespräsidenten und bitten ihn, Sie als Wissenschaftsminister abzuberufen. Er wird es sicher verstehen, für Sie findet man sicher einen Versorgungsposten wo Sie Österreich nicht schaden können.
Adzic Petar, CERN physicist - Belgrade, Serbia, 14-05-09 08:58:
I cannot believe that Austria wants to neglect and ignore everything what its scientists have done so far being involved in CERN projects for decades. It is even harder to believe that one country will leave its scientists, particularly Ph.D. students, who have taken various responsibilities within LHC experiments thus eagerly waiting for the first LHC data in order to work on completion of their Ph.D. theses or to continue doing what they have been doing up to now in preparation for the real data from LHC.
Unbelievable indeed!!
Richard Roberts, Ipswich, MA,+USA - 1993 Nobel+Laureate+in+Physiology+or+Medicine, 14-05-09 04:29:
I find it strange that Austria would choose this moment to pull out of CERN, when it stands at the brink of making some momentous new discoveries. Since Austria has supported it since its birth this seems like a repudiation of all the good science that has been carried out there and an insult to the eminent physicists who have worked over the years. I would urge the Austrian government to reconsider this ill-advised decision.
Anna Wonaschütz, Tucson - PhD student, University of Arizona, 14-05-09 02:14:
Das sind ja schöne Neuigkeiten aus der Heimat! Gut zu wissen, wie viel Wert von politischer Seite auf Grundlagenforschung gelegt wird. Macht richtig Lust auf's Zurückkommen...

Ach ja, schon was von "brain drain" gehört?
Peter Poier, Wien - Physik Student, 14-05-09 01:57:
Vor einem halben Jahr hat man im Wissenschaftsministerium die österreichische Beteiligung am CERN noch mit ganz anderen Augen gesehen:

Dieser Bericht stammt von der Seite des Ministeriums: http://www.bmwf.gv.at/submenue/presse_und_news/news_details/cHash/5910c2cb04/article/cern-hahn-gratuliert-zum-erfolgreichen-start-des-lhc/newsback/34/?tx_ttnews[pointer]=6

11.09.2008
CERN: Hahn gratuliert zum erfolgreichen Start des LHC

Bundesminister Johannes Hahn gratuliert den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) zu ihrem erfolgreichen Start des Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadrigon Collider). Hahn gratuliert dem designierten Generaldirektor Heuer und seinem Team zu diesem überaus gelungen Start: ?Ganz besonders freue ich mich über die starke österreichische Beteiligung an den verschiedenen Teilprojekten dieses größten Experiments der Wissenschaftsgeschichte!?

Dieser ?historische Moment?, so Forschungsminister Hahn weiter, ?ist ein eindrucksvoller Beweis für die Schlagkraft der Grundlagenforschung und der darin innewohnenden Bedeutung für die technologische Weiterentwicklung?. Hahn sieht sich daher in seiner Forderung nach einer stärkeren Dotierung der Grundlagenforschung bestärkt und verweist in diesem Zusammenhang nochmals auf die im Frühjahr 2008 erfolgte Mitgliedschaft bei der ESO (European Southern Observatory). ?Österreich?, so Forschungsminister Hahn resümierend, ?hat schon früh die Bedeutung des CERN erkannt und mittels eines gut dotierten Stipendienprogramms für ausreichenden österreichischen Nachwuchs in diesem Tempel der Physik gesorgt.?


Sehr geehrter Herr Minister, heute fürchten Sie den ?Tod jeder Erneuerung? und sehen sich daher gezwungen aus CERN auszutreten. Dank Ihrer konsequenten Politik wird man sich auf Österreich in Zukunft genauso hundertprozentig verlassen können wie auf Ihr Wort!

Hochachtungsvoll,
Peter Poier (Physik Student an der Uni Wien)
Heinz Kabelka, Universität Wien - Physiker, 13-05-09 23:40:
Ich halte es ist für ein Armutszeugnis der
derzeitigen Regierung aus kleinlichen Spargründen aus der Mitgliedschaft einer prestigeträchtigen wissenschaftlichen Vereinigung auszutreten.
Es kostet Oesterreich etwa 20 Millionen EUR im Jahr dabei zu sein, was bei einem Budgetdefizit von knapp 3 Milliarden EUR gerade 0,6% ausmacht!
Dabei heiszt es doch immer
Investitionen in die Wissenschaft hätten Vorrang, aber leider erkennt man bei der
Teilchenphysik nicht so leicht unmittelbare
Anwendungsmöglichkeiten. Das scheint aber zur Zeit vielen Politikern das
wichtigste zu sein. Dabei haben Technologien die beim CERN entwickelt wurden sehr wohl schon Anwendungen in veschiedensten Gebieten gefunden, wie z.B. im Gesundheitswesen und der Klimaforschung.
Ich hoffe, dass sich diese falsche Entscheidung unseres Wissenschaftsminister Johannes Hahn noch revidieren lässt, und Österreich nicht als wissenschaftliches Entwicklungsland endet.
Barbara Faast - Kallinger, Wien - Physik-Lehrerin, 13-05-09 22:43:
Mag.Barbara Faast
Schulzentrum Mater Salvatoris
Kenyongasse 4-12
1070 Wien

Offener Brief an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
Dr.Johannes Hahn
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5 , 1014 Wien

Wien , am 13.Mai 2009

Sehr geehrter Herr Bundesminister !

Vorerst möchte ich in diesem Rahmen meine Solidarität mit allen Personen , die an der Fortsetzung der Beteiligung Österreichs am CERN interessiert sind , zum Ausdruck bringen.

Mit großer Bestürzung habe ich zur Kenntnis genommen , dass die Bundesregierung unter Ihrer Zuständigkeit beschlossen hat , mit Ende 2011 aus dem Europäischen
Teilchenbeschleunigerzentrum CERN auszutreten.
Mit solchen Maßnahmen jagt man überaus fähige Wissenschaftler aus dem Land bzw. demotiviert jene Angehörige einer geistigen Elite, die bereit sind , auch weiterhin in unserem Land im Bereich der Naturwissenschaften zu forschen.

Den Rückmeldungen namhafter Persönlichkeiten aus dem Bereich der Physik zufolge haben Sie zudem bedauerlicherweise den Weg gewählt , die von der Entscheidung unmittelbar Betroffenen nicht vorher zu konsultieren , sondern diesen beabsichtigten Schritt zu allererst in den Medien anzukündigen.
Diese Vorgangsweise ist uns Lehrern leider nur allzu bekannt , wurde sie doch schon von der derzeitigen Unterrichtsministerin (und auch ihrer Vorgängerin) praktiziert.


Ich unterrichte mit großer Begeisterung schon viele Jahre Physik und hatte im Vorjahr das Glück , einen Seminartag mit österreichischen Wissenschaftlern verbringen zu dürfen , die mit dem CERN zusammenarbeiten. Dieses Seminar war in kürzester Zeit ausgebucht.
Von den Eindrücken , die ich an diesem Tag sammeln konnte, zehre ich heute noch.

Die Atmosphäre dieses einen Tages hat mir außerdem hautnah verdeutlicht , wie wichtig es ist , breite internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung zu ermöglichen.
Nur das Zusammenwirken so vieler kluger,hochkreativer und hochmotivierter Pioniere garantiert auch weiterhin wissenschaftlichen Fortschritt.

Daher möchte ich , sehr geehrter Herr Bundesminister , mit größtem Nachdruck an Sie appellieren , die Entscheidung betreffend Austritt Österreichs aus dem CERN wieder rückgängig zu machen und damit auch weiterhin der Hoffnung auf eine gute Zukunft für die Wissenschaft Raum zu geben.

Hochachtungsvoll

Mag.Barbara Faast
Georg Simbrunner, - , 13-05-09 21:08:
Es ist eine Schande, wie ein wichtiges (europäisches) Projekt der Grundlagenforschung der österreichischen Kleinkariertheit zum Opfer fällt!
Selbst wenn man den Wert der Grundlagenforschung durch mangelnden Weitblick nicht wahrnehmen kann, so sollte doch soviel ökonomisches Kalkül bei Minister Hahn vorhanden sein, um zu sehen, dass derzeit der ungünstigste Zeitpunkt ist, um aus dem CERN auszusteigen, zumal die Experimente am LHC jetzt erst anlaufen, den Österreich mitfinanziert hat!
Das soll mir bitte Minister Hahn schlüssig erklären!
Alexander Burker, TU Wien - Student, 13-05-09 20:25:
erst die forschungsgelder kürzen, dann aus CERN aussteigen.
heiliges wasser bekommt eine auszeichnung für wissenschaft und die echte forschung bleibt auf dem eis liegen. österreich, was tun deine minister dir nur an?!
Ludwik Turko, Wroclaw, PL - Professor, 13-05-09 20:14:
CERN is one a few European laboratories having a word-leading position. That is an example of a fruitful collaboration of European countries in the field of basis researches. It seems as the Austrian government tried to deny the long tradition of its own country in the field of physics. This is not in the interest of Austria, this is not in the interest of Europe, this is not in the interest of science.
Rui Brito, San Francisco, CA - , 13-05-09 19:53:
It's sad to read the news about Austria's pullout, especially now when we all eagerly anticipate the LHC activation. I understand that Austria is spending quite a bit of its science budget in this project, but a complete pullout seems unwarranted. I'm sure a budgetary renegotiation would make things easier for Austria and still keep it involved in the world's largest and most important experiment.
Helmut Vogel, Pittsburgh, USA - Physiker, 13-05-09 18:00:
Die oesterreichische Regierung sollte sich
die Rede Obamas vor der "National Academy of Sciences" zu Gemuete fuehren,
als Musterbeispiel politischer Weitsichtigkeit:
http://www.sciencedebate2008.com/www/index.php?id=65
Gerhard Ecker, - Physiker, Univ. Wien, 13-05-09 17:46:
Eine überwältigende Zwischenbilanz: wir stehen bei knapp 17000 Unterschriften für die SOS-Petition. Selbst wenn wir den Beitrag unserer Freunde aus dem Ausland berücksichtigen, ist das ein fast unglaubliches Ergebnis für ein Wissenschaftsthema. Dieses Land hat einen besseren Wissenschaftsminister verdient.
Gerald Grenier, Lyon, France - researcher/university teacher, 13-05-09 17:28:
CERN has been an institution succeeding to make western and eastern researchers work together during cold war, succeeding to make iranian and israelian researchers work together today.
Why would Austria would reduce significantly its participation into such an institution now. The only reason I can see is that Austria is about to run bankruptcy.
I strongly urge Austrian government to reconsider its position on this subject : this woul be a very bad sign for Austria both regarding to peace and to the current strength of its economy.
Elmar Voggenhuber, Wien - , 13-05-09 16:48:
Offensichtlich uebersteigt die Dimension dieses Projekts Hahn's Mikrokosmos. Von "Wissensgesellschaft" ist immer die Rede - und dann schleicht man sich - wg. einer im Verhaeltnis laecherlichen Summe - aus einem der bedeutendsten Projekte, die die Wissenschaft je in Angriff genommen hat. Diese Kleinkariertheit ist derart erbaermlich, dass es zum Himmel stinkt - es ist ein Bekenntnis gegen die Wissensgesellschaft, gegen interkulturelle Zusammenarbeit und gegen die Weiterentwicklung unseres geistigen Horizontes. Darum ist diese Entscheidung auch hoechst undemokratisch, denn ich glaube, dass diese aus den genannten Gruenden auch nicht eine im Sinne der oesterreichischen Bevoelkerung ist. Vom Image-Verlust und der "Vorbildwirkung" - es veranlasst vielleicht auch andere "aermere" Laender aus dem Vertrag auszusteigen - rede ich noch gar nicht... schoenes Vorbild! Hier werden Fehlentscheidungen von inkompetenten, bornierten Politikern getroffen - das ist blamabel und traurig!
Gherardo Piacitelli, SISSA - Trieste - research contractor, 13-05-09 16:40:
When I first read the new, I thought of a hoax. It's simply unbelievable! I hope this will be stopped. Science is both our future, and a booster for global cityzenship. This is not at all a purely national matter!
Guenther Dissertori, ETH Zuerich - Professor, 13-05-09 16:07:
Da ich in Oesterreich Physik studiert habe, und dank oesterreichischer Unterstuetzung (Doktorandenprogramm am CERN) meine Karriere beginnen konnte, bin ich speziell ueber diese Entwicklung bestuerzt. Das Vorhaben des Ministers, und die Art und Weise, wie es zur Entscheidung und deren Kommunikation kam, sind fuer mich ganz einfach unverstaendlich. Ich kann nur dringend an die zustaendigen Stellen appellieren, das Ganze nochmals gruendlich zu ueberdenken. Die internationale Reputation und Glaubwuerdigkeit Oesterreich's als Partner in wissenschaftlichen Kooperationen steht auf dem Spiel.
Margit Dirnberger, Krems - Organisationsassistentin, 13-05-09 15:44:
CERN hat nachweislich viele Erfolge zu verbuchen - hierbei einsparen ist absolut unverständlich und mich absolut nicht nachvollziehbar! Ich habe den Link zur Petition weitergeschickt!
Die besten Wissenschaftler der Welt bei CERN, unsere Wissenschaftler sollten daran weiterhin mitwirken können, deswegen sollte Österreich weiterhin ein CERN - Mitglied bleiben! MD
Roberto Longo, University of Rome Tor Vergata - Professor, 13-05-09 15:26:
Austria has long been one of world leader countries concerning Culture and Science. To continue its CERN membership is very important to continue its high rank scientific status.
Herwig Madl, Wien - Physiklehrer, 13-05-09 15:14:
Als Hauptschullehrer für Physik habe ich im jetzigen Schuljahr versucht meinen SchülerInnen die Bedeutung und Funktion des CERN und des LHC näher zu bringen. Der Höhepunkt war der Besuch der Ausstellung in Wien.
Obwohl in dieser Altersgruppe (11-14) die Teilchenphysik nicht zum Standardprogramm gehört, ist es mir trotzdem gelungen eine gewisse Begeisterung und Interesse zu wecken. Heute fragen mich meine Schüler ob die Teilchenphysik doch nicht so wichtig ist. Als Lehrer ist es nicht immer leicht seinen Bildungsauftrag zu erfüllen, wenn die launische Politik Bildung und Bedeutung täglich neu definiert.
Gábor Békés, - , 13-05-09 15:10:
Dear Johannes Hahn, Dear Fellow CERN Supporters!

"Society welcomes the gifts of science, but rejects its methods." - Carl Sagan

I believe that science is the basis for our modern day culture. It enables us to live to our fullest potential, both as individals and societies. It frees us from hard and dangerous work, as well as outdated beliefs. The scientific method is the only idea in the history of man to have such vast achievements and positive effects on human life. Only by spreading it's use and acceptation can we grow up the the challenges of our rapidly changing age.

Only 21 years passed from the invention of Schrodinger's equation to the invention of the transitor. We may not yet know where CERN's results find their use. But only if they broaden, deepen and unify our understanding of nature, it was well worth it.

Dear Mr Hahn, i ask you to reconsider your decision.

PS: Even Bulgaria can afford her membership.
Hilmar Winter, Wien - Chemiker, in Pension, 13-05-09 14:47:
?Banken werden toll saniert, doch für CERN wird nichts spendiert!?

Eines der ?reichsten? Länder der Welt ist es aus Kostengründen n i c h t wert beim wichtigsten Forschungsprojekt unserer Tage dabei zu sein. Es ist eine Schande!
H. Winter.
Sabine Kraml, - Physikerin, 13-05-09 14:43:
Es ist einfach unglaublich, dass ein Betrag von 16 Mio Euro (laecherliche 0,47% des BMWF Budgets!) zu einer entweder-oder Entscheidung zwischen CERN und ESFRI Projekten fuehren kann. Da muss es doch einen anderen Loesungsweg geben. Weder das eine noch das andere kostet so viel, dass Oesterreich sich das nicht leisten koennte. Verglichen mit anderen Budgetposten geht es hier um Bagatellbetraege! Und dafuer soll etwas derart Wertvolles wie die CERN Mitgliedschaft gekippt werden? Armes reiches Oesterreich, welchen Zeiten gehst du entgegen.
Alexander Mayer, - , 13-05-09 14:07:
for a AT-CERN membership
Edmund Widl, Wien - Physiker (HEPHY), 13-05-09 14:03:
Das ganze ist echt traurig. Wenn die CERN-Mitgliedschaft knapp weniger als 0,5% des gesamten Budgets des BMWF ausmacht, und gleichzeit 70% des Topfes für internationale Forschungsprojekte, dann bedeutet das, dass dafür solche Projekte insgesamt nur etwas mehr als 0,8% aufgewendet werden? Aber dann ist ja wohl kaum der CERN-Mitgliedsbeitrag das Problem, sondern dass offensichtlich dieser Topf (absichtlich) aberwitzig klein budgetiert wurde. Tatsächlich ein tolles Signal für die Grundlagenforschung in Österreich ...
Martin Bauer, Wien - Selbständig, 13-05-09 12:37:
Sehr geehrter Herr Zotti!

War ich bis vor 5 Minuten überzeugt, dass es nicht schlimmer kommen könne, so muss ich diese meine Meinung hiermit revidieren. Das Schreiben stellt eine Bankerotterklärung der österreichischen Forschungspolitik dar.
Nachstehend finden Sie den Text meines email an den Herrn Bundesminister.
Mehr kann man dazu leider nicht sagen.

Mit freundlichen Grüßen

M.Bauer


Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Bitte gehen Sie zu Ihrem Bundeskanzler und ersuchen Sie ihn, die Inserate der öffentlichen Hand an die Fellners und Dichands einzustellen und diesen Betrag für Ihr CERN-Budget zu verwenden.

Das ? noch vorhandene ? intellektuelle Österreich würde es Ihnen ausnahmslos danken!

Zeigen Sie ein Mal in Ihrem Leben Rückrat

Stellen Sie die Austrittsüberlegungen ein.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Bauer
Mitterfeldgasse 3-16-5
1110 Wien
513 38 07


Am 13.05.2009 12:04 Uhr schrieb "Zotti Stefan" unter <Stefan.Zotti@bmwf.gv.at>:


Sehr geehrte Damen und Herren!
Beiliegend übermittle ich Ihnen, in Beantwortung Ihres Mails an Herrn Bundesminister Hahn einen offenen Brief des Herrn Bundesministers betreffend die Beendigung der österreichischen Mitgliedschaft am CERN.

Mit freundlichen Grüßen,

Stefan Zotti

Dr. Stefan Zotti, M.E.S.
Büro des Bundesministers Dr. Johannes Hahn
***********************************************************************
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Tel.: (+43) 01/53120-9015
Fax: (+43) 01/53120-9099
Mobil: (+43) 664/610 93 45
E-Mail: stefan.zotti@bmwf.gv.at
http://www.bmwf.gv.at <http://www.bmwf.gv.at/>
Keine Lust auf lange Behördenwege?
Jetzt Bürgerkarte freischalten lassen unter www.studi.gv.at <outbind://13/www.studi.gv.at>
Harald Grosse, Wien - Univ Prof, 13-05-09 11:39:
Undenkbares ist passiert. Seit meinen ersten CERN Besuchen (vor mehr als 30 Jahren) genoß ich die Internationalität, die Offenheit und die vielen Kontakte und Impulse die von diesem EUROPÄISCHEN Projekt ausgehen. Hier gibt es die großartigsten Resultate der Quanten(-feld)theorie.

Meine Begeisterung für diese Forschung übertrug sich auf eine große Zahl von StudentInnen, die in einem breiten Feld tätig sind, und hält bis heute an! 17 Jahre (unentgeltliches) Engagement und viele Gäste am Erwin-Schrödinger Institut resultierten.

Jetzt werden die großen Schritte zum Higgsteilchen, zur Supersymmetrie und vielleicht zur Erklärung der dunklen Materie angegangen. Dabei sollen wir nur Beobachter sein?

Als ich Julius Wess (mit Bruno Zumino ?Erfinder? der Supersymmetrie) nach einem Herzinfakt im Spital besuchte, fragte er: ?Was wird am LHC gemessen??

Die enormen Reaktionen von so vielen Persönlichkeiten zeigen die Tragödie auf. Wie kann ich dies bei meinem nächsten CERN Besuch (im August) erklären. Ich bin fassungslos.

Ich hoffe noch auf ein Umdenken der politischen Entscheidungsträger.



Harald Grosse
heinrich badhofer, steyr - , 13-05-09 11:20:
Grundsätzlich ist der Forschungstrieb der elementarste Trieb unseres Vorhandenseins. Auch die Evolution bringt ständige neues hervor, indem sie ständig neues ausprobiert und altes auslaufen lässt. Doch die Evolution vergisst nicht das Vorhandene. Die weltweite Forschung steht im Dienste der weltweiten Bevölkerung. Dass führende Wissenschaftler auf dem Mars nach Wasser suchen, während auf der Erde viele Menschen sterben, weil sie kein Wasser finden können, ist halt nicht leicht nachvollziehbar. Wesentlich leichter wäre es nachvollziehbar, wenn sich führende Organisationen, welche spezialisierte Grundlagenforschung betreiben, einen Teil ihrer Zeit den Problemen des täglichen Lebens widmen würden, wo auch aufgrund ihrer Qualifikation spontan messbare und vor allem sichtbare Erfolge erzielt werden könnten.

Der Bauer, der Bäcker und der Schuster könnten wesentlich besser verstehen, warum sie mit ihrer täglichen Arbeit die Elitewissenschaft mitfinanzieren müssen, wenn diese einen Teil ihrer Zeit sich auch ihren Problemen sichtbar widmen würden. Denn eines darf man nicht vergessen: Die Gegenwart ist nicht minder wichtig als die Zukunft, so wie es ja jetzt auch ersichtlich ist, dass der gegenwärtige finanzielle Beitrag der Bevölkerung an die Wissenschaft genauso wichtig ist und nicht nur der zukünftige. Der Minister vertritt nun mal die Bevölkerung in ihren tagtäglichen Belangen. Die tagtäglichen Belangen der Bevölkerung zu ignorieren und dann sich entrüsten, dass die Bevölkerung nicht mehr bereit ist, den tagtäglichen Finanzbedarf mitzutragen, ist zu wenig.

Die Welt befindet sich momentan in der größten politischen, kulturellen, finanziellen, religiösen und philosophischen Umorganisation. Wo sind die Stimmen der Wissenschaft? Die Stimmen derer, die in der Lage sind, mikro und makrokosmische Zusammenhänge zu verstehen, sind gefragter als eh und je. Wo sind sie? Wieder einen Fuß in die Gegenwart zu setzen kann mehr bewegen als aufzuschreien.
Institut für philosopische Grundlagenforschung
www.physik.as
Bernd Pierstorff, 2384 Breitenfurt - selbst., 13-05-09 11:20:
Der Ausstieg Österreichs aus diesem einzigartigen europäischen Forschungsprojekt zeugt von einer erschreckenden Kleinmütigkeit .
Angel Uranga, CERN, Geneva and CSIC, Madrid - Staff, 13-05-09 09:31:
Just to join my voice to the many others against the scientifically and politically wrong proposal by the Austrian Science Minister. The many overwhelming arguments to remain a CERN member have already been mentioned exhaustively in previous messages.
Gerald Pechoc, Wien - Vermögensberater, 13-05-09 08:59:
Der AUsstieg aus CErn bedeutet für mich auch das politische SIgnal aus der Grundlagenforschung auszusteigen, und sich in Zukunft eher mit Wirtschaftsnahen Forschungsthemen zu beschäftigen. Das ist nicht nur kurzsichtig sondern sehr gefährlich, da Österreich damit den Anschluß verlieren wird.
Es sollt enicht immer nur nach dem schnellen Euro in der Bilanz gesucht werden, sondern endlich solte Nachhaltigkeit mehr in den Vordergrund rücken. Oder haben wir aus der Wirtschaftskrise nichts gelernt?
Sam , - , 13-05-09 08:02:
It is truly a great loss for the scientific world to lose one of the pioneering countries in the world of physics! Names like Schrödinger and Pauli, truly Austrian pioneers who led the way in the world of Quantum Mechanics to be "disgraced" in such a way. Austria! You CANNOT turn your back on a heritage of scientific excellence!
Martin Lödl, Hofrat Mag. Dr., Wien - Biologe, Direktor der 2. Zool. Abt am NHMW, 13-05-09 08:01:
Eine der bedeutendsten Fragen, die sich die Menschen stellen können, stammt meines Wissens von Stephen Hawking. ?Warum musste sich die Materie den Qualen des Seins unterziehen??.
Die Kollegen vom CERN haben sich daran gemacht diese Frage zu beantworten und leisten dadurch einen unschätzbaren Beitrag zu unserem Selbstverständnis und ? mehr noch ? zur Menschheitszukunft. Eine Ehre für Österreich hier mitzuwirken ? eine Schande, sich freiwillig ins Abseits zu begeben. Wir Evolutionsbiologen untersuchen das Entstehen und Werden der belebten Materie. Evolution ist aber viel mehr ? sie wirkt auch im kosmologischen Bereich und hält dort den Schlüssel für unser Entstehen bereit. Ich habe die letzten Jahre Schlimmes für die Grundlagenforschung befürchtet, dass aber das neoliberale Gespenst nicht einmal vor den wesentlichsten und fundamentalsten Bereichen der Forschung halt macht, hätte ich nicht gedacht. Dieser Rückzug erscheint mir wie einer aus ?niedrigen Beweggründen?, eine blamable Selbstaufgabe, eine peinliche Zurschaustellung von Unwissenheit und Ignoranz. Man darf aber nicht sprachlos bleiben und muss zu absoluter Solidarität unter der Gemeinschaft der Naturwissenschaftler aufrufen.
Fritz Szoncsó, Genf - Elektrotechniker, 13-05-09 07:53:
Kein Physiker und trotzdem seit 30 Jahren in der Teilchenphysik, als erster dissertiert in einem rein technischen Fach und begeistert von dem, was die Physiker so alles machen. Da ich Umwegpolitik nicht mag, wende ich mich direkt an Herrn Weselka, der als Verantwortlicher im Ministerium der Hochenergiephysik offenbar eher zweifelhafte Dienste erwies. Seine Unterschrift, als offener Beweis für seine Haltung, fehlt auf der Petition und wird weiter fehlen. Hiemit stellt er sich selbst in die Ecke, in die er wollte.
Meine Herren Hahn und Weselka, Sie haben der Brücke, die wir alle mühevoll zwischen Technik und Physik aufgebaut haben, eine weithin sichtbare Beschädigung zugefügt. An der Reparatur wird gearbeitet, wie üblich in der Physik unter Einsatz von Freizeit und enormer Schaffenskraft. Anstatt kleine und mittlere Firmen im CERN mit Aufträgen zu versorgen, anstatt darüber nachzudenken, wie der Spin-off verbessert werden könnte, anstatt mit den anderen Ministerien politischen Druck für noch mehr Rückfluß und noch wirkungsvolleren Einsatz der Mittel zu erzeugen, anstatt die Werbetrommel zu rühren für Grundlagenforschung, anstatt die Professur für Hochenergiephysik mit machbaren Randbedingungen auszustatten, haben Sie in die Gegenrichtung gewirkt. Sie haben den stets präsenten Samen der Neidgenossenschaft aufgehen lassen und die Milliarden Schilling, die wir in die Hochenergiephysik über die Jahre investiert haben, bewußt auf wackligen Boden gesetzt. Diese Anklage führt in der Wirtschaft zur Entlassung der Verantwortlichen. Meine Forderung ist klar: Revidieren Sie Ihre Entscheidung und leisten Sie die Arbeit, die Forschung und Wirtschaft von Ihnen erwarten.
Oskar Wörz, Innsbruck - , 13-05-09 00:36:
Gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen der unerträglichen Diskussion über 5 Schultage und der fast beiläufig angekündigten Beendigung einer so langjährigen und erfolgreichen Beteiligung an einem europäischen Vorzeigeprojekt durch den Minister für Wissenschaft und Forschung?
Schon für diese Ankündigung allein muß man sich als Österreicher schämen, besonders wenn man als ehemaliger CERN-Mitarbeiter den Geist und die Bedeutung dieser Einrichtung kennen lernen durfte!
David M., - , 13-05-09 00:18:
Eine völlige Fehlentscheidung. Was dieser Schwachsinn an "Elite-Universität" kostet ist um ein Vielfaches höher, dafür ist der Nutzen dann auch um ein Vielfaches geringer.

Ivestition alà Österreich.
Andreas Doblhammer, Schärdng, Oberösterreich - Schüler, 13-05-09 00:16:
Ich als sehr an der Hochenergiephysik interessierter Maturant und zukünftiger Physikstudent bin von Österreichs übereilten Entscheidung aus den CERN auszutreten völlig geschockt. Ich muss nun miterleben, wie mir eine der größten Chancen meines Lebens, nämlich am CERN zu studieren und aus nächster Nähe die allerneuesten Erkenntnisse aus der Welt der Physik zu erfahren, weggenommen wird.
Wie kann Österreich, gerade jetzt, da der Start des weltweit größten Teilchenbeschleunigers zu kurz bevor steht, nur daran denken, aus dem CERN auszusteigen und die österreichische Hochenergieforschung um Jahrzehnte zurückwerfen?
Ich bin ehrlich enttäuscht von Österreich und schäme mich, in diesen Tagen Staatsbürger eines Landes zu sein, das den Sinn und Zweck der Teilchenphysik nicht zu erkennen vermag.
heinrich badhofer, steyr - , 12-05-09 23:44:
Die Bevölkerung, welche die Wissenschaft bezahlt, ist der Chef. Wer bezahlt ist nun mal der Chef. Ohne bessere Offenlegung der Sinnhaftigkeit von Cern wird der Chef nicht umzustimmen sein.
www.physik.as
Florian Andritsch, Zürich, ETH - Student, 12-05-09 23:37:
Als in die Schweiz ausgewanderter Österreicher muss ich mich nun schämen all die Vorteile die mir die ETH (inkl. Aussichten einmal am CERN zu forschen) bietet zu nutzen, während mein Heimatland dem Projekt CERN den Rücken zuwendet. Der Ausstieg ist für mich total unverständlich und geradezu erschreckend.
Ich durfte Herrn Minister Hahn bei einer Ehrung der ÖPG persönlich kurz kennen lernen, als er noch großzügig der Forschung und den Olympiaden in Österreich mehr Geld zusicherte. Die nun geplante Kürzung bei der Beteiligung steht damit in krassem Gegensatz!

Österreich soll und muss sich weiterhin an dieser Europäischen Großforschungsanlage beteiligen, auf dass noch viele Österreicher mit gutem Gewissen dort ihren Beitrag zur aktuellen Forschung leisten können und großes entdeckt wird!

Mit Grüßen aus Zürich
Florian Andritsch
Peter Lackner, - , 12-05-09 23:28:
Da ich bald mit meinem Physikstudium in Wien beginnen will, darf ich gerade mitverfolgen, wie mir die Tür zu einer der großen Einrichtungen, die für mich Praktikums-, Doktorandenposten- und Jobchancen bietem würde, vor der Nase zugeschlagen wird.
Ich will nicht Physik in einem Land studieren, für das man sich dann schämen muss, weil es aus so einem großartigen Projekt ausgestiegen ist!
Ich kann mir noch nicht vorstellen, was noch alles am CERN zu entdecken ist - aber Österreich sollte auch jeden Fall dabei sein und seinen Beitrag leisten!
Hubert Reisenauer, Kaltenleutgeben - Freiberufler, 12-05-09 23:24:
per email 12.5.09:

Sehr geehrter Herr Hahn,

als 4-facher Vater verfolge ich mit zunehmendem Argwohn und Entsetzen die Ausbildungssituation und Zukunft für meine Kinder hier im Lande.

Ihre Entscheidung, die Mitgliedschaft für CERN aufzukündigen, ist ein weiterer Tiefpunkt in der langen Reihe an Fehlhandlungen österreichischer Politiker der aktuellen Generation.

Nun, Sie haben mit der Veröffentlichung Ihrer Absichten bereits jede Menge Schaden angerichtet - bitte versuchen Sie diesen jetzt wenigstens zu begrenzen!
Nehmen Sie diese Absicht umgehend zurück !

Nehmen Sie bitte mit dieser Rücknahme den WählerInnen dieses Landes und auch der Weltöffentlichkeit die Überzeugung wieder weg, es handle sich bei den aktuell in Österreich agierenden Politikern um eine Horde wildgewordener Dilettanten.

20 Millionen Euro ? War da nicht so manches Budget für Werbe-Lobeshymnen des einen oder anderen Ministeriums inkl. Bundeskanzleramtes bereits höher ????
h. schramm, Wien - Techniker/Ausbildner, 12-05-09 22:30:
Dieser Austritt ist mir völlig unbegreiflich, wo doch so enorm viel Geld anderwertig "in den Sand gesetzt" wird. Das internationale Ansehen Österreichs wird damit sicher nicht wachsen.
Helmut Tausch, Wien - Programmierer / Analyst, 12-05-09 22:26:
Wenn wir die Evolution aus eigener Sache voranbringen wollen, dürfen wir nicht eine Nabelschau auf unsere momentanen finanziellen oder sonstigen Sorgen betreiben. Wir sind nur Ameisen auf einer uns kaum bekannten Kugel ohne viel Ahnung wieso das so ist. Deshalb ist es wichtig Menschen dafür zu haben die sich dafür, für uns, damit beschäftigen können.
Nur wen wir anfangen uns als Gemeinsames zu betrachten, erheben wir uns über unser eigenes Individium.
Wir leben nur heute aber unsere Kinder und Kindeskinder wollen auch leben. Dafür brauchen WIR das.
Markus , - , 12-05-09 22:20:
... das Experiment aller Zeiten! Näher als je zuvor an der Antwort auf die Frage nach dem Sinn, dem Universum und dem ganzen Rest - und wir wollen nicht dabei sein?!?!?
Harold Steinacker, Wien - Physiker, 12-05-09 22:00:
Den geplanten Austritt vom CERN kann ich nur als völlig unverständlich
und beschämend empfinden. Das internationale Ansehen des
Forschungsstandortes Österreich wird dadurch irreparabel beschädigt.
Österreich hat eine sehr starke Tradition in der physikalischen
Grundlagenforschung, welche gestärkt und vorangetrieben werden sollte
anstatt sie durch kurzsichtige "wir brauchen das nicht" - Mentalität zu
Grabe zu tragen.
Robert Harm, Wien - Angestellter, 12-05-09 21:48:
die richtige Adresse zur Online-Demo lautet übrigens http://bitly.com/X0Zib - da hat sich leider im ersten Beitrag ein Fehler eingeschlichen :-(
Arthur Udo Ehmsen Dr.med. Internist (Kardiologe), Wien - Arzt, 12-05-09 21:47:
Eine Schande für Österreich, sich aus diesem internationalen wissenschaftlichen Forschungsprojekt zu entfernen. Ich hoffe sehr, dass dieser Schritt noch rückgängig gemacht wird. Es ist nicht nur eine Schande, sondern ein Verlust für die österreichischen Wissenschaftler aller Sparten, die diese Provinzialität verlassen werden. Doch Ouagadougou ( Wagadugu) ? Dr. A.U. Ehmsen und Mag. Gabriele Ehmsen
boerdie , kapfenberg - medizintechniker, 12-05-09 21:39:
die seite unterstützt scheinbar nur outlook oder was mache ich falsch?
boerdie , kapfenberg - medizintechniker, 12-05-09 21:28:
ich habe den link zur petition an alle meine bekannten geschickt!
ein stop der unterstützung ist meiner meinung nach der nachweis dass unser herr hahn wirklich nicht den überblick hat.
minister sind im allgemeinen überfordert. räte wären die bessere entscheidung.
er kann nicht alles wissen und nach seinem wissen ist die entscheidung vielleicht sogar gut. aber er ist ja nicht allwissend! ich bin für ministerräte die abstimmen. auch keine perfekte lösung, ich weiß aber solche überflieger würden schnell auf den boden geholt werden. das ministerwahlsystem gehört wirklich verändert. viele sind einfach überfordert und wer wäre das nicht bei dem gewaltigen feld.

lg
boerdie
alfred kampel, wien - lehrer, 12-05-09 21:23:
hauptsache
abfangjäger
hamma !!
Gerald Lochner, Salzburg - Softwareentwickler, 12-05-09 21:13:
CERN hat nachweislich viele Erfolge zu verbuchen - wie man hier 20 Millionen einsparen kann ist für mich absolut unverständlich. Klar haben alle Institute ihre Probleme - aber da sollte vorher mal bei den Unis in Österreich geschaut werden.
Robert Harm, Wien - Angestellter, 12-05-09 20:57:
Online-Demo gestartet - bitte mitmachen!

http://bitly.com/info/X0Zib

Die Entscheidung, die CERN-Mitgliedschaft aus finanziellen Gründen zu kündigen, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, v.a. weil es sich im Vergleich zu anderen Budgetposten um eine lächerliche Summe handelt. Deshalb habe ich eine Online-Demo gestartet und hoffe auf eure aktive Mithilfe.

Im Wiki unter http://bitly.com/info/X0Zib gibts Grafiken zum Einbauen in Weblogs, Websites, Wikis... die auf http://sos.teilchen.at/petition verlinken.

Falls du ein Webmaster bist, bitte auf deinen Websites einbauen, falls nicht, bitte drüber twittern, bloggen, posten etc, damit die Petition möglichst viele Unterstützer erhält.

Danke

Robert
CH , - , 12-05-09 20:52:
Der Austritt aus dem größten Forschungsprojekt wird Österreich automatisch zu den Länden einordnen, für die nichts wichtigeres gibt als Geld. Gefangen in diesem kapitalistischen System...
*seufz*
Siegfried , Wien - Techniker, 12-05-09 19:53:
Wer jemals in einem grösseren kreativen Team mitgearbeitet hat, weiss welche konzentriert - leidenschaftliche Atmosphäre sich aufbauen kann, welche jeden Mitarbeiter zu ungeahnten Höhen katapultiert,... ja täglich inspiriert durch eine internationale Zusammenkunft der besten Wissenschaftler der Welt, an so einen exzellenten permanenten Prozess sollte jeder ersthafte Wissenschaftler teilhaben,...;-)

deswegen sollte Austria weiterhin ein wertvolles CERN - Mitglied bleiben, auch um bei den kommenden LHC - Experimenten hautnah an vorderster Front mitzuwirken!

... i am form austria,...
Markus Legner, Zürich - Physikstudent, 12-05-09 19:47:
Eine viel grössere Blamage für die österreichische Wissenschaft ist für mich kaum denkbar. Ich komme aus Tirol und studiere an der ETH Zürich. Dieser dumme und unüberlegte Schritt von Johannes Hahn ist für mich (und wahrscheinlich viele andere qualifiziertere Personen) sicherlich kein Anreiz, nach dem Studium nach Österreich zurückzukommen.
Barbara Faast-Kallinger, Wien - Physik - Lehrerin, 12-05-09 19:40:
Die Anzahl der Petitionsunterschriften steigt offensichtlich exponentiell an :)
Markus Nemetz, WÖRGL - Systemadministrator, 12-05-09 19:39:
Ich hoffe zu mehr Unterschriften beitragen zu können durch den Hinweis auf die Initiative SOS Science auf meiner HP http://www.1000schoen.at/mnemetz/wiki/Hauptseite
Christiana Maria Edlhaimb-Hrubec, Baden bei Wien - , 12-05-09 19:28:
Märchen Aus Zweitausendundneun
UNGEFRAGT
Es war einmal vor 50 Jahren. Da pflanzen Wissenschafter einen kleinen Baum, sie pflegen und hegen diesen mit all ihrem Wissen und Können. Langsam nur werden Blüten, Blätter und vielfältige Früchte sichtbar. Über die langen Jahre des Wartens von Wachstum und Werden zeichnen sie mit viel Geduld und Eifer winzigste Veränderungen auf. Der Baum wird groß und mächtig, und hoch droben scheinen schon manche Früchte zu reifen.
Da stolziert in der Dämmerung ein Mann in buntem, gefiedertem Kleid daher und ritzt in Windeseile ungefragt seine Erkenntnis in die Rinde des Baumes: Über Nacht stirbt alles leiser. H.A.H.N.
Liane Mayer, Wien - Kirchenmusikerin, 12-05-09 19:22:
Auuu!
Das schmerzt!
Ungefähr so wie ein Schuss ins Knie....
Daher bitte: Alles retour, damit der Schmerz aufhört! BITTE!
Lorenz Millinger, Wien - Telekom Vertriebsmitarbeiter, 12-05-09 19:06:
Es ist unerhoert, dass solch wichtige Entscheidungen publiziert werden, ohne das fachlich relevante Gremien kontaktiert werden und diese Empfehlung unterstuetzen. Ein Ministerium kann die wissenschaftliche Notwendigkeit weder verstehen noch rechtfertigen. Beamte sollten sich auf Spezialisten berufen und deren Rat einholen.
Sannibale Fernando, - , 12-05-09 19:05:
Dear Mr. Hahn,
My name is Fernando Sannibale and I am a scientist at the Lawrence Berkeley National Laboratory in California USA.
I read with great concern about the idea of Austria to withdraw its contribution to CERN.
I am being working in this field for the last 20 years, and I had many many chances to observe the importance of the role played by CERN in the scientific community.
CERN is probably the best example of what Europe as a whole can do when there is collaboration among countries. CERN is without discussion the world leading laboratory in the high energy filed. The Large Hadron Collider (LHC) at CERN is ready to produce results in what is expected to be one of the most important quest that physicist ever endeavored.
It would be extremely important for Austria and for CERN if Austria will maintain his fundamental role within the organization.
Sincerely,
Fernando Sannibale
Staff Scientist
Lawrence Berkeley National Laboratory
heinrich trescher, Worms - DI, 12-05-09 18:08:
Dear Mr. Hahn,
During my professional career I had the pleasure to contribute hard- and software to CERN: I was CEO of ELIN Energieanwendung GesmbH in Vienna, in the nineties, you were at that time a staff-member of ÖIAG. Our team of several enginneers and scientists in Vienna and Weiz was successfully contributing to the achievements in Geneva for the design and set-up of the LHC, as you may remember.. At that time ELIN spent a lot of money to participate in the future return of know-how and industrial requirements of CERN..

Should all this effort have been for nothing?

I do hope that you will be able to organize some re-thinking of this catastrophic decision in the Austrian public. Who else than you as Austrian minister of science is able to achieve a correction?

good luck

Heinrich Trescher
Gerhard Buchalla, München - Professor, 12-05-09 17:56:
Das CERN steht für eine einzigartige Erfolgsgeschichte der
modernen Wissenschaft: Bahnbrechende Erkenntnisse
über die grundlegenden Naturgesetze, technologischen spin-off
und großangelegte internationale Zusammenarbeit.

Österreich ist sichtbar am CERN: Durch die beteiligten
Wissenschaftler und ihre anerkannten Leistungen und ein
besondes starkes Engagement in der Doktorandenförderung.

CERN ist sichtbar in Österreich: An den Physikinstituten der
Universitäten, in der Medizintechnik und für alle Österreicher,
die millionenfach und Tag für Tag die CERN-Erfindung World Wide Web
benutzen.

Eine sinnvollere Investition von 16 Millionen Euro pro Jahr
aus einem Wissenschaftsbudget lässt sich schwer vorstellen.
Österreich sollte Vollmitglied des CERN bleiben und eher
seinen Beitrag erhöhen, als über einen blamablen Ausstieg
nachzudenken.
Andreas Steinkellner, Graz - Physiker, 12-05-09 17:34:
welcher inkompetente Erbsenzähler ist für diesen Frevel verantwortlich?!?
AE Lang, wien - astrophile, 12-05-09 17:19:
don't quit cern.
Pavol Strizenec, IEPS SAS Kosice, Slovakia - scientific associate, 12-05-09 17:16:
As it was already mentioned, the example of Spain hart time after left the CERN, as well as all our experience in collaboration with CERN is clear: It make no sense to leave, even if there are some inefficiencies or problems in collaboration with CERN. The money saving effect will be small, but negative impact on science will be very big. Do not allow politicians to make such stupid decisions !!!!
Reinald Oberleithner , - , 12-05-09 17:15:
Und diese Regierung zeigt und wieder mal wie man´s richtig macht, Weltfremde Kurzschlussreaktion in Perfektion!!
danke Herr Minister H.
Thomas Hafner, Graz - Mikroelektronikentwicklung/Studium, 12-05-09 17:01:
Aus der Hochtechnologie und forschung auszusteigen wäre fatal
Ulrich Baur, Buffalo, New York, USA - Professor of Physics, 12-05-09 16:25:
Ein nicht zu ueberbietendes, grandioses Eigentor der oesterreichischen Politik.

Die Kurzsichtigkeit dieser Massnahme wird sich sehr bald zeigen: oesterreichische Wissnschaftler werden der Alpenrepublik in Scharen den Ruecken kehren.

Man fragt sich wieviel Kurzsichtigkeit es in der Politik geben kann.

Oh, du mein Oesterreich!
Horst Rohrweck, Steyr - Software engineer, 12-05-09 15:58:
Seit Jahren predigen Politiker aller Couleur, aber auch Wirtschaftsexperten und Trendforscher wie wichtig es denn nicht sei in Forschung zu investieren um auch in Zukunft ökonomisch Wettbewerbs- bzw. überlebensfähig zu sein. Gerade in Zeiten der Krise sollte man nach Möglichkeit in die Zukunft sehen und nicht den kurzfristigen Spareffekt - der hier noch dazu verhältnismäßig klein zu sein scheint - dem langfristigem, nachhaltigen Nutzen vorzuziehen. Österreichs Engagement bei CERN ist wichtig, heute mehr den je zuvor. Der Rückzug kann nur als Fehler gesehen werden.
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 12-05-09 15:55:
Man wird davon ausgehen können, dass das CERN-Programm, von dem zuletzt medial groß die Rede war, seit Jahrzehnten betrieben wird.

Österreich hat dazu insbesondere finanziell beigetragen.

Der unten erwähnte CERN-Vertrag sieht vor, dass dann, wenn neue Mitglieder beitreten, diese zu den bereits bestehenden Programmen Beiträge leisten sollen, wodruch sich die Betiträge der alten Mitglieder verringern; nötigenfalls werden hier sogar Rückzahlungen fällig: In den Genuß solcher kommt man freilich nur als Mitglied.

Wenn nun ausgestiegen wird, wirft man jene Rückzahlungen zum Fenster raus, die angesichts des regen Beitrittsinteresses fällig werden.

Eine andere Frage ist natürlich, was mehr wert ist: solche Rückzahlungen oder das "Mitnaschen" an Forschungsergebnissen, die Resultat von Jahrzehnte langem Tüfteln sind.

Wie auch immer, ein Austritt erfolgte derzeit jedenfalls zur Unzeit! - Außerdem ist angesichts der verschiedenen sozialen Gefälle ein kleinkarriertes, unsolidarisches Denken fehl am Platze.

Erwähnen mag ich noch, dass das CERN 1990 mit Israel einen speziellen Kooperationsvertrag abgeschlossen hat, obwohl Israel kein europäischer Staat ist. Erhebt sich die Frage, wer hier von wem profitiert hat und vor allem, ob Forschungsergebnisse des CERN Israel in irgendeiner Form im Zusammenhang mit der A-Bombe dienlich waren.
Bernhard Kauntz, - , 12-05-09 15:43:
Lieber Herr Bundesminister!
Wenn Sie in der Steinzeit leben wollen, dann suchen Sie sich bitte eine einsame Insel, aber reissen Sie doch nicht ganz Österreich mit. Ich dachte, als Politiker hätte man Verantwortung gegenüber den eigenen Landsleuten und der ganzen Welt. Wenn Sie das nicht nachvollziehen können, dann treten Sie doch bitte ab. Mit besten Grüssen
Michael Ionita, Wien - Student, 12-05-09 15:11:
Ein Austritt aus dem LHC-Projekt schadet der Wissenschaft und vernichtet unsere Chance an den größten noch kommenden Errungenschaften des 21.Jh. teilzuhaben.

Bitte überdenkt das nochmals!
Fragt die Betroffenen vorher und entscheidet nicht immer über die Köpfe hinweg (das kostet mehr Geld als das was man hier einspart)
Ronald Thoma, Wien - Unternehmer & Berater, 12-05-09 14:55:
Hier wird unter fadenscheinigem Vorwand eine Handlung gesetzt die kleinkariert und schädlich ist. Aber womit soll man den sonst die Kronenzeitungsleser beeindrucken?
Visionäres Denken und Mut sind schon lange keine Werte der österreichischen Politik mehr...
Karoline Berger, - Pensionistin, 12-05-09 14:18:
Es ist total unlogisch, daß Österreich seit 1959 Mitglied bei CERN ist, 50 Jahre Beiträge bezahlt hat und jetzt, da möglicherweise bahnbrechende Ergebnisse bevorstehen, aus dem Projekt aussteigt.
Wolfram Kittel, Nijmegen - Univ.Prof, 12-05-09 13:51:
Der wissenschaftliche Schaden steht ausser Zweifel und wurde bereits von vielen Kollegen erwähnt.
Ich möchte darum hier nur einen weiteren wirtschaftlichen Schaden für Österreich anführen: zur Zeit steht Österreichs Kreditwürdigkeit schwer unter Druck. Dass dieser Druck nur auf
einen Rechenfehler zurückzuführen ist,
wird im Ausland kaum bemerkt. Ein
Austreten aus einer internationalen Organisation ist genau das Wasser auf die Mühlen, das diejenigen brauchen
die eine Verringerung der Österr. Kreditwürdigkeit propagieren.
Die damit verbundenen finanziellen Verluste für Österreich stehen in keinem Verhältnis mit einer Einsparung durch einen CERN Austritt.
Markus Orthaber, Graz - Diplomand Theoretische Physik Uni-Graz, 12-05-09 12:44:
Karl Kraus hat einmal gesagt:
"Nur in einem Land in dem die geistige Sonne tief steht, werfen Zwerge große Schatten." - Und manchmal treffen dieselben auch völlig inkompetente und überstürzte Entscheidungen.
Julia Steinberger, Vienna - Researcher, 12-05-09 12:14:
The Austrian government is taking short-sighted decisions which are likely to hurt research here for a long time into the future. Paying for research is a sound investment: suddenly terminating it means not only forgoing future benefits, but also wasting the work of past years.
Peter Schleper, Hamburg - professor für Physik, 12-05-09 11:59:
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ist die Teilchenphysik in Oesterreich exzellent, mit weit größerer Außenwirkung als viele andere Forschungszweige, und international eindeutig kompetitiv.

In welchen anderen Bereichen wird Österreich sich noch aufgeben ?
Arthur Lambauer, Dornbirn - Jurist, 12-05-09 11:58:
Das "Übereinkommen zur Errichtung einer Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN)" (BGBl 176/1971), also der völkerrechtliche Vertrag, mit dem CERN etabliert wurde, und dessen Vertragspartei Österreich ist, hat die österreichische Verfassung in mehreren Punkten geändert.

Es erhebt sich daher die (rhetorische) Frage, ob nicht ein Austritt aus dem CERN einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament bedürfte.

Meines Erachtens ist diese Frage klar zu bejahen.
Dietmar Kuhn, Universität Innsbruck - Univ.Prof. i.R., 12-05-09 11:30:
"Wir verlassen ein großes wissenschaftliches Abenteuer und ich werde überschwemmt mit Fragen bestürzter Kollegen aus dem Ausland, warum Österreich diesen Schritt setzt"

CERN " ... ein wunderbares Symbol für weltweite Zusammenarbeit"

Aus einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung, 9. Mai 09
Peter Koppensteiner, Wien - Selbständiger, 12-05-09 11:27:
Auch wenn ich keine wissenschaftliche Karriere eingeschlagen habe, möchte ich die Schärfung des Geistes und die Erweiterung der Phantasie nicht missen, zu der mich ehemalige Lehrer angeregt haben, die am CERN geforscht und gearbeitet haben.
Meine Ausbildung hat also direkt vom dem am CERN gepflegten hohen Niveau profitiert. Und genau diese Ausbildung ermöglicht es mir auch wesentlich zu den Leistungen dieses Staates nicht unwesentlich beizutragen. Komplett unverständlich ist es für mich wie man für billiges Provinzgepoltere überhaupt in Erwägung ziehen kann das Engagement und die positiven Einflüsse zu gefährden.
Eduardo de Rafael, CPT-Luminy, Marseille - Directeur de recherche émerite CNRS, 12-05-09 11:21:
How a Minister of Science of a great European Country as Austria, with such a strong history in Frontier Physics, can take such a stupid decision?
No consultation with the Physicists of his own country. No consultation either with the other Science Ministers of the European Union and CERN.
Unacceptable!!!
Uwe Seidl, Graz - Uhrmachermeister, 12-05-09 11:12:
STILLSTAND = RÜCKSCHRITT ! ! !

Für mich ist die Entscheidung aus der Grundlagenforschung wie dem CERN auszusteigen nicht nachvollziehbar.
In unserem schönen und vor allem reichen Österreich wird für so vieles - zum Teil unnötigem - unser Steuergeld förmlich zum Fenster hinausgeworfen und hier soll gespart werden.
Da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln und empfinde Scham solche Entscheidungsträger in Österreich zu haben!!!!
Wolfgang Lerche, CERN, Genf - Prof, 12-05-09 10:54:
Zitat aus "www.zukunftwissen.at":

"Obwohl Hahn durchaus beachtliche Budgetzuwächse für sein Ressort erhalten hat, unterstrich er die Bedeutung einer langfristigen Sicherheit beim Forschungsbudget: Planbarkeit und Stabilität seien notwendig. Eine "Stop- and Go-Politik" sei in der Forschung nicht möglich, ..."

Aber stattdessen eine "Go- und Stop-Politik"? Ich wundere mich ueber Hahn's Vorstellung von "Planbarkeit und Stabilität".
Nathalie Oldenburg, Wien - DI, 12-05-09 10:48:
Ein Austritt aus der Zukunft wäre das!

Sparen? Liebe Politiker, macht Euch nicht lächerlich: das Hundertfache tut Ihr woanders verschwenden! Hier Sparen zu erwähnen ist einfach eine Lüge!
Martin Bauer, Wien - Selbständig, 12-05-09 10:35:
ICH HABE GERADE FOLGENDES EMAIL AN HERRN BUNDESMINSITER HAHN GESENDET. (Wird nur leider nichts nützen):

Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Bitte gehen Sie zu Ihrem Bundeskanzler und ersuchen Sie ihn, die Inserate der öffentlichen Hand an die Fellners und Dichands einzustellen und diesen Betrag für Ihr CERN-Budget zu verwenden.

Das ? noch vorhandene ? intellektuelle Österreich würde es Ihnen ausnahmslos danken!

Zeigen Sie ein Mal in Ihrem Leben Rückrat

Stellen Sie die Austrittsüberlegungen ein.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Bauer
Franz Schöberl, Wien - Prof. für Theoretische Physik Uni Wien, 12-05-09 10:30:
Mit Bestürzung muss man feststellen das, bei einer derart fundamentalen Entscheidung wie dem Austritt aus CERN, ein Ressortleiter dem Rat eines inkompetenten Beamten Gehör schenkt und, ohne kompetente Fachkräfte zu Rate zu ziehen, Folge leistet. Die wissenschaftlichen und industriellen Folgen einer solchen Entscheidung sind nicht abzusehen. Mein Rat: Austausch des Beraters und Schwamm drüber (wir bleiben beim CERN). Ansonsten müssen wir uns die Frage stellen: Quo vadis österreichische Grundlagenforschung ?
Martina Danzinger, Böheimkirchen - Versicherungsangestellte, 12-05-09 10:30:
Es ist jammerschade, wenn unser Land bei der Forschung zum Sparen anfängt. Das wirft kein gutes Bild auf ein so reiches Land wie unseres angeblich ja ist.
Martin Bauer, Wien - Selbständig, 12-05-09 10:19:
CERN steht für Top-(Grundlagen)Forschung. Allein die Vernetzung der im Rahmen von CERN tätigen Wissenschaftler ist unbezahlbar. Davon profitiert auch Österreich - nicht nur im Bereich der Wissenschaft und Forschung - sondern auch finanziell!

Aber unabhängig davon steht CERN auch für die derzeit grösste weltweite unpolitische Zusammenarbeit in der Geschichte der Menschheit.

Und das alles soll durch die Idee einer kleingeistig orientierten Bundesregierung aufs Spiel gesetzt werden?

Kann mir irgend ererklären, warum in der durch total überbordende Subventionitis regierten österreichischen politischen Landschaft nicht 16 Mio zu finden sind?

Ich erwarte mir von der Bundesregierung eine Revidierung des Standpunktes und eine Beendigung der Austrittsüberlegungen. Alles Andere wäre eine Schande für Österreich!
Martin Bauer
1110 Wien
Martin Graf, Wien - III. Nationalratspräsident, 12-05-09 10:10:
Kein österreichisches Geld mehr soll es geben für das Forschungszentrum CERN in der Schweiz. Das ist in jeder Hinsicht eine Schnapsidee, die Österreich zur forschungspolitischen Bananenrepublik macht. Lesen Sie meine Meinung dazu auf: http://www.unzensuriert.at.
Josef Hoppichler, Schöngrabern / NÖ - Agrarwissenschafter, 12-05-09 10:08:
Hat die ÖVP und wahrscheinlich die gesamte Regierung eine neue Qualität des Wissenschaftsmanagements entdeck ?:
Zuerst Gugging - dann bestellt der Landwirtschaftsminister irgend eine Wiener Stadtplanerin zur wissenschaftlichen Leiterin einer "Bundesanstalt für Bergbauernfragen" (www.bergphoenix.at) - das nennen sie dann ein Programm für Frauen in wissenschaftlichen Leitungsfunktionen -
und dann drehen sie gleich der modernen Kernphysik durch den Hahn den Hahn ab.

Aber, liebe Physiker, seien Sie froh, dass es nicht noch schlimmer kommt - denn Strafandrohungen und Anzeigen beim Staatsanwalt bei Protesten könnten sind durchaus im Bereich des Möglichen befinden - siehe www.bergphoenix.at.

"Wir werden von Ignoranten regiert!", meint da einer - es ist leider schlimmer!
Philipp Stanzer, Wien - angehender Physikstudent, 12-05-09 10:01:
Es ist einfach nur schade, dass so ein Schritt eingeleitet wird. Mehr braucht man dazu nicht sagen!
Maurizio Musso, Salzburg - Physiker, 12-05-09 09:55:
CERN ist ein Paradeunternehmen, wo der Europäische Gedanke sehr viel beigetragen hat für den Erfolg des Unternehmens. Europa ist zwar Thema im jetzigen Wahlkampf, aber die Rolle von Europa für die Naturwissenschaften scheint noch nicht vielen wirklich bewußt zu sein. Oder besser ausgedrückt, vielen in entscheidungsbefugten Positionen scheint nicht bewußt zu sein, daß die Naturwissenschaften ein Teil unseres Europäischen Kulturgutes ist, insbesondere was Grundlagenforschung anbelangt.
Vicente Vento, Universidad de Valencia - Physiker, 12-05-09 09:47:
Experimental particle physics can only be carried out now a days in big internaional collaborations. CERN has proven to be a successful organization where all participating nations have benefitted from performing fundamental experiments, by training their scientists,ingenieurs and technicians and by contributing to frontier technology and benefitting from spin offs. Spain left CERN during Franco's regime and the Spanish experience should teach that leaving CERN is a big mistake.
Frank Hartmann, Institut für Experimentelle Kernphysik (Karlsruhe) und CERN - , 12-05-09 09:30:
Ich bin einfach nur entsetzt und sehr ärgerlich. Als ich davon erfuhr, konnte ich es erst nicht glauben. Diese Entscheidung ist ein einzigartiges Desaster für die Grundlagenforschung, internationale Vernetzung und Ausbildung hochmotivierter Studenten in Österreich.
Seit nunmehr 10 Jahren arbeite ich schon mit vielen erstklassigen Mitarbeitern des HEPHY zusammen und kann nur sagen, dass ihre einzigartigen Leistungen viele Bereiche des weltgrößten Siliziumspurendetektors geprägt haben. Design, Bau und Organisation; immer standen österreichische Forscher in erster Reihe. Wissenschaftler, Techniker und Studenten standen zu jedem Zeitpunkt der Inbetriebnahme für höchste Qualität und absolute Verlässlichkeit. Ich denke Herr Hahn unterschätzt das Renommee seiner Landsleute gewaltig.
Es ist daher völlig unverständlich, dass eben diese Leute nun zu CERNianern zweiter Klasse degradiert werden sollen, gerade zum Zeitpunkt, an dem der LHC seine Arbeit aufnehmen wird und zukunftsweisende Entdeckungen zeitnah vor der Tür stehen.

Das CERN und der LHC ist nicht nur ein wissenschaftliches Experiment, es ist ein Kulturgut unserer Zeit. Wie kann gerade ein Land wie Österreich dieses Projekt aufgeben?
Stefan Bernhard, - , 12-05-09 09:04:
Letzten Freitag schlage ich meinen Standard auf und was lese ich da:
Österreich steigt bei CERN aus!

Wenn auch seit einiger Zeit absehbar war, dass große Veränderungen in der Wissenschaft Österreichs geschehen werden, ist dies doch eine der unqualifiziertesten Aktionen die unsere Regierung setzen könnte.

Sich aus dem durch vielerwartete Ergebnisse potentiell imagereichsten Projekt der Neuzeitforschung zurückzuziehen ist ein harter Schlag ins Gesicht für die Wissenschaft Österreichs!

Ich hoffe das Ganze ist nur ein großer Scherz, denn etwas anderes kann es ja nicht sein, wenn angekündigt wird, dass ein Land, dessen Wirtschaft zu großen Teilen auf Know-How und Forschung basiert, die 50!-jährige Zusammenarbeit mit dem CERN kurz vor dem großen Durchbruch beenden will.
Ulrich Unterbrunner, - , 12-05-09 09:03:
Nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht ein Fehlgriff, sondern auch aus finanzieller. Jahrelang Geld zu geben um das größte Wissenschaftsprojekt aller Zeten zu errichten und kurz vor der Fertigstellung auszusteigen.

Da könnte man meinen, dass man Angst davor hat, an den Ergebnissen Anerkennung zu gewinnen oder ähnliches.

Schon vor 65 bis 75 Jahren haben wir viele unserer größten Köpfe an andere Länder verloren und auf diese Art versuchen wir ihnen den Rest, der uns noch geblieben ist, hinterherzuschicken.
Eva Krammer, Wien - Augenärztin, 12-05-09 08:39:
Was für eine Blamage!
Wieder einmal hat Österreich sich international total zum Kasperl gemacht! Es ist Wahnsinn, sich nach jahrzehntelangem finanziellen und intellektuellen Input zu einem Zeitpunkt aus dem CERN zurückzuziehen, wo wir ganz knapp vor der Ernte der Früchte dieser Arbeit stehen!
Es ist Wahnsinn zu glauben, dass nach diesem kommentarlosen Ausstieg Österreich in Zukunft bei irgendeiner internationalen Kollaboration als potentieller Partner Ernst genommen werden würde!
Wir haben auf lange Sicht unsere Reputation als "kleine Nation mit großen Wissenschaftern" verloren!
Es ist Wahnsinn, als Politiker täglich "pro Europa" zu reden, und gleichzeitig aus dem größten europäischen Forschungslabor auszutreten!
Nach dem Clinch mit den Ärzten letzten Sommer und dem Streit mit den Lehrern dieses Frühjahr ist dies der nächste große Schlag ins Gesicht einer weiteren Akademikergruppe, diesmal der Wissenschafter!
Herzliche Grüße aus der Alpen- u. Bauernrepublik Österreich!
Gerd Löffler, Krumpendorf - Dipl.- Physiker, 12-05-09 08:37:
Wenn Österreich so weitermacht, dann wird eine Mehrheit der Bürger bald einen Teilchenbeschleuniger für eine Gelddruckmaschine und die Quantenmechanik für eine Fußmassage halten. Um Österreichs Zukunft als Kulturnation ist mir bange.
Andy , - , 12-05-09 07:10:
der gut mann hätte besser bei der gumpoldskirchner automatenbude bleiben sollen...
Christian , - , 12-05-09 03:02:
Ich finde es ist wichtiger den je in die Forschung zu investieren und neue
Technologien zu entwickeln.
Der drohende Klimawandel ist Beweis
genug.
Jedes Land sollte es als Pflicht ansehen
hier beizutragen und sich für die Menschheit entscheiden.
Michael Botlo, New York - Financial Engineer, 12-05-09 01:57:
There can only be one of two thought processes behind this action:
Either Austrian polititians want to rob Peter for Paul (churning between projects) or this attack is a cheap trick to circumvent future contributions to CERN without loosing access to it. After all, what should CERN do with the austrian scientists? Throw them out? Use them for minor tasks?
My suspicion is that the Austrian minister is 'bauernschlau' und tries to trick CERN into a cheap membership. If this works and other countries follow suit then, given CERN's high operating budget, this might seriously threaten the financial health of the lab.
This means that the current development has far greater reach than within the four walls of Austria. Potentially a world class research organization with all its tangible and intellectual payoffs is at risk.
So, 'wehret den Beginnen'!

ps: I was an austrian doctoral student and post-doc at CERN, followed by a fellowship there before relocating to the US to follow other interests, eventually. Every bit I learned at CERN was, and still is, useful for my current activities.
Christoph Koch, Cornell University, Ithaca, NY, USA - Associate Professor, Computer Science, 11-05-09 23:49:
I deeply regret the decision of Austria to effectively leave CERN and hope that it will be reversed before more harm is done. Most of what I would like to say has been said before in this forum, so I will only add that CERN has helped start research careers in many areas, not just in those that CERN is best known for. I am an example of this; I did my PhD as a computer scientist in the Austrian Doctoral Student Program at CERN, and looking back it has been a good start into my career. CERN is a unique place; it is a sad prospect that it will be close to impossible for other Austrian students to have the wonderful experiences I had at CERN.
silke Auer, Wien - , 11-05-09 22:59:
Es ist eine Schade das Österreich Geld für eine Wiederwahl ausgeben mußte, für eine CERN Mitgliedschaft aber scheinbar das Geld fehlt? Da verstehe ich jeden Schüler und Student der keine Motivation mehr zum Lernen hat.
Barbara Faast-Kallinger, Wien - Physik-Lehrerin (AHS , BAKIP), 11-05-09 22:30:
Mit solchen Maßnahmen jagt man überaus fähige Wissenschaftler aus dem Land bzw. demotiviert jene , die bereit sind , in unserem Land auf dem Bereich der Naturwissenschaften zu forschen . Ich unterrichte mit großer Begeisterung Physik (AHS , BAKIP) und hatte im Vorjahr das Glück , einen Seminartag mit österreichischen Wissenschaftlern verbringen zu dürfen , die mit dem CERN zusammenarbeiten.
Dieses Seminar war in kürzester Zeit ausgebucht.
Von den Eindrücken , die ich an diesem Tag sammeln konnte, zehre ich heute noch.
Die Atmosphäre dieses einen Tages hat mir außerdem hautnah verdeutlicht , wie wichtig es ist , breite internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung zu ermöglichen.Nur das Zusammenwirken so vieler kluger,hochkreativer und hochmotivierter Pioniere garantiert auch weiterhin wissenschaftlichen Fortschritt.
sheldon glashow, boston university - professor, 11-05-09 22:19:
Austria gave us Boltzmann, Ehrenfest, Meitner, Pauli, Schroedinger, Weisskopf, Zeilinger and so many other illustrious physicsts. Yet, this founding member
contemplates withdrawing from CERN just before its most magnificent moment. I deplore this unconscienable act in the strongest terms. What funds may be saved cannot compensate for the harm that will be inflicted upon iAustria's young scientists and its international reputation.
Prof Terry Wyatt, Universitaet Manchester,UK. - Physiker., 11-05-09 22:16:
Als Vorsitzender der "LHC Experiments Committee" (LHCC) lese ich mit grosse Sorge die Nachrichten, dass Oesterreich seine seit 50 Jahren bestehende Mitgliedschaft beim CERN beenden will.
Ich habe seit 1984 (UA1 Experiment) mit oesterreichische Physiker gearbeitet. Es is kaum zu denken, dass diese lange Geschichte so schlect enden wird.
Patrick Otto Ludl, - Diplomand, Teilchenphysikgruppe Uni Wien, 11-05-09 22:10:
Wissenschaft und Grundlagenforschung sind Eckpfeiler unserer Kultur. Der Wissensdurst des Menschen und seine Fähigkeit ein Verständnis für die ihn umgebende Natur zu entwickeln sind treibende Kräfte, nicht nur des wissenschaftlichen Fortschrittes, sondern auch der kulturellen Entwicklung unserer Zivilisation. Diese kulturelle Entwicklung hat zur Befreiung des Menschen von vielen Belastungen geführt. Theologischen, geisteswissenschaftlichen und vor allem auch naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verdanken wir es, dass der Mensch über die Jahrhunderte unabhängig geworden ist von verschiedenen Arten von Aberglauben, wie zum Beispiel vom Glauben an Zauberei, böse Geister oder Wetterphänomene und Naturkatastrophen als Ausdruck des Zornes von Göttern.
Die Frage "was die Welt im Innersten zusammenhält" ist die zentrale Frage, welche die Teilchenphysik versucht zu beantworten. Das Streben nach Erkenntnissen dieser Art ist niemals nur ein rein naturwissenschaftlicher Akt. Die Suche nach Antworten auf diese Fragen ist auch ein philosophischer und kultureller Akt, und gerade deshalb ist das CERN nicht nur eines der wichtigsten naturwissenschaftlichen Zentren der Welt, sondern auch eines der wichtigsten kulturellen Zentren der Welt. Physiker, Ingenieure, Mediziner, Informatiker und viele andere Berufsgruppen aus aller Herren Länder kommen zum CERN um dort, über alle Grenzen und Unterschiede in Nationalität, Religion und politischen Ansichten hinweg, in Dialog zu treten und gemeinsam die wichtigsten naturwissenschaftlichen Probleme unserer Zeit in Angriff zu nehmen. Der neue Teilchenbeschleuniger LHC ist nicht nur die größte von Menschenhand erbaute Maschine, sondern auch Sinnbild für erfolgreiche Kooperation über alle Grenzen hinweg.
CERN ist deshalb nicht nur wichtiges naturwissenschafliches Forschungsprojekt, völkerverbindendes Institut und kulturelles Erbe, sondern auch eines der größten Friedensprojekte die die Welt je gesehen hat. In Zeiten in denen wirtschaftliche Krisen den Wohlstand der westlichen Welt zu schmälern drohen sind solche Sinnbilder für eine friedliche und erfolgreiche Zusammenarbeit besonders wesentlich. Ein übereilter Ausstieg Österreichs aus diesem einzigartigen Projekt hätte fatale Konsequenzen für die Forschungslandschaft in Österreich, in Europa und der ganzen Welt. Die Regierenden Österreichs sollten die Entscheidung eines Austrittes gründlichst überdenken und dabei hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass die CERN-Mitgliedschaft eine der wichtigsten möglichen Investitionen auf dem Gebiet der Forschung, der Entwicklung, der Kultur und der Völkerverständigung ist. Ich denke ein Austritt aus dem CERN wäre für Österreich und durch die Signalwirkung auch für Europa und die Welt ähnlich zu bewerten wie der Verlust der Bibliothek von Alexandria, der größten Sammel- und Produktionsstätte antiken Wissens und antiker Kultur, die vermutlich durch kurzsichtige Politik zerstört wurde.
Selbst wenn CERN ein reines wissenschaftliches Projekt wäre, müsste es die ungeteilte Unterstützung aller Länder bekommen. Ein Land das dem CERN angehört, erhält aber noch viel mehr - Verständigung mit seinen Nachbarn, Kultur, Frieden.
Martin , - , 11-05-09 22:10:
Einfach lächerlich
Andreas Pflügl, - , 11-05-09 22:06:
Die CERN Mitgliedschaft soll unwichtiger sein als das bedenkliche E-Voting (das in Deutschland für verfassungswidrig erklärt wurde) für das es Geld gab und weiterhin gibt?
Ich fordere die Wissenschaftssprecher der Parteien auf einen Misstrauensantrag gegen Minister Hahn einzubringen.
Peter Berger, Steyr - AHS-Lehrer i.R., 11-05-09 21:22:
In einem Land, in dem es für jeden publikumswirksamen Gag Geld gibt, fehlt dieses natürlich für Grundlagenforschung. Ohne diese gäbe es nicht einmal heute so sebstverständliche Methoden wie Röntgen- od. Ultraschalluntersuchungen
Elfriede Ita, Wien - , 11-05-09 21:18:
Kaum zu übertreffen der Gartenzwergweitblick unserer politischen "Elite".
Christoph R, Innsbruck - , 11-05-09 20:46:
Ein Austritt wäre eine Katastrophe. Forschung ist der Grundstein unserer Wirtschaft und von ihr hängt vieles ab.

Wenn man bedenkt, dass es sich nur um einen Betrag von knapp 16 Mio ? handelt (für eines der reichsten Länder der Welt), ist der Austrittsgedanke noch lächerlicher.
Christian Hanusch, - , 11-05-09 20:42:
Austritt bitte nicht. Wäre ein Rückschritt.
Rafael Gattringer, - , 11-05-09 20:01:
Forschung nicht umbauen sondern ausbauen!
Antti Jokiluoma, Finland - Student, 11-05-09 19:22:
I'm a high school student from Finland and very interested in theoretical physics. In the future I see myself as a researcher in physics and my dream is to work at a place like CERN. Such dreams give me very much motivation to my studies in physics.

I'm sure that there are many young students like me in Austria, who dream of becoming a top researcher some day. If Austria withdraws from CERN, these dreams might not come true. This should never happen.
Heinz Broell, Innsbruck - , 11-05-09 18:59:
Kaum zu glauben....ist denn unserem Herrn Wissenschaftsminister nicht bewußt, daß Forschung ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Existenz, und somit für das Leben jedes einzelnen von besonderer Bedeutung ist? Ist ihm weiters nicht bewußt, daß der Schaden, den die Beendigung der Mitgliedschaft Österreichs bei CERN nach sich ziehen würde, auf die Dauer sicher höher wäre als der Betrag, den er beabsichtigt ?einzusparen??
Um unser Land nicht weiter lächerlich zu machen, sollte sich Herr Dr. Hahn entweder eindeutig von seiner Absicht distanzieren, oder zurücktreten.
Olaf Kittel, Granada, Spain - postdoc, 11-05-09 18:39:
Billions for the banks in Europe, but nothing for Europe's science centre at Geneva--is this the right way? I believe that a working financial system is essential for Europe's future, but science is too!
Norbert Frischauf, JRC-IE, Niederlande - Wissenschaftler, 11-05-09 18:23:
Aus dem CERN auszusteigen, heißt wieder den Gedanken der Zusammenarbeit zu agieren. Es ist dieser Gedanke, der die Menschheit zu den größten wissenschaftlichen (CERN, ESO; ESA, etc.), ökonomischen (EU, EFTA, NAFTA) und sozio-politschen Erfolgen (UNO, u.a.) verholfen hat. Gerade ein Land wie Österreich, dass sich als eine Brücke zwischen Ost und West und als Kulturvermittler versteht und dessen beeindruckende Erfolge nach einem Darniederliegen nach den beiden Weltkriege auf dem Willen zur internationale Zusammenarbeit begründet sind, darf nicht glauben, dass ein Ausstieg aus dem CERN keine weiteren internationalen Kollateralschäden nach sich zieht, wenn man seine Partner brüskiert. Wissenschaft ist spannend, Wissenschaft ist wichtig, Wissenschaft - so wie sie am CERN gelebt wird - ist 100%-ig friedlich. Sie wird die Menschheit weiter voranbringen und Österreich wäre gut beraten in diesem Geiste zu agieren. Aktionen, wie der propagierte CERN-Ausstieg, die bestenfalls (politsches) Kleingeld einbringen, sind hier eindeutig fehl am Platz!
Dusan Bruncko, Kosice, Slovakia, IEP SAS - scientific assoc,., 11-05-09 18:14:
Seems to me, that it is the craze solution. CERN is in really the most world scien. labolatory. From my point of view, is necessary to reduce CERN budget, Here I mean the solary, which MUST be the same as in other EU countries. CERN MUST be normal HEP institutes.
Fedele Lizzi, Napoli, Italy - Professor of Theoretical Physics, 11-05-09 18:03:
It seems that the black hole that CERN was feared to produce has swallowed the Austrian minister sense!
CERN is an important example of international cooperation as well as one of the major scientific institutions of all time.
THe way ot of an economic crisis is to increase investment in such institution,not pulling out of them.
Stefan Schmeja, Universität Heidelberg - Astrophysiker, 11-05-09 17:59:
CERN ist ein Beispiel, dass Europa den USA in der Spitzenforschung ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen sein kann - wenn es denn an einem Strang zieht. Ganz abgesehen von den verheerenden konkreten Nachteilen für die österreichische Physik wäre der Austritt ein völlig falsches (und im schlimmsten Fall beispielgebendes) Signal in einer Zeit, in der Europa immer enger zusammenwächst. Als Auslandsösterreicher kann man sich manchmal für sein Land nur noch schämen.

Natürlich kann man Österreichs Engagement am CERN kritisch sehen, aber dann wäre es zumindest selbstverständlich, das mit den Beteiligten zu diskutieren und Vor- und Nachteile sachlich gegeneinander abzuwägen, anstatt aus heiterem Himmel und offenbar ohne allzuviel Sachkenntnis den Austritt zu verkünden.
Siegfried Brunnbauer, St. Florian - Tontechniker, 11-05-09 17:55:
Nur ein Narr kann in einem Anfall von Grössenwahn und Selbstherrlichkeit den Ausstieg aus dieser renomierten Institution wünschen. Anscheinend ist die Volksverblödung in diesem Neid- und Gierstaat - verursacht durch die Medien in den letzten 70 Jahren - soweit fortgeschritten, dass wir nicht mehr erkennen, dass es um die Energieversorgung sehr schlecht steht. Wir haben unsere Resourcen bis zum Rande ausgenützt - diese sind fast erschöpft.

Alleine mit Umdenken kann man da nicht mehr viel erreichen, es müssen neue Wege gesucht und gefunden werden! Das CERN hat sich in der Wissenschaft sehr verdient gemacht - wenn es diese Institution nicht gäbe, müsste man sie erfinden!

Für jeden Menschen muss es eine Verpflichtung sein, diese Institution zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass es für die am CERN beschäftigten Wissenschaftlern eine Ehre ist, dort zu arbeiten. Umso mehr schockiert mich die Borniertheit eines Politikers, der aus dem Ausstieg aus dem CERN billigstes politisches Kapital schlagen will!

Österreich kann und darf sich den Ausstieg aus dieser Institution nicht leisten - aus Eigeninteresse, aber auch aus einer Verantwortung für sich selbst und anderen gegenüber!
Belen Gavela, Universidad Autonoma de Madrid. Spain - Scientist. Professor of Theoretical Physics., 11-05-09 17:21:
It is very disappointing that Austria may be leaving a collaboration, CERN, which has repeatedly proven to be one of the most successful international collaborations ever, with all involved nationalities intertwining smoothly in tasks of the highest technical precision.

CERN has added fundamental knowledge - and with important austrian participation - which will remain as a historical heritage to humankind, has also been the birthplace of technical revolutions such as the world-wide-web and may be perhaps on the verge of new fundamental discoveries with the running of LHC. How can Austria or any country leave precisely at this point?

My native country, Spain, did a similar error in the past, which translated in many many years lost for spanish science.

This decision must be reversed before it is too late.
Steve Muanza, Marseille, FRANCE - Particle Physics Staff Researcher, 11-05-09 16:44:
We are all conscious that all the countries are facing economic difficulties. However I have the strong belief that even (or especially) during these difficulties, investments in cutting edge technologies as well as in fundamental science (I heard CERN has something to do with both) should have higher priorities over some shorter term issues. Because they can render the economies more innovative and possibly give them brighter prospects after the crisis than before.
Also, for Europe, common investments are often more significant than separate ones.
... For these reasons I hope the decision is not final...
Wilfried Buchmueller, Hamburg - Theoretischer Physiker, 11-05-09 16:29:
Oestereichische Physiker haben viele
bedeutende Beitraege auf den Gebieten Teilchenphysik und Kosmologie geleistet.
Ein Rueckzug Oestereichs von diesen
Forschungsgebieten waere eine Tragoedie fuer die Wissenschaft - in Europa und wohl auch in Oestereich!

Ich gehe davon aus, dass Herr Minister Hahn bei genauerer Betrachtung seine Entscheidung korrigiert!
Simon , - Particle physics, 11-05-09 16:06:
The naivety shown by the Austrian government in terminating support of a major research project at the forefront of modern science will cause alot of embarrasement among the Austrian population. Science is central to the modern world's economies, and investing in it is necessary to secure and improve the world's future.

On a general note: Cutting research funding every time there is a recession / election / war etc. wastes taxpayer's money. So, given that no funding is not an option, the only alternative is to keep funding continuous.
christian winter, Wien - Angestellter, 11-05-09 15:55:
Offensichtlicher kann der Beweis für das inkompetente Handeln unserer Regierung gar nicht mehr gebracht werden - Es gibt Werbeplakate für die EU-Wahl als gebe es keine Wirtschaftskrise - Pröll bewirbt sich und seine Steuerreform in allen Tageszeitungen; etc, etc.
Aber für solch sinnvolle Investitionen ist kein Geld vorhanden!!
Wann beginnen wir endlich diese Regierung zu bestreiken!!!
Miguel-Angel Sanchis-Lozano, IFIC - University of Valencia - Professor of Physics, 11-05-09 15:30:
Spain left CERN in 1968 during Franco's regime, to return in 1983 once democracy was recovered. Too many years lost for Spanish science.
Fundamental science is something more than an entertainment for scientists; it is a people's right which should ensure in the future wealth and social progress in all aspects: technological, economical, social and political in the broad sense of the word.
As Spanish representative to the European Particle Physics Outreach Group, I would consider the exit of Austria from CERN as a big big error in all the aspects outlined before.
Michael Hellwig, Ulm - PhD student in quantum physics, 11-05-09 15:11:
Es ist als Auslands-Österreicher immer wieder mal peinlich, mit den Deutschen Kollegen über seine Heimat zu sprechen. Gerade noch hat man sich über Minister Steinmeiers Burkina-Faso-Vergleich aufgeregt, schon muss man feststellen: er hat Recht! Zwar nicht in dem Gebiet, an das er dachte, aber doch.
Alberto Aparici, Valencia, Spain - PhD. student in particle physics, 11-05-09 15:03:
The news that the Austrian government is willing to leave CERN is a sad one. I can agree with them that nowadays certain particle physics experiments are very expensive, and it's true that economic situation is bad (in Austria and elsewhere), but I think that they are taking a dangerous path. Science requires compromise, sometimes a lot, from governments and from scientists themselves, and it is important to note that there would not be science at all without that kind of commitment. Today, the decision that they're taking is "we give up an expensive experiment to be able to invest in another three or four, which are also important", but tomorrow they will discover that these ones can also be replaced with others, that what we do is only to trace a line between "what is worth the effort" and what is not, and that this line is completely arbitrary. To make science we need to want to make science. It is saddening that they've decided to follow this way, cause I don't think it gets us anywhere.
Thor Polson, St. Paul, Minnesota - Language Teacher, 11-05-09 14:51:
It can only be described as extremely puzzling that, in an age in which international cooperation at all levels is in fact the ONLY way forward into a very uncertain future, Austria is on the verge of withdrawing from the CERN project. This decision must be reconsidered before it is too late.
Alexander Kling, Hamburg - Physiker am Deutschen-Elektronen Synchrotron, 11-05-09 14:32:
Es ist nahezu unfassbar, dass ein derartiger Schritt wie der Austritt aus dem CERN von politischer Seite in Österreich vorbereitet wird. Gerade die Grundlagenforschung in der Hochenergiephysik braucht diesen "global effort" und eine Nichtteilnahme Österreichs hat unabsehbare negative Auswirkungen.

Ich kann mich nur den hier schon mehrfach getätigten Aussagen anschliessen. Manchmal ist es schwer als Auslandsösterreicher zu seiner Heimat zu stehen.
Schöne Grüße aus Hamburg!
Ulrich Nierste, Karlsruhe - Professor, 11-05-09 14:20:
Die Natur der kleinsten Bausteine der Welt gehoert zu den wenigen wissenschaftlichen Fragen, die Menschen aller Kulturen faszinieren. Der LHC-Beschleuniger am CERN wird uns eine neue Dimension des Wissens ueber fundamentale Naturgesetze eroeffnen, die uns nicht zuletzt neue Erkenntnisse ueber den Beginn des Universums eroeffnen werden. Diese Grundlagenforschung steht in der besten Tradition grosser oesterreichischer Physiker wie Erwin Schroedinger, Wolfgang Pauli, Viktor Hess und Lise Meitner. Die Forschung nach fundamentalen Natrurgesetzen war schon zu Zeiten international, als es noch gar kein CERN gab.

Mit dem Ausstieg aus dem CERN bricht Minister Hahn mit der wissenschaftlichen Tradition seine Landes. Es ist naiv zu glauben, man koenne in einem Zweig der Wissenschaft "pausieren" und spaeter einen verlorenen Faden wiederaufnehmen. Eine wissenschaftliche Reputation baut man sich ueber Jahre und Jahrzehnte muehsam auf; man kann sie nicht wie
mit einem Lichtschalter an- und ausschalten.

In den naechsten Jahren wird das CERN
die Fruechte einer mehr als 20 Jahre dauernden Vorarbeit ernten. Oesterreich
hat zur Saat beigesteuert, soll es jetzt an der Ernte nicht teilhaben?
Michaela Lechner, Paralleles Rechenzentrum, Königliche Hochschule Stockholm - Applikationsexperte, 11-05-09 13:52:
Der deutsche Finanzminister hat ja so recht, unser Land auf eine Stufe mit einer Bananenrepublik zu stellen. Ein Schritt mehr in die immer markantere Richtung die Forschung in Österreich auszuhungern.

Was dazu führt, dass hochqualifizierte, höchstausgebildete, junge Menschen ins Ausland abwandern und der Heimat für immer den Rücken kehren. Schöne Grüße aus Stockholm!
Maria Steinrück, Wien - Schülerin/Studentin, 11-05-09 13:45:
Was soll man dazu noch sagen?
Der LHC ist derzeit das größte, wichtigste und spannendste Experiment Europas. Kurz vor dem Start dieses Experiments auszusteigen ist einfach unsinnig. Für die Grundlagenforschung in Österreich ist es ohnehin einfach nur eine Katastrophe!
Ich poste jetzt nicht ausführliche Argumente, das haben bereits viele vor mir wesentlich besser getan, aber ich möchte hier festhalten, dass ich diese Entscheidung wirklich traurig finde.
Nicht zuletzt betrifft diese Entscheidung auch meine eigene Zukunft als Physikstudentin, da ich später eigentlich gerne im Gebiet der Teilchenphysik geforscht hätte. (Was ich trotzdem tun werde, wenn auch vermutlich im Ausland.)
Boris Kamenik, Wien - , 11-05-09 13:31:
Der Ausstieg Österreichs nach 50 Jahren Mitgliedschaft beim CERN ist beschämend. Selbst wenn der Mitgliedsbeitrag wirtschaftlich und forschungspolitisch keine gute Investition wäre: 2 Euro pro Jahr und Nase für die Beteiligung am größten wissenschaftlichen Experiment der Geschichte? Das können und sollten wir uns leisten. Die Milliarden für unsere fliegenden Fotoapparate waren schließlich auch aufzutreiben.
Grundlagenforschung gilt in der "Kulturnation" Österreich leider nicht als Kulturleistung, und Johannes Hahn, Doktor der Philosophie, scheint diese Ansicht zu teilen. Das I.S.T. in Gugging kann gleich wieder zusperren. Die österreichische Bundesregierung ist offensichtlich kein verlässlicher Partner für langfristige Forschungvorhaben.
martha Schöfbeck, 3433 Königstetten - AHS Professorin, 11-05-09 12:46:
Wir sich schockeirt über die Beendigung an der CERN Mitarbeit, da wir die intellektuelle Kapazität unserer Bevölkerung und die Teilnahme an wissenschaftlicher Arbeit als die einzige Resource betrachten, die uns von einem Entwicklungsland unterscheidet.
martha Schöfbeck, 3433 Königstetten - AHS Professorin, 11-05-09 12:45:
Wir - unsere Familie und unser Freundeskreis bestehend aus Lehrern und Künstlern- sind schockiert über die Beendigung an der CERN Forschung. Österreichs einzige Resource ist und bleibt die intellektuelle Kapazität seiner Bevölkerung und die Involvierung in wissenschaftlichen P rozessen.
Pietro Slavich, Paris - CNRS Researcher, 11-05-09 12:42:
This looks like an incredibly shortsighted (and bizarre) move. All of the explanations from the Austrian Minister of Science that I could find in English-language news sites, citing budget problems and low visibility, seem totally irrational in view of the puny sum involved and of the upcoming start of the LHC program. Clearly there must be some weird political issue behind this decision. Would some of our Austrian colleagues care to explain to us non-German-speakers what is going on behind the scenes? Who stands to benefit from this move and how are they connected to the Minister of Science?
Reinhard Folk, Universität Linz - aUniv.Prof theoretische physik, 11-05-09 12:21:
Diese Entscheidung ist eine Schande. Sie ist abgesehen von wissenschaftlichen und bildungspolitischen Standpunkt eine fatale Entscheidung gerade Angesichts der kommenden Europawahlen. Will Östereich ein vollwertiger Partner auf dem Gebiet der europäischen Forschung und insbesondere der Grundlagenforschung sein oder nur mehr seine eigene lokal bedingten Interessen verfolgen.
Es muss im zweiten Fall eine Diskussion, wie für ein Entwicklungsland geführt werden, der auaschließlich den ökonomischen Nutzen der geförderten Forschung zum Inhalt hat. Ich hoffe, dass dies nicht der Fall sein wird und warte auf den geharnischten Protest der ÖPG und auch des FWF.
Jasmin , Wien - Physikerin, 11-05-09 11:57:
Es ist einfach schade, jetzt auszusteigen! Jahre hat Österreich an bedeutenden Experimenten mitgeholfen, war am Aufbau beteiligt. So natürlich auch am LHC. Und jetzt, da der LHC wieder in Betrieb genommen wird und in naher Zukunft Resultate bringen wird, steigt Österreich aus. Gerade als Physikerin kann ich die Entscheidung von Minister Hahn nicht ganz nachvollziehen. Es ist wirklich traurig für die österreichische Wissenschaft. Wenn der Entschluss von Minister Hahn durchgesetzt wird (was ich nicht hoffe), wird er es spätestens bereuen, wenn der LHC wieder die Titelblätter aller Zeitungen beherrscht und zwar dann wenn die ersten Resultate öffentlich gemacht werden....
Werner Porod, Würzburg - Teilchenphysik, Prof. fuer Theoretische Physik, 11-05-09 11:47:
Dieser geplannte Austritt ist absolut unverständlich und schockierend. Insbesondere da jetzt die Früchte jahrelanger Arbeit eingefahren werden können. Ich habe in meiner Karriere mit Sicherheit davon profitiert, dass Österreich CERN Mitglied ist. Zur Sichtbarkeit sei noch angemerkt: Zwei der bisherigen CERN Generaldirektoren haben österreichische Wurzeln.
Christian Lang, Graz - Univ.-Prof., 11-05-09 11:46:
Ich bestürzt über den überraschenden Beschluss, den Vertrag mit CERN
2010 zu kündigen. CERN ist das erfolgreichste gesamteuropäsche
Naturwissenschaftsprojekt. Die Ergebnisse sind vor allem im Bereich der physikalischen Grundlagenforschung wichtig, sie haben jedoch Auswirkungen auf viele weitere Zweige der Physik, der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die größte Forschungsgruppe im Theoriebereich meines Instituts, inklusive eines FWF-finanziertes Doktoratskollegs, beschäftigt sich mit Elementarteilchenphysik.

Die für die Experimente notwendige technische Entwicklungsarbeit am
CERN hat Know-How gebracht, dessen Relevanz auch für Österreichs
Wirtschaft (und Wissenschaft) kaum abschätzbar ist. Methoden und
Verfahren, die gleichsam als Nebenprodukt am CERN entwickelt wurden, haben Wesentliches zur Experimentiertechnik anderer
Naturwissenschafstzweige sowohl in Grundlagenforschung als auch in
anwendungsorientierer Entwicklungsarbeit beigetragen. Zahlreiche österreichische ForscherInnen haben durch längere oder kürzere Aufenthalte am CERN zur Wissenserwerb und Transfer nach Österreich beigetragen. Das österreichische DoktorandInnenprogramm war
beispielgebend für andere Nationen, der Einfluß auf die Qualität der
hiesigen Forschung war und ist unbezahlbar.

Ein Auszug Österreichs und nachfolgende Entscheidungen, welche die universitäre und nicht-universitäre Forschungslandschaft sehr
beeinflussen werden, haben eine katastrophale Signalwirkung, auch
gegenüber den anderen europäischen Staaten.

Univ.Prof. Dr. Christian B. Lang
(Inst. f.Physik, Fachbereich Theorie, Universität Graz)
Santi Peris, UAB, Barcelona - Particle Physicist, 11-05-09 11:43:
This is a stupid move. And I know what I am talking about: Spain did the same in 1969 and only rejoined in 1983.

I would suggest that you guys try to get some support from the HEP community around the world by circulating a letter people could sign.
Thomas Reibnegger, Wien - Student, Grafiker, 11-05-09 11:37:
Im letzten Jahr durfte ich das HEPHY kennenlernen im Rahmen eines Grafik-Auftrages für die Wanderausstellung WWW.LHC2008.AT. Ich als "Nicht-Physiker" konnte aufgrund dieses Auftrages einen Blick in die Welt der Materieteilchen gewinnen und erlebte das Team des Hephy als sehr engagiert. Der Ausstieg aus dem CERN sehe ich zur jetzigen Zeit als wahre Katastrophe im Hinblick der Eröffnung des LHC im Herbst, da ab diesem Zeitpunkt wohl die Früchte nach jahrelanger Vorbereitung geerntet werden können. Nicht nur das: Wir haben Europawahlen und die jetzige Handlung des Wissenschaftsminister, der von einer Partei kommt, die sich "die Europa-Partei" schlechthin nennt, sehe als eine sehr schiefe Optik! ich hoffe, dass noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und wünsche dem Team vom Hephy viel Mut und Durchsetzungskraft.
Malcolm Fairbairn, London - , 11-05-09 11:25:
I think that any decision to step back from CERN is very bad for the scientific community of Austria and Austria in general. It is crazy to pull out of a project right at the minute where you are about to get the benefits. In a time of economic uncertainty, science is one of the only things it is safe to invest in...
Andreas Frauenberger, Wien - RA, 11-05-09 11:13:
Erst wenn wir uns lange genug nicht mehr für Dinge engagiert haben, die nicht sofot Gewinn abwerfen, werden wir feststellen, dass man ohne Licht nachts nicht lesen kann. Wenn alle so denken, haben auch Edison und Einstein umsonst gelebt.
Manfred Pöckl, Wien - , 11-05-09 11:02:
Es geht nicht um Pros und Cons, wie es BM Hahn ausdrückte, sondern um das Selbstverständnis einer Kulturnation und eines der reichsten Staaten der Welt. Die Entscheidung ist dumm und beschämend.
Andreas Fuhrer, - Bergführer, 11-05-09 09:20:
Es ist eine Schande dass ein Herr Minister einen derartigen Blödsinn verzapft wo er noch dazu den edlen Namen eines berühmten Physikers trägt.
Thomas Schwetz-Mangold, Heidelberg - Physiker am Max-Planck-Institut für Kernphysik, 11-05-09 00:54:
Ich hatte die Möglichkeit von 2006 bis 2008 als Fellow am CERN zu arbeiten. Diese Zeit war für mich eine der aufregendsten Erfahrungen in meiner wissenschaftlichen Karriere. An diesem großartigen Projekt mitwirken zu können, zu erleben wie Leute aus der ganzen Welt auf ein großes Ziel hinarbeiten, geleitet von der gemeinsamen Neugier nach unerforschtem Territorium, die einzigartige Atmosphäre am CERN miterleben zu dürfen als Prototyp europäischer Integration - all das war eine großartige Erfahrung, die von nun an österreichischen Forschern verwehrt bleiben soll?

Mit großer Enttäuschung muß ich zur Kenntnis nehmen, dass in unserem kleinen Land offenbar kein Platz für diese Art von weltweit einzigartiger Grundlagenforschung ist. Es völlig unverständlich warum sich Österreich nach so vielen Jahren erfolgreicher CERN Mitgliedschaft nun dazu entscheidet nicht dabeisein zu wollen, wenn endlich die Ergebnisse des LHC in greifbare Nähe rücken und CERN zu absolut fundamentalen Fragen neue Erkenntnisse liefern wird. Diese Entscheidung kann nur als Kurzschlusshandung, oder als Zeugnis unglaublicher Provinzialität gedeutet werden, und richtet großen Schanden für Österreich an!
Beatrix Hiesmayr, Wien - Assistentin auf der Universität Wien, 10-05-09 22:11:
Was sollen unsere Kinder von uns denken? Da versuchen wir ihnen zu erklären, dass Europa dafür steht, dass wichtige Entscheidungen friedlich für und mit der Gemeinschaft beschlossen werden. Und dann kommt ein gewählter Vertreter her und beschliesst von einem auf den anderen Tag etwas von unbekanntem Ausmass ohne mit Experten und Betroffenen gesprochen zu haben! Funktioniert so Demokratie?
Sabine Kraml, Grenoble - ausgewandert..., 10-05-09 21:45:
Da ist "Teilchenbeschleuniger" der am schnellsten wachsende Suchbegriff bei Google. Alle Welt ist gespannt, was der LHC uns an neuen Erkenntnissen bringen wird. Aber Österreich muss just zu dem Zeitpunkt austreten, zu dem wir beginnen könnten, die Früchte unserer jahr(zehnte)langen Anstrengung und Investitionen wirklich zu nutzen. Bravo!

Amerika ruft im Agesicht der Krise "Yes, we can!" Indien, China, alle aufstrebenden Nationen vervielfachen ihre Anstrengungen in der Grundlagenforschung. Aber Österreich steckt den Kopf in den Sand. Wäre ich nicht schon ausgewandert, würde (müsste) ich es jetzt tun.
Andreas Liebhart, - , 10-05-09 21:14:
Ich finde diese Entscheidung ist eine Schande für Österreich. Wegen im Vergleich lumpiger 16 Millionen ? oder nicht mal 0,5 % des Ministeriumsbudgets. Ich könnte in die Tastatur beissen...
Robert Herzog, Zürich - , 10-05-09 21:08:
Ein spanischer Fürst sagt zu Kolumbus, schon ahnend wohin ihn seine Reise bringen wird: "Ich habe Dir jetzt jahrelang - jahrzehntelang! - Deine Schiffe mitfinanziert, aber jetzt bekommst Du für die Proviantierung nichts mehr. Und ob ein Seemann aus meiner Provinz mitsegelt ist mir auch egal."
Österreichs CERN Ausstieg am Vorabend epochaler Entdeckungen am LHC.
Ingeborg Kraml, Steyr - Pensionistin, 10-05-09 21:03:
Österreich hat jahrzehntelange Mietgliedszahlungen an CERN geleistet und mit enormen Einsatz am Aufbau mitgearbeitet. In nächster Zunkunft werden die Früchte reif um sie zu ernten! Nun der CERN-Austritt? Was soll das? Eine katastrophale Entscheidung Hr. Hahn!!! Denken Sie mal nach, ist Ihnen das Ausmaß Ihrer Entscheidung überhaupt bewusst? Machen Sie einen Rückzieher, bevor es zu späst ist!!!!!
Sezen Sekmen, Geneva - Physicist, 10-05-09 19:36:
I am a Turkish physicist working for the CMS experiment of the CERN Large Hadron Collider. I am amazed at this decision of Austrian government to step back from CERN membership, especially at this stage where the experiment is just about to begin taking data - at this stage where the fruits of the efforts of many years are to be collected. This is totally unfair to our Austrian colleagues whose contributions to both the LHC experiments and theoretical studies related to LHC physics are very significant and much appreciated.

I believe Austria will not gain anything by sparing this sum, but rather loose from its valuable scientific spirit.

The consequences of the latest economical crisis are difficult, yet there surely must be other expenses that could be cut - but not science, please! If my country Turkey, despite all its economical and political obstacles is currently capable of taking the official steps for a CERN membership, there should be no reason for Austria to get out of it.
Aleksi Vuorinen, Geneva, Switzerland - Senior research fellow, adjunct professor, 10-05-09 18:14:
I am a theoretical particle physicist on leave of absence from the Technical University of Vienna, where I have since 2007 held a Lise Meitner research fellowship of the FWF. Currently, I work at the Theoretical Physics Division of CERN and am establishing my own research group at the Bielefeld University in Germany. On a daily basis, I work with the type of research that will be carried out at the new LHC collider at CERN, and collaborate on this with several Austrian physicists, both in Vienna and abroad.

In my opinion, if carried out, the decision of the Austrian government to effectively pull out from research in experimental high energy physics by ending the country's membership in CERN is both shameful and extremely shortsighted. While saving a considerably small amount of money, this action would not only hurt the reputation of the country in the international science community, but also weaken the position of every single Austrian researcher working in this highly competitive field. Not having access to the CERN staff member, fellow and student positions and losing the much needed channels to the center of top-level particle research would have devastating consequences on Austrian high energy physics --- a scientific community with a history rivaled by very few countries of the same size.

On a personal note, I can only say that actions like the ones planned at the moment make Austria stand out in a negative light, and make it much less appealing as a working environment than it used to be. I have myself recently faced the choice, in which country to build a career, and in this process one of the most important factors is the type of commitment a government is showing to participation in long term scientific research projects. The road that Austria is choosing now is a signal to all international researchers in high energy physics and beyond that it is no longer a top level choice, but rather becoming a place to avoid.
Petra Berger, Wien - Musik(!)lehrerin, 10-05-09 15:37:
Es tut schön langsam wirklich weh, wofür in diesem Land Geld ausgegeben wird und woran gespart wird - um den kurzfristigen "Erfolg" von 20 Millionen eingesparten Euros, die auf irgendeinem anderen undurchsichtigen Weg versickern werden. Ich möchte Minister Hahn keine bösen Absichten unterstellen, denn (Zitat Gustav Mahler): Die meisten Menschen sind besser, als man glaubt. Und dümmer.
Michael Strickland, Gettysburg, PA USA - Physics Professor, 10-05-09 15:19:
During the years from 2002-2004 I worked at the Vienna Technical University as the recipient of a Lise-Meitner fellowship. I chose Austria because of it's world-renowned leadership in high energy particle theory. During my time there I produced seminal work with a young Austrian PhD student who has since gone on to great things in the world of high-energy particle physics. For this work to have the maximum possible scientific impact it is imperative that the LHC be fully funded. Physics is an experimental science and all of our theories are useless without real world tests.

The current proposal by the Austrian Science Ministry threatens the very livelihood of physics in Austria. I dare to say that if Austria moves in this way other international researchers such as myself would probably not find Austria as appealing any longer and Austria will find itself isolated in the scientific world.

If Austria is finding it hard to pull together the funding this is because the overall level of scientific funding in Austria is much too low. The current Austrian contribution to CERN is 20 million Euros. That works out to about 2.5 Euros per person in Austria, e.g. about the same price as a kaesekrainer from a stand in Vienna. It is sad that this level of funding is in question. What seems to be going on is infighting between scientific factions when the real solution is for scientists to speak out against the incredibly low science budget in the first place.

Sincerely,
Dr. Michael Strickland
Gettysburg College
Gettysburg, PA USA
rudolf eitelberger, Wulkaprodersdorf - Pensionist, 10-05-09 09:24:
Der Hahn hat gekräht!
Wir versenken die Hochenergiephysik in einem schwarzen Loch. Jetzt hat er und sein Daniel Düsentrieb ein Loch in die Forschung gerissen.Wozu noch die Früchte ernten,das sollen doch die anderen tun, es reicht doch wenn wir Österreicher am Aufbau so fleißig mitgearbeitet haben und so viele Steuergelder investiert haben. Das Ernten der Früchte kommt uns jetzt zu teuer, da steigen wir lieber aus. Das scheint wohl ihre Logik zu sein.
Treten Sie ab Herr Minister! Kein Hahn wird nach ihnen krähen!
Hoffentlich merken sich die Wähler ihre Schandtaten bis zur nächsten Wahl!
Will Johns, Vanderbilt University, Nashville Tennessee, USA - Associate Professor, 09-05-09 18:21:
The contributions that this group makes to projects at CERN are primary, important, and in some cases irreplaceable. Having spent some months in Vienna working with the CERN group there, I can tell you that I have, in some sense, found a second home. It is very rare to find a group of people where ideas and progress flows so easily in such a productive atmosphere. It is in the truest sense, the very essence of collaboration.

Before working with the Vienna group I really knew very little about Austria and Vienna in particular. The group there are supreme ambassadors for Austria.
I happily tell people (and I tend to teach 100+ students/year) of the fine things to see there, and the wonderful friends I have made.

Having been in the United States during times when the experiment I (and about 200 other scientists) was trying to perform (in the United States!) was canceled, it was important for me to visit a place where I felt science had such strong support. We in the U.S. really feel that countries like Austria are places where Science and the Arts are held in very high regard, and it makes me a little sad to think that the trend may be reversing.

I worry how much all of us will suffer without the presence of the Vienna group at CERN.

w.j.
Herbert , - , 09-05-09 15:57:
Sehr geehrter Herr Minister,

das Mini in ihrem Titel bedeutet nicht dass Sie *immer* klein-kariert denken muessen.
Wolfgang B., - , 09-05-09 13:26:
Waehrend sich Serbien und Mazedonien bemuehen am CERN teilzunehmen, um jungen begabten Forschern eine Chance zu geben an Spitzenforschung teilzunehmen, kann sich Oesterreich den Mitgliedbeitrag nicht mehr leisten.
Ein Tag der Schande!

Eine Schande ist es auch dass das vielen Zeitungen und vor allem dem ORF nicht einmal eine ausfuehrliche Berichterstattung wert is.
Und eine ausfuehrliche Diskussion mit den betroffenen Forschern und Firmen bevor so ein Beschluss gefasst wird kann man sich wohl sowieso nicht erwarten...
Rainer Gabriel, Buers - Lehrer, 09-05-09 10:21:
"Wozu brauchen wir Metall -wir haben doch super Feuersteine !". Fiktive Aussage eines Forschungsministers der Steinzeit - wahrscheinlich von der ÖVP ?

Ohne Spass:
Österreich zeigt wieder einmal, welche "Superhirne" bei uns Wissenschaftspolitik betreiben. Mit dem CERN-Ausstieg verabschieden wir uns von grössten und interessantesten Physikprokekt der kommenden Jahrzehnte. Aber wir haben nach noch genug preiswerte Steine auf Lager .
Daniela Klammer, Wien - Doktorandin, 09-05-09 09:00:
Wenn Bundesminister Hahn seine unfassbare Entscheidung damit begründet, dass der Beitrag eines kleines Landes wie Österreich an einer Großforschungsanlage nicht genügend gesehen wird, führt er das Gedankengut des Neoliberalismus in die Wissenschaft ein. Es geht ihm nicht darum, dass der Beitrag Österreichs zu gering oder qualitativ zu schlecht ist. Er meint, dieser wird nicht genug gesehen, nicht genug gewürdigt.

Wissenschaftliche Errungenschaften müssen quantifiziert werden können und die Leistung jedes einzelnen muss nachgewiesen werde können. Wissenschaft muss sich mit sinnvollen Dingen beschäftigen und möglichst schnell möglichst viele Publikationen bringen. Mit hohem Impact factor. Es muss jedoch gesagt werden, dass nicht alle wissenschaftlichen Gebiete so vermessen werden können, wie Hahn das vielleicht gerne hätte.

Teilchenphysik arbeitet anders. Aus der puren Komplexität der Experimente heraus entstehen Kollaborationen von weit über 1000 Mitarbeitern. Man arbeitet für die Kollaboration, man spricht auf Konferenzen im Namen der Kollaboration. Die Hierarchien sind flach, wirklich Stars gibt es nicht. Keiner kann alles verstehen und deshalb arbeitet man gemeinsam. Am CERN geht es um die Sache. Der Star ist der Large Hadron Collider und seine Detektoren. Der Ruhm gehört allen beteiligten. Aber keine Sorge, es ist genug davon für alle da.

Ich selbst war im Sommer 2003 Sommerstudent am CERN und es war die schönste Erfahrung meines Lebens. 200 Studenten aus der ganzen Welt kommen zusammen und lernen zu forschen. Der CERN war mit der Motivation gegründet worden, ein gemeinschaftlich europäisches, friedliches Spitzenforschungsinstitut zu erschaffen. Noch während des kalten Krieges, haben Wissenschaftler aus Ost und West gemeinsam die Physik im kleinsten erforscht und tun es immer noch. Immer ein Ort des wissenschaftlichem und technischem Weitblick, ist der CERN auch heute ein Mekka für Teilchen-, Beschleuniger- und Computer gestützte Physik. Der Platz, wo man mit der größten Wahrscheinlichkeit einem Nobelpreisträger über den Weg läuft.

Wer wie ich über eine Karriere in der Teilchenphysik nachdenkt, für den führt kein Weg am CERN vorbei. Durch den Austritt verliert Österreich den Anspruch auf Fellowships. Keiner, der in der Teilchenphysik Professor_in werden möchte, hat ohne eine Karrierestation am CERN realistische Chancen. In Genf laufen die Kontakte der europäischen Teilchenphysik zusammen, es geht nicht nur um die Reputation dort gewesen zu sein, sondern auch um Networking. Die Kontakte, die man dort schließt, sind unerlässlich für den strategischen Aufbau einer Professur.

Über diese profanen Dinge zu schreiben, tut mir fast schon weh, denn der CERN ist ein nobler Ort: Neugier ist ein wesentlicher Charakterzug des Menschen. Unser Wissens- und Kunstdrang macht uns erst zum Menschen. Wir wollen verstehen. Man würde meinen, dass studierte Philosophen diesem Gedanken etwas abgewinnen können. Ja, die Zeiten sind schlecht, das Geld ist knapp. Aber wir sollten deshalb nicht aufhören Mensch zu sein.

Von solchen Argumenten lassen sich Politiker wahrscheinlich nicht beeindrucken. Führen wir greifbarere an.

Die Qualität der Forschung am CERN wird von Hahn nicht in Frage gestellt. Teilchenphysik wird trotzdem wegrationalisiert. Nach 50 Jahren an entwickeltem Know-how und investiertem Geld, nach 15-jähriger Bauzeit des LHCs zieht man sich just zu dem Zeitpunkt zurück an dem die Ergebnisse und die Früchte dieser harten Arbeit sichtbar werden? Lassen wir die Expertise einfach so verpuffen? Hört sich für mich teuer an. Das ist als ob wir in ein Unternehmen investieren und aussteigen bevor die Dividende ausbezahlt wird. Kann ich nicht verstehen. Es scheint mir eher, Hahn hat einfach kein Interesse an sichtbaren Erfolgen der Teilchenphysik. Die helle Aufregung in den Medien lässt jedoch auf ein bereites Interesse der Bevölkerung schließen.

Hahn verspielt den Ruf Österreichs als verlässlicher Partner in Kollaborationen. Hahn verspielt die Reputation österreichischer Forschung. In 20 Jahren Österreich soll zu den Top 3 Wissenschaftsnationen Europas gehören, so das selbst gesteckte Ziel des Wissenschaftsministeriums. Auf diese Art: niemals.

Schon jetzt gibt es Spitzenforschung in Österreich, wie z.B. im Bereich der Quantenphysik oder der Biotechnologie. Auch die österreichische Teilchenphysik zählt dazu, welche ihre Ergebnisse vielleicht in der Vergangenheit nicht genug hervorgehoben hat. Sie war jedoch immer ein Steckenpferd und ein Aushängeschild österreichischer Spitzenforschung. Die Sonne des Ruhmes wäre schon da, man sollte sich vielleicht prächtig darunter stellen, damit auch alle Politiker, Journalisten und alle Freunde und Liebhaber der Wissenschaften die Ergebnisse sehen.

Ein Beispiel. Supersymmetrie ist vielleicht das am meisten studierte Konzept der theoretischen Physik der letzten 30 Jahre und wurde gemeinsam vom Österreicher Julius Wess und dem Italiener Bruno Zumino entwickelt. Falls die von ihnen vorhergesagten Teilchen am LHC gefunden werden, wären nicht nur viele fundamentale Rätsel der Physik wie z.B. das der dunklen Materie gelöst, sichtbar funkelnder Ruhm wäre gewiss. Nobelpreisruhm für eine Theorie von einem Österreicher gedacht und unter österreichischer Beteiligung experimentell überprüft.

Ja, er wäre kein rein österreichischer. Sind wir wirklich so provinziell, dass es darum geht? Ich denke nicht.

Hahn sagt auch, dass es in Zukunft mehr um nationale Projekte gehen sollen. Wieder so ein provinzieller Gedanke. Forschung muss international sein, um an der Spitze mithalten zu können. Und noch einmal: Wenn es ihm schon darum geht, an der Spitze zu sein, warum dann dort, wo sie schon vorhanden ist vernichten?

Ich bitte Sie, Minister Hahn, treten Sie von dieser Entscheidung zurück. Der Mensch hat das Recht seine Meinung zu ändern.

Daniela Klammer

Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe für Mathematische Physik an der Fakultät für Physik der Universität Wien.


Eine kleine Nachbemerkung: Der Beitrag eines so kleinen Landes wie Österreich ist in einem so großen Gemeinschaft wie der EU nur gering sichtbar. Will Hahn dort auch die Mitgliedschaft kündigen? ?Die Zeiten werden härter, Europa wird wichtiger,? steht da auf ÖVP-Plakaten geschrieben. Dem aber kann ich nur zustimmen.
Walter Tegischer, Graz - Ingenieur, 09-05-09 08:45:
Der CERN-Austritt verwundert mich angesichts unserer tiefschwarzen Politiker überhaupt nicht. Oder hat man tatsächlich geglaubt, dass ein SCHWARZES HENDL eine sinnvolle Entscheidung zuwege bringen könnte? Im Prinzip selber schuld, jeder der schwarz gewählt hat. So einfach ist das.
Carola F. Berger, MIT - Senior Research Associate, 09-05-09 03:44:
Ein CERN-Austritt nach jahrzehntelangen Mitgliedszahlungen an CERN aus angeblichem Geldmangel macht gerade jetzt absolut keinen Sinn, wo endlich der Large Hadron Collider in Betrieb geht. Man kann das nur damit vergleichen, dass sich jemand ein sehr teures Haus baut, bei dem nur noch die Haustuere fehlt, und dann nicht einzieht weil er das fuer die Haustuere beiseite gelegte Geld lieber fuer einen SUV ausgibt.
Erich Hartig, Wien - Pensionist/Student, 09-05-09 03:06:
einerseits will man ein Aushängeschild Gugging aufbauen und international besetzen, andererseits aber das dazugehörige Fundament, die nötigen ?Werkzeuge? also, sich nicht leisten. Wann werden österreichische Politiker endlich ihrer Verantwortung bewusst und entscheiden für die Zukunft des Landes? Austritt 2011 ? das ist doch ohnehin heuer nicht budgetwirksam. Was soll bitte Herr Minister dieser Unsinn! Zu feige dem Herrn Finanzminister etwas fester auf die Zehen zu steigen? Mit falschen Sparen wird man der Wirtschaft wohl nicht helfen, der Wissenschaft aber schon gar nicht.
Heuer kostet eine Flugstunde Eurofighter 50 Mio Euro nur an Betriebsaufwand, um ZB eine russische Verkehrmaschine zu begleiten? Wohl eine völlig unnötige Ausgabe in einem vereinigten Europa.
Herr Minister bitte einen Rückzieher oder ihren Rücktritt!
Karl Landsteiner, Madrid - Prof. fuer theoretische Physik, 08-05-09 23:02:
Als einer der vielen oesterreichischen Wissenschafter die im Ausland Karriere machten, bin von dieser vollkommen unverstaendlichen Entscheidung zutiefst schockiert!
Die Folgeschaeden sind gar nicht abzuschaetzen, wer soll da nicht daran glauben, dass in Oesterreich ernsthaftes Interesse and (Grundlagen)Forschung herrscht?
Diese Entscheidung muss zurueckgenommen werden!
Wilfried Lucha, Wien - Schüler, 08-05-09 22:20:
Ich bin entsetzt darüber, was der Herr Hahn für Entscheidungen trifft.
Vorallem das so ein Vorschlag auch
noch aus den "eigenen" Reihen kommt...
Ich hoffe das ihr diese schwere Fehlentscheidung noch rückgängig machen könnt!


lg an das Hephy Team und an den Herr Lucha!