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Schwarze Löcher und das Informationsparadoxon

Malcolm J. Perry, Physiker an der Universität Cambridge und langjähriger Mitstreiter von Stephen Hawking, hielt am 30. November an der ÖAW eine Vortrag über eine mysteriöse Eigenschaft von Schwarzen Löchern, der Hawking Jahrzehnte seines Lebens sowie seine letzte Publikation widmete.

 

Foto: ÖAW/Daniel Hinterramskogler

Im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sprach Malcolm J. Perry über das Rätsel der Schwarzen Löcher, genauer gesagt, über das sogenannte Informationsparadoxon Schwarzer Löcher.

Obwohl es noch keine etablierte Theorie der Quantengravitation gibt, konnte Stephen Hawking zeigen, dass Quantenfeldtheorie und Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie nur kompatibel sind, wenn Schwarze Löcher eine thermische Strahlung abgeben, die letztlich (wenn auch auf unvorstellbar großen Zeitskalen) dazu führt, dass Schwarze Löcher verdampfen. Damit verbunden ist das sogenannte Informationsparadoxon: den Grundprinzipien der Quantentheorie zufolge kann Information nicht verschwinden, aber Schwarze Löcher scheinen in der Lage zu sein, diese doch zu vernichten - alles, was in ein Schwarzes Loch fällt, würde am Ende in gleichförmige Hawkingstrahlung verwandelt werden.

Malcolm J. Perry, Hawkings ehemaliger Student und langjähriger Mitstreiter, hat selber dazu lange geforscht und noch 2018 gemeinsam mit Stephen Hawking eine Studie abgeschlossen die posthum Hawkings letzte Publikation werden sollte.

Bei seinem Vortrag verriet er den Besucherinnen und Besuchern welche Erkenntnisse sie bei diesen Forschungen gewinnen konnten, weshalb eine Aufklärung des Paradoxons nicht zuletzt Schlussfolgerungen für fundamentale Fragen der Physik verheißt und warum gerade Hawkings letzte Publikation den Schlüssel zu all dem darstellen könnte.

Der Vortrag fand im Rahmen des 14th Vienna Central European Seminars und der DISCRETE18 statt.