MENU

EURECA Experiment

Bis jetzt gibt es noch keinen eindeutigen Hinweis auf die Entdeckung Dunkler Materie. Um die Sensitivität zukünftiger Experimente zu verbessern muss unter anderem die aktive Detektormasse vergrößert werden.

Das EURECA Experiment (c) KIT, EURECA

Um eine aktive Detektormasse von etwa einer Tonne zu erreichen haben sich die CRESST Kollaboration und die EDELWEISS (Expérience Pour Détecter Les WIMPs En Site Souterrain) Kollaboration zusammengeschloßen, um gemeinsam das EURECA (European Underground Rare Event Calorimater Array) Experiment aufzubauen.

Im EURECA Experiment sollen sowohl Kalziumwolframat also auch Germanium als Detektormaterial verwendet werden. Für Kalziumwolframat wird die selbe Technik wie beim CRESST Experiment verwendet. Für Germanium wird die Detektortechnik des EDELWEISS Experiments verwendet. Im Gegensatz zu Kalziumwolframat ist Germanium nicht szintillierend. Da Germanium allerdings ein Halbleiter ist, wird bei einem Energieeintrag neben der Temperaturerhöhung auch Ionisation erzeugt. Die Stärke dieses Ionisationssignals hängt ebenfalls von der Teilchensorte ab. Damit können in den Germaniumdetektoren durch das gleichzeitige Auslesen von Temperaturänderung und Ionisation potentielle WIMP Ereignisse von Untergrundereignissen unterschieden werden.

Durch die Verwendung unterschiedlicher Detektormaterialien und Techniken in einem gemeinsamen Aufbau lassen sich systematische Unsicherheiten bei der Suche nach Dunkler Materie stark reduzieren. Dieser Punkt ist , neben der großen aktiven Detektormasse, einer der Vorteile des zukünftigen EURECA Experiments.