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Auf der Spur der Dunklen Materie

Am 31. Oktober war es wieder so weit: Interessierte konnten sich am Dark Matter Day 2018 über den aktuellen Stand der Erforschung der Dunkler Materie im Statt-Beisl im WUK informieren. Die Besucherinnen und Besucher hatten viele spannende Fragen an die Teilchenphysikerinnen und Teilchenphysiker vom Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Erforschung des Phänomenes der Dunklen Materie ist ein hochaktuelles Thema. Das HEPHY ist an mehreren internationalen Forschungsprojekten, die versuchen der Dunklen Materie auf die Spur zu kommen, beteilt.

Eines davon ist das CRESST-Experiment. Das Experiment ist im italienischen Gebirgsmassiv Gran Sasso angesiedelt. Physikerinnen und Physiker versuchen in 1400 Metern Tiefe die Dunkle Materie aufzuspüren. Bei den Detektoren, die bei extrem niedrigen Temperaturen nahe des absoluten Nullpunkts laufen, handelt es sich um Kristalle. Diese Detektoren müssen höchst sensitiv reagieren, um die schwachen Wechselwirkungen, die ein "Dunkle Materie Teilchen" auslöst, zu messen. Eine Herausfordung für die CRESST-Forschungsgruppe des HEPHY.

Das Wiener Institut ist auch maßgeblich am Belle II-Experiment am KEK in Japan beteiligt. Die Wiener Gruppe leitete die Entwicklung und den Bau des Silizium-Vertex-Detektors (SVD) von Belle II. Im Juni diesen Jahres wurden die ersten Elektron-Positron-Kollisionen im Belle II-Detektor gemessen. Mit Spannung werden die ersten Physikdaten im Frühjahr 2019 erwartet. Die HEPHY Belle II-Gruppe ist Mitglied des Belle II statistics advisory committee und übernimmt so auch eine führende Rolle bei der Suche nach Dunkler Materie und Mediatoren bei geringer Masse.

Auch am CERN, dem größten Forschungszentrum für Teilchenphysik, wird fieberhaft nach der Dunklen Materie gesucht. Mit dem Large Hadron Collider reproduziert man ähnliche Bedingungen wie kurz nach dem Urknall. Die Forscherinnen und Forscher erwarten, dass mit genügen hoher Energie bei den Proton-Proton Kollisionen "Dunkle Materie Teilchen" entstehen und durch Ihre Signatur erkannt und nachgewiesen werden können. Es bleibt also spannend.

Das HEPHY Team möchte sich bei den Besucherinnen und Besuchern sehr herzlich für das große Interessen und die anregenden Gespräche bedanken. Wir freuen uns schon auf nächste Jahr.