CMS Zentrales Trigger-Kontrollsystem

TCS-Platine

Das zentrale Trigger-Kontrollsystem (TCS) hat zwei Aufgaben:

  • Es kontrolliert die Triggerrate, begrenzt sie wenn notwendig und
  • erzeugt Kontrollsignale, die zur gesamten Auslese- und Triggerelektronik geschickt werden.

Um die erste Aufgabe zu erfüllen, erhält TCS Zustandsinformation von der Auslese- und Triggerelektronik und dem Datenerfassungssystem (DAQ) über das sogenannte Trigger-Begrenzungs-System (TTS), das alle Zustandsinformationen in 32 Gruppen zusammenfasst.
Diese Information kann von einigen Detektorteilen wegen der großen Entfernung zu spät eintreffen, sodaß inzwischen die Speicher manchmal überfüllt werden könnten. Das Verhalten dieser Detektorteile wird daher simuliert ('Emulator') und der simulierte Zustand gemeinsam mit den später eintreffenden richtigen Zuständen zum zentralen Kontrollsystem (TCS) geschickt. Zusätzlich begrenzt TCS die Durchschnitts- und Höchstrate der Auslesesignale nach programmierbaren Regeln, sodass die Gefahr von überfüllten Speichern praktisch vermieden wird. Das Verhalten der Detektorteile und aufgetretene "Totzeiten" werden aufgezeichnet.
Wenn nun ein System nicht bereit ist, werden die Auslesesignale unterdrückt und je nach Zustand sendet TCS automatisch verschiedene Befehle an alle Detektorteile, um nach Synchronisationsprozeduren die Datennahme zu starten, fortzusetzen oder zu beenden. Diese Befehle werden wie die Auslesesignale über ein Glasfasernetzwerk (TTC="Trigger, Timing and Control") an die gesamte Elektronik versendet.


Zusammenfassung:

  • Begrenzung der Rate an Auslesesignalen ('trigger rate') nach programmierbaren Regeln und nach Zustand der Detektorteile oder deren Emulatoren,
  • Erzeugung und Verteilung von Kontrollsignalen,
  • Erzeugung von Kalibrations- und Test-Sequenzen,
  • Aufzeichnung der Totzeiten aller Detektorteile.