CMS Global Trigger

Im CMS Detektor stoßen Protonen zirka 600 Millionen mal pro Sekunde zusammen und erzeugen jeweils viele Elementarteilchen. Um die dadurch entstehende, riesige Datenflut zu bewältigen, werden die Daten für kurze Zeit gespeichert. Inzwischen setzt eine komplexes Elektroniksystem ('Level-1 Trigger System'), das eine halbe unterirdische Halle füllt, stufenweise die einzelnen Daten zu physikalischen Größen zusammen. Messpunkte werden zu Spuren zusammengefügt, die Richtung, Art und Energie von Elektronen und Teilchenschauern berechnet, Impuls und elektrische Ladung von Myonen bestimmt usw. Die Teilchen werden nach bestimmten Kriterien sortiert und die 'besten' schließlich zur zentralen Endstufe ('Globaler Trigger') geschickt, in der von den Physikern die Kriterien ('Triggerbedingungen') für die gesuchten Ereignisse einprogrammiert wurden. Bis zu 128 verschiedene Triggerbedingungen können gleichzeitig gerechnet werden. Sobald eine der Triggerbedingungen erfüllt ist, schickt der Globale Trigger ein Signal zum zentralen Triggerkontrollmodul (TCS), das ein Auslesesignal zu allen Elektronikmodulen schickt, in denen die Daten zwischengespeichert sind. Alle diese Auslesemodule beginnen nun die Daten zu formatieren und senden 'event records' über schnelle, serielle Leitungen zu einem Computernetzwerk, das die weitere Datenanalyse übernimmt und die Ergebnisse speichert.

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Weitere Informationen zum CMS Global Trigger (englisch):