Die Wiener Belle-Gruppe

v.l.n.r.: Christoph Schwanda (Projektleiter), Thomas Bergauer, Manfred Valentan, Manfred Pernicka, Christian Irmler, Markus Friedl, Wolfgang Dungel, Laurenz Widhalm, Winfried Mitaroff

Das Belle-Experiment am japanischen Teilchenforschungszentrum KEK nordöstlich von Tokio untersucht die Verletzung der CP-Symmetrie in Zerfällen von schweren B-Mesonen und hat damit wesentlich zur Bestätigung des Cabibbo-Kobayashi-Maskawa-Mechanismus im Standard-Modell beigetragen. Gemeinsam mit den Messungen des Schwester-Experimentes BaBar in Kalifornien bilden diese Beobachtungen die experimentelle Grundlage für den Physik-Nobelpreis 2008 an Makato Kobayashi und Toshihide Maskawa.

Das Ziel für die nähere Zukunft und das Nachfolge-Experiment Belle II ist die weitere Steigerung der Präzision der CP-Messungen, um neue CP-verletzende Phasen nachzuweisen. Dass solche neuen Phasen existieren müssen, dafür sprechen verschiedene Gründe: Einerseits erfordert die Entstehung von Materie beim Urknall eine stärkere CP-Verletzung, als sie durch die KM-Phase alleine hervorgerufen wird. Andererseits sagen Modelle für Neue Physik ebenfalls neue CP-Phasen voraus. Die Präzisionsmessungen bei Belle erlauben also auch Rückschlüsse auf Neue Physik, wie sie derzeit an wesentlich größeren Beschleunigeranlagen, wie z.B. dem LHC am CERN ebenfalls gesucht wird.

HEPHY Belle-Homepage: http://wwwhephy.oeaw.ac.at/p3w/belle/welcomebelle.html

Kontakt für alle Anfragen: Christoph Schwanda