CMS Physikauswertung

Computersimulation der Erzeugung und des Zerfalls supersymmetrischer Teilchen im CMS-Detektor

CMS - das "Compact Muon Solenoid" - ist eines der zwei großen Experimente am neuen Beschleuniger des CERN, dem "Large Hadron Collider". Es wird Proton-Proton Kollisionen bei der bisher unerreichten Energie von 14 TeV beobachten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es auch Zusammenstöße von schweren Ionen - typischerweise Blei - aufzeichnen.

Jüngste Experimente am CERN, am Fermilab und in anderen Forschungszentren haben Parameter des derzeitig gültigen Standardmodells der Teilchenphysik gemessen und seine Vorhersagen bestätigt. Die Daten von CMS werden für eine noch genauere Überprüfung dieses Modells verwendet werden, einerseits durch Präzisionsmessungen, z.B. der Masse des top-quarks, aber vor allem auch durch die Suche nach der letzten fehlenden Komponente des Modells, des Higgs Bosons.

Es gibt allerdings Gründe für die Annahme, dass das Standardmodell keine adäquate Beschreibung der Physik bei sehr hohen Energien liefern kann. Mehrere neue theoretische Modelle bieten Lösungsansätze an. Es wird die Aufgabe von CMS sein, ihre Vorhersagen zu überprüfen. Eine der vielversprechendsten und am besten ausgearbeiteten Erweiterungen des Standardmodells ist Supersymmetrie, eine Theorie, die eine Symmetrie zwischen Materie- und Kraftteilchen postuliert. Dies würde die Existenz neuer, bisher unbeobachteter Teilchen bedingen - Partner der bekannten Komponenten des Standardmodells. Die CMS Physikgruppe am HEPHY beteiligt sich an der Suche nach diesen Teilchen.