INSTITUTSPROFIL

Das Institut für Hochenergiephysik (abgekürzt als HEPHY), gegründet 1966, ist eine Einrichtung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und betreibt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Elementarteilchenphysik.

Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Teilnahme an internationalen Großexperimenten wie zum Beispiel am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, und am KEK, dem nationalen, japanischen Forschungszentrum für Hochenergiephysik. Weiters ist das Institut an der Planung des ILD Experiments  am International Linear Collider (ILC) beteiligt.

Von den insgesamt ca. 60 Mitarbeitern befassen sich 30 wissenschaftliche Angestellte des Instituts mit experimenteller Physik, Datenanalyse und theoretischer Physik.

 

ZIELE

Das Institut für Hochenergiephysik beschäftigt sich mit der Erforschung der kleinsten Bausteine der Materie und den zwischen ihnen wirkenden Kräften (Wechselwirkungen). Die Schaffung eines konsistenten physikalischen Bildes vom Mikrokosmos stellt die Voraussetzung für ein grundlegendes Verständnis aller Naturvorgänge dar. Im Besonderen revolutionierten die Erkenntnisse in der Elementarteilchenphysik unser Bild vom Entstehen des Universums unmittelbar nach dem Urknall.

Um "Größen" der fundamentalen Teilchen wie Quarks auflösen zu können, bedarf es großer Beschleunigeranlagen, in denen Teilchen auf höchste Energie beschleunigt und dann zur Kollision gebracht werden. Diese Kollisionen, bei denen eine grosse Zahl weiterer Teilchen erzeugt werden, sind Gegenstand physikalischer Untersuchungen und geben Aufschluss über die Natur und das Kräftespiel der Teilchen.
Mit Hilfe riesiger Detektoren werden Spuren und andere physikalische Eigenschaften der erzeugten Teilchen erfasst. Die aufgenommenen Daten werden analysiert und dienen der theoretischen Physik zur Verifizierung bisher unbewiesener Hypothesen, wie die sogenannte Supersymmetrie und des Higgs-Mechanismus.