Institutsgebäude im 5. Wiener Gemeindebezirk

INSTITUTSPROFIL

Das Institut für Hochenergiephysik (kurz HEPHY), gegründet 1966, ist eine Einrichtung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und betreibt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Elementarteilchenphysik.

Die Schwerpunkte liegen in der Teilnahme an internationalen Großexperimenten am Europäischen Forschungszentrum CERN und am KEK, dem nationalen japanischen Forschungszentrum. Weiters ist das Institut an der Planung des ILD Experiments  am International Linear Collider (ILC) beteiligt.

Von den insgesamt ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts befassen sich 30 wissenschaftliche Angestellte mit experimenteller Physik, Datenanalyse und theoretischer Physik. Der Jahresbericht 2010 des Instituts ist online verfügbar (in englischer Sprache).

Die Leistungen des Instituts wurden im Jahr 2010 von einem internationalen Expertenteam evaluiert. Der Bericht dieses Gremiums (in englischer Sprache) umfasst auch das Stefan-Meyer-Institut der ÖAW.

ZIELE

Das Institut für Hochenergiephysik beschäftigt sich mit der Erforschung der kleinsten Bausteine der Materie und der zwischen ihnen wirkenden Kräfte (Wechselwirkungen). Die Schaffung eines konsistenten physikalischen Bildes vom Mikrokosmos stellt die Voraussetzung für ein grundlegendes Verständnis aller Naturvorgänge dar. Im Besonderen revolutionierten die Erkenntnisse der Elementarteilchenphysik unser Bild vom Entstehen des Universums unmittelbar nach dem Urknall.

Um die Eigenschaften der fundamentalen Teilchen, wie z.B. der Quarks, untersuchen zu können, bedarf es großer Beschleunigeranlagen, in denen Teilchen auf höchste Energie beschleunigt und dann zur Kollision gebracht werden. Diese Kollisionen, in denen eine große Zahl weiterer Teilchen erzeugt wird, sind Gegenstand der physikalischer Untersuchungen und geben Aufschluss über die Natur der Teilchen und der beteiligten Kräfte.


Mit Hilfe riesiger Detektoren werden die Spuren und andere physikalische Eigenschaften der erzeugten Teilchen erfasst. Die aufgezeichneten Daten werden mit aufwendigen Computerprogrammen analysiert und dienen der theoretischen Physik zur Überprüfung bisher unbewiesener Hypothesen, wie z.B. der sogenannten Supersymmetrie oder des Higgs-Mechanismus.