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10. März 2015

Auf der Suche nach dem Higgs-Boson bei den Internationalen Masterclasses 2015: Schülerinnen und Schüler werten die Daten vom CMS (Compact Muon Solenoid) Experiment am CERN in Genf aus.

 

Das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften lud am Freitag dem 6. März 2015 interessierte Schülerinnen und Schüler zur Internationalen Masterclasses 2015 in Wien ein. 24 Jugendliche aus 12 Schulen lernten dabei in Vorträgen die Grundlagen und Techniken der Teilchenphysik kennen und wandten anschließend die Forschungsmethoden selber hautnah am Computer an. Sie identifizierten mit Begeisterung mit Hilfe eines Event-Displays die Elementarteilchen in Teilchenkollisionen am CMS-Experiment, suchten und fanden W- und Z-Bosonen und das seltene, erst 2012 entdeckte, Higgs-Boson. Viel Spaß hatten die Jugendlichen beim Vergleichen der Ergebnisse in einer anschließenden Videokonferenz mit den Teilnehmern der anderen internationalen Forschungseinrichtungen und dem CERN, natürlich in Englisch. Neben Wien waren mit dabei die Schülerinnen und Schüler aus Genova (IT), Lyon (FR), São Paulo (BR) und Zagreb (CR). Zum Abschluss der Videokonferenz wurde das Wissen aller Teilnehmer in einem Quiz getestet.

27. Januar 2015

Zahlreiche HEPHY Wissenschaftler reisen diesen Februar nach München um an einem internationalen Dunkle Materie workshop am Institut für Astro- und Teilchenphysik teilzunehmen.

Während astronomische Beobachtungen Dunkle Materie durch ihre Schwerkraft eindeutig nachweisen, ist eine Messung der teilchenphysikalischen Eigenschaften erst im Laufe der letzten Dekade in den Bereich des wirklich Möglichen gerückt.

Über 80 Teilnehmer aus Europa, Nordamerika und Asien werden sich im Laufe des Monats über den aktuellen Stand des Feldes und deren Zukunft austauschen. Die Leiter der experimentellen und theoretischen Dunkle Materie Gruppen am HEPHY, Jochen Schieck und Josef Pradler, sind Mitkoordinatoren dieses Workshops, der sich seit 2013 in Planung befindet.

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie unter:

http://indico.cern.ch/e/DarkMALT2015

http://www.munich-iapp.de/scientific-programme/programmes-2015/dark-matter/

Weitere Informationen zum Feld "Dunkle Materie":

http://www.hephy.at/forschung/projekte/cressteureca/

http://www.hephy.at/forschung/projekte/theorie/dunkle-materie/

28. November 2014

Am 27. November 2014 lud das Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und das Doktoratskolleg Particles and Interactions zur Filmvorführung „Particle Fever“ ins CineCenter Kino ein.

Etwa 200 Besucherinnen und Besucher verfolgten mit Interesse den Dokumentarfilm, der sechs Wissenschaftler am CERN von der Bauphase der LHC Experimente bis zur Entdeckung des Higgs-Bosons begleitet. Bei der anschließenden Fragerunde mit CERN-Physiker und Darsteller Martin Aleksa, Manfred Krammer und Erica Brondolin vom HEPHY, Andre Hoang von der UNI Wien und Moderator Norbert Frischauf wurde angeregt über das Forschungszentrum CERN, den weltgrößten Teilchenbeschleuniger und die spannende Jagd nach dem Higgs-Teilchen diskutiert.

Für diejenigen, die nicht zu der Filmvorführung kommen konnten bzw. keine Karten mehr erhalten haben: Es wird eine weitere Filmvorführung im Februar/März 2015 stattfinden. Die Ankündigung werden Sie hier auf unserer Homepage finden.

11. November 2014

Im Vordergrund: Ministerialrat Dr. Daniel Weselka (BMWFW) mit KEK-Generaldirektor Prof. Atsuto Suzuki.

Ministerialrat Dr. Daniel Weselka vom österreichischen Wissenschaftsministerium und Prof. Jochen Schieck von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben ein Memorandum of Understanding mit dem japanischen Teilchenforschungszentrum KEK in Tsukuba unterzeichnet.

Dieses Dokument regelt die wissenschaftliche Kooperation zwischen Österreich und Japan im Hinblick auf das im Bau befindliche Belle II Experiment.

"Das Belle II-Experiment in Japan ist ein weiterer Eckpfeiler des wissenschaftlichen Programms am Institut für Hochenergiephysikt" erklärt Jochen Schieck, Direktor des Instituts. Neben dem Belle II-Experiment ist das Institut für Hochenergiephysik am CMS-Experiment am CERN, Genf, und dem CRESST-Experiment in Italien beteiligt. Das Institut ist verantwortlich für die Entwicklung und den Bau eines Teildetektors des Belle II-Experiments, mit dem es möglich sein wird die Zerfallsprodukte von kurzlebigen Elementarteilchen genauestens zu vermessen.

In den Kollisionen, die mit dem Belle II-Experiment in Japan aufgezeichnet werden, können bisher unbeobachtete Teilchen und Kräfte in extrem kurzlebigen Prozessen auftreten und mit Hilfe von sehr genauen Messungen ist es möglich Rückschlüsse auf neue, unbekannte Physikprozesse zu ziehen. Christoph Schwanda, Projektleiter des Belle II-Experiments am Institut für Hochenergiephysik, ergänzt „Mit diesem gigantischen Datensatz lassen sich Präzisionsmessungen durchführen, die indirekt Rückschlüsse auf die Physik im Energiebereich von 10-100 TeV ermöglichen, deutlich höher als die am LHC in Genf."

Gegenstand des MoU sind die österreichischen Beiträge zum Bau des Belle II-Detektors, zum jährlichen Betriebsbudget sowie zu den Rechentechnik-Ressourcen von Belle II. Umgekehrt verpflichtet sich KEK, die notwendige Infrastruktur für Belle II bereitzustellen und insbesondere den SuperKEKB-Beschleuniger zu bauen und zu betreiben. Festgeschrieben wird auch das Recht der HEPHY-Gruppe, an der wissenschaftlichen Auswertung der Belle II-Ergebnisse teilzunehmen.

Belle II wird im Jahr 2016 in Betrieb gehen und bis zum Jahr 2023 rund 100 Milliarden B-Mesonzerfälle aufzeichnen.

5. November 2014

v.l.n.r.: Fabiola Gianotti, Agnieszka Zalewska, Rolf Heuer (Quelle: CERN)

Der CERN Rat hat die italienische Teilchenphysikerin Fabiola Gianotti zur neuen Generaldirektorin gewählt. Sie wird am 1. Jänner 2016 die Nachfolge von Rolf Heuer antreten.

Fabiola Gianotti war von 2009 bis 2013 Sprecherin des Atlas-Experiments am Large Hadron Collider (LHC). Die Ratspräsidentin Agnieszka Zalewska lobte in einer Mitteilung Gianottis Vision für die Zukunft des CERN als eines der weltweit führenden Beschleuniger-Labors sowie ihre vertieften Kenntnisse, sowohl des CERN, wie auch der experimentellen Teilchenphysik.

15. September 2014

Vom 8. bis zum 12. September 2014 fand in Wien die internationale CKM2014-Konferenz statt, an der rund 180 Teilnehmer aus 23 Ländern teilnahmen, die rund 140 Fachvorträge hielten. CKM steht für den gleichnamigen Mechanismus im Standard-Modell der Teilchenphysik, der den Übergang einer Quark-Art („flavour“) in eine andere beschreibt.

Genau diese Übergänge zwischen Quark-Flavours sind heute Gegenstand intensiver Forschung: In diesen Prozessen tritt beispielsweise die sogenannte CP-Verletzung (unterschiedliches Verhalten von Teilchen und Anti-Teilchen) auf, die kosmologisch für die Entstehung des Universums von großer Bedeutung ist. Andere Übergänge sind nur durch sogenannte Pinguin-Schleifen-Prozesse möglich, in denen sich auch neue, schwere Teilchen verstecken können, wie sie auch am Large Hadron Collider (LHC) des CERN in Genf bei den höchsten Energien intensiv gesucht werden. All das waren die Themen dieses Workshops.  

Homepage der Konferenz: http://ckm2014.hephy.at

4. September 2014

Anton Zeilinger (ÖAW), Claudia-Elisabeth Wulz (HEPHY), Jochen Schieck (HEPHY), Wolfgang Adam (HEPHY) (v.l.n.r.). Copyright: Thomas Bergauer

ÖAW-Präsident Anton Zeilinger besuchte am 2. September 2014 gemeinsam mit den beiden Institutsdirektoren Jochen Schieck vom Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) und Eberhard Widmann vom Stefan Meyer Institut für subatomare Physik (SMI) das CERN. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften ist mit den beiden Instituten am weltweit größten Forschungszentrum für Teilchenphysik beteiligt.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen jene CERN-Experimente, an denen HEPHY und SMI mitwirken: CMS am Teilchenbeschleuniger LHC und ein Experimente am Antiprotonen-Decelerator. Liegt der Fokus bei ersterem auf Zusammensetzung und Wechselwirkungen von Materie, ermöglicht es der Antiprotonen-Decelerator, die fundamentalen Symmetrien anhand von Antimaterie zu untersuchen.

Um wissenschaftliche und forschungspolitische Ziele des renommierten Forschungszentrums, das Ende September sein 60-jähriges Bestehen feiert, ging es bei einem Treffen Zeilingers mit CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer.

Den Abschluss des Programms bildete ein Kolloquium Zeilingers, bei dem er die Brücke zur Quantenkommunikation schlug. Zeilinger präsentierte in seiner Funktion als Quantenphysiker die aktuellsten Entwicklungen der Quantenverschränkung über große Distanzen.

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