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5. Februar 2013

Der Diplomarbeitspreis der Stadt Wien wird jährlich von der TU Wien und der Stadt Wien für besonders hervorragende Diplomarbeiten verliehen. Im Jahr 2012 konnte den Preis die HEPHY Diplomandin Maria Bernard-Schwarz gewinnen. Wir gratulieren recht herzlich!

Maria Bernard-Schwarz arbeitete von 2010 bis 2011 am Institut für Hochenergiephysik. In dieser Zeit betreute sie eine Messstation zur elektrischen Charakterisierung von Teststrukturen. Der Messaufbau musste so modifiziert werden, dass auch Messungen bei Temperaturen um -20ºC durchgeführt werden konnten wobei selbst kleinste elektrische Ströme und Kapazitäten zuverlässig gemessen werden mussten.

Die Kernaufgabe ihrer Diplomarbeit war schliesslich die Messung und Auswertung zahlreicher Teststrukturen aus unterschiedlichen Siliziumgrundmaterialen. Die Ergebnisse werden nun verwendet um neue strahlenresistente Teilchensensoren für den CMS Spurdetektor zu entwickeln. 

Maria hat fleißig dazu beigetragen, den Messaufbau zu verbessern, die Teststrukturen zu vermessen und deren Ergebnisse auszuwerten. Sie hat sich bei Vorträgen in der CMS Kollaboration als auch auf internationalen Konferenzen erfolgreich bewährt.

Wir gratulieren ihr recht herzlich und wünschen ihr viel Glück in ihrer weiteren Karriere!

Diplomarbeit von Maria Bernard-Schwarz (pdf)

8. Januar 2013

CERN Generaldirektor Rolf Heuer erklärt das Higgs-Boson (TechGate)

Wie vom Wissenschaftsressort der Tageszeitung “Der Standard” berichtet, hat im Jahr 2012 der Artikel über die Entdeckung des Higgs-Bosons am CERN die meisten Leserzugriffe (120000 Page Impressions) erhalten. Die Resultate wurden von den interessierten Lesern in mehreren tausend Postings diskutiert. Es ist erstaunlich, dass das Interesse der Leser an diesem Resultat der Grundlagenforschung andere Themen bei weitem übertrifft.

Das Interesse der Öffentlichkeit an Teilchenphysik zeigt sich auch in den Besucherzahlen bei Outreach-Aktivitäten des HEPHY. Hier war die am besten besuchte Einzelveranstaltung ein Diskussionsabend im TechGate mit dem CERN-Generaldirektor und mehr als 400 Gästen. Auch die Wanderausstellung „teilchen.at“ des Institutes am französischen Kulturinstitut war ausgezeichnet besucht : viele hochrangige Zuhörer, darunter mehrere Botschafter, nahmen an der Eröffnung im November 2012 teil. Diese Festveranstaltung war der Auftakt einer Vortragsreihe mit prominenten Sprechern, die gemeinsam mit dem französischen Kulturinstitut und der Schweizer Botschaft organsiert wurde. Das Interesse war nicht nur in Wien sehr groß: Der Vortrag von Claudia Wulz am EXPI Science Center im Rosental in Kärnten zum Thema „Das Higgs-Boson und ungelöste Rätsel der Physik“ hat mit mehr als 200 Besuchern die Erwartungen sensationell übertroffen.

26. Dezember 2012

Laurenz Widhalm (1973–2012)

Am 24. Dezember verstarb Laurenz Widhalm nach langer, schwerer Krankheit. Laurenz war seit 1998 für das HEPHY tätig und befasste sich zunächst mit theoretischer Physik, dann mit der Analyse von Experimenten am CERN und in Japan und vermittelte die Teilchenphysik sehr erfolgreich einer breiten Öffentlichkeit. Mit Laurenz verlieren wir einen unermüdlichen und stets hilfsbereiten Freund und Kollegen. Wir möchten seinen Hinterbliebenen unsere tiefe Anteilnahme ausdrücken.

Laurenz studierte Physik an der TU Wien und beschäftigte sich im Rahmen seiner Diplomarbeit mit dem Gebiet der Quantenfeldtheorien. Danach verbrachte er drei Jahre am CERN, wo er am NA48-Experiment arbeitete und seine Dissertation verfasste, die mit dem Victor Hess-Preis der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet wurde. 2001 trat das HEPHY dem japanischen Belle-Experiment bei – und Laurenz war von Anfang an dabei.

Schon früh widmete sich Laurenz der Aufgabe, die Teilchenphysik im Allgemeinen und die Forschung am HEPHY im Besonderen der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dazu organisierte er Veranstaltungen, die er zunächst weitgehend alleine durchführte. Sein Beispiel machte Schule und zunehmend konnte er mehr und mehr Kolleginnen und Kollegen dazu gewinnen, ihn bei der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Schließlich wurde er Outreach-Koordinator für Kern- und Teilchenphysik der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft und vertrat Österreich in dieser Funktion am CERN.

Im Jahr 2006 wurde bei Laurenz Krebs diagnostiziert und nach therapiebedingter Arbeitspause schien die Krankheit zunächst überwunden. Trotz wiederkehrender und beschwerlicher Chemotherapien hatte Laurenz einen schier unermüdlichen Schaffensdrang und organisierte auch vom Krankenbett aus Termine, produzierte Grafiken und Videos, schrieb Artikel, ersann neue Ausstellungsobjekte, Veranstaltungen und vieles mehr. Erst kürzlich – am 14. Dezember – wurde Laurenz für seine Verdienste mit dem Werner-Welzig-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geehrt.

Leider verschlechterte sich im letzten Halbjahr Laurenz' Zustand derart, dass er zuletzt ständig an das Bett gebunden war. Am 24. Dezember schloss er für immer seine Augen. Wir bedauern sein Ableben zutiefst und möchten unser Mitgefühl all seinen Angehörigen zum Ausdruck bringen, insbesondere seiner Mutter Sylvia Widhalm, die Laurenz bis zuletzt liebevoll betreut hat. Wir behalten Laurenz als immer einsatzfreudigen, hilfsbereiten und wertvollen Freund und Kollegen in Erinnerung – sein Geist lebt in den zahlreichen von ihm begründeten Aktivitäten weiter.

21. Dezember 2012

Das Wissenschaftsjournal „Science“ erachtet die Entdeckung des Higgs-Teilchens – an der auch das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wesentlichen Anteil hatte – als wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres 2012. Das Higgs-Teilchen ist der letzte fehlende Baustein der quantenphysikalischen Standardtheorie der fundamentalen Teilchen und Kräfte.

Theoretische Gründe bewogen Peter W. Higgs und andere Physiker bereits vor fast 50 Jahren, die Existenz eines derartigen Teilchens anzunehmen: Auf den ersten Blick erlaubt des Standardmodell nur die mathematisch konsistente Beschreibung masseloser Teilchen; Teilchenmassen gefährden diese an sinnvolle Theorien zu stellende Forderung. Der Ausweg war, die Masse jedes Teilchens durch seine Wechselwirkungen mit anderen Teilchen zu „erzeugen“, dafür ist die Existenz mindestens eines Higgs-Teilchens notwendig. Am 4. Juli 2012 verkündeten die Experimente ATLAS und CMS am CERN, dem Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik, die Entdeckung eines neuen Teilchens mit den vom Higgs-Teilchen erwarteten Eigenschaften: eine herausragende experimentelle Leistung und ein Triumph der theoretischen Physik.

http://www.sciencemag.org/content/338/6114/1524.full

http://www.hephy.at/physik/das-higgs-boson/

Kontakt:

Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Lucha
Tel.: 01 544 73 28 – 28

Wolfgang.Lucha@oeaw.ac.at

 

21. Dezember 2012

Laurenz Widhalm und ein Fan

Laurenz Widhalm wurde für sein außergewöhnliches Engagement in der Vermittlung der faszinierenden Welt der Physik mit dem Werner Welzig-Preis 2012 ausgezeichnet. Seine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit trägt wesentlich dazu bei, naturwissenschaftliche Erkenntnisse, im Speziellen die Forschungsergebnisse und Technologie der Teilchenphysik, einem breiten Publikum näher zu bringen.

Der prestigereiche Werner Welzig-Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um das Ansehen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in der Öffentlichkeit besondere Verdienste erworben haben. Einer der diesjährigen zwei Preisträger ist Laurenz Widhalm. Laurenz hat es geschafft, das Verständnis für die Elementarteilchenphysik und für die Forschung am HEPHY auf ein neues Niveau anzuheben.

Mit einer Reihe von Initiativen wie Wanderausstellungen in Schulen, bei Kongressen und in ‚Science-Museen‘, mit Fortbildungslehrgängen für LehrerInnen, mit ‚Begabtenakademien‘ für 8 bis 10-Jährige, ‚Masterclasses‘ für besonders Talentierte, mit Vorträgen an (Volkshoch-)Schulen, um nur einige dieser Aktivitäten zu erwähnen. Laurenz war lange Zeit Koordinator für Publikumsarbeit für Kern- und Teilchenphysik österreichweit und der österreichische Vertreter im Europäischen ‚Outreach- Komitee‘ EPPOG. Seine Begeisterung und sein Enthusiasmus hat auch die MitarbeiterInnen am Institut ‚angesteckt‘: Öffentlichkeitsarbeit ist mittlerweile für Alle ein Teil  ihres beruflichen Alltags geworden.   

19. Dezember 2012

CMS Zentraler Spurdetektor

Der mit insgesamt 3 Millionen Dollar dotierte „Fundamental Physics Prize“ der „Fundamental Physics Prize Foundation“ wurde an 7 TeilchenphysikerInnen der LHC-Experimente ATLAS und CMS für deren Beiträge, die zur Entdeckung eines Teilchens mit den Eigenschaften des Higgs-Bosons führte, verliehen.

Die ausgezeichneten Preisträger sind:  der ehemalige Leiter des ATLAS-Experimentes Peter Jenni  sowie die derzeitige Leiterin Fabiola Gianotti, die ehemaligen Leiter des CMS-Experimentes Michel Della Negra, Teijinder Virdee und Guido Tonelli und der aktuelle Leiter Joe Incandela. Der Projektleiter der LHC-Beschleunigers, Lyn Evans, ist ebenfalls einer der Laureaten.

Ein weitere Preis, der prestigeträchtige „Edison Volta Preis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft“, geht an den CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer, an den Forschungsdirektor Sergio Bertolucci und an den Beschleunigerdirektor Steven Myers.

Diese hohen Auszeichnungen unterstreichen die Bedeutung der Entdeckung dieses Teilchens, die zum fundamentalen Verständnis des Aufbaus der Materie und der Kräfte zwischen ihren Bausteinen beiträgt. Es ist dies, wie die Laureaten sagten, auch eine Auszeichnung für die großen experimentellen Kollaborationen am LHC, die diese Entdeckung ermöglichten.

Die Verleihung des "Fundmental Physics Prize" findet am 20. März 2013 statt. Das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Gründungsmitglied des CMS-Experimentes, wird diese Ehrung am 20. März 2013 in der Nikolsdorfer Gasse 18, 1050 Wien, mit einem Tag der offenen Tür – dem "Higgs Tag" – feiern.

Kontakt:

Univ. Prof. DI Dr. Christian Fabjan
Tel.: 01 544 73 28 – 21
Christian.Fabjan@oeaw.ac.at 

Pressekontakt: 

Mag. Brigitte De Monte 
Mobil: 0664 884 76 542 
Brigitte.De.Monte@oeaw.ac.at 

Institut für Hochenergiephysik 
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 
Nikolsdorfer Gasse 18 
1050 Wien
www.hephy.at 

9. November 2012

copyright: Thomas Reibenegger

Vom 12. November 2012 bis 5. Jänner 2013 lädt das Institut français d´Autriche, die schweizerische Botschaft und das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der ÖAW alle Physikinsteressierten bei freiem Eintritt zur "Teilchen.at" Ausstellung und der Vortragsreihe "Reise zum Urknall" ein.

Vom 12. November 2012 bis 5. Jänner 2013 lädt das Institut français d´Autriche, die schweizerische Botschaft und das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der ÖAW alle Physikinsteressierten bei freiem Eintritt zur "Teilchen.at" Ausstellung und der Vortragsreihe "Reise zum Urknall" ein. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung erfolgt am 12. November um 19.00 Uhr mit einem Vortrag von Professor Michael Spiro, dem Präsidenten des CERN Rates (Anmeldung erforderlich). Im Rahmen der Vortragsreihe finden dann ab dem 15. November jeweils am Donnerstag um 19.00 Uhr weitere Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen statt. Die Teilchen.at Ausstellung kann im Rahmen der Öffnungszeiten des französischen Kulturinstitutes frei besucht werden und hat bis zum 5. Jänner 2013 geöffnet. Wann: 12. November 2012 - 5. Jänner 2013 Wo: Institut français d´Autriche, Währingerstraße 30,1090 Wien Öffnungszeiten Ausstellung: Mo - Fr von 9.00 - 18.00 Uhr, Sa von 9.00 - 13.00 Uhr Vortragsreihe: Jeden Donnerstag ab dem 15. November 2012 um 19.00 Uhr

Am 4. Juli 2012 wurde vom CERN die Beobachtung eines neuen Teilchens gemeldet, das Eigenschaften des lange gesuchten Higgs-Boson zeigt. Mit diesem Resultat ist die Tür zu einer neuen Phase der Teilchenphysik geöffnet worden. Doch worum handelt es sich bei diesem Teilchen und was haben wir davon? Diese Fragen sind Thema der Teilchen.at Ausstellung und Vortragsreihe „Reise zum Urknall“ am französischen Kulturinstitut in Wien.

Die Wissenschaftsabteilungen der Botschaften Frankreichs und der Schweiz in Wien und das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften laden zum Besuch einer Vortragsreihe und der Teilchen.at Ausstellung am französischen Kulturinstitut, Währingerstraße 30, 1090 Wien, ein. Dort werden die neuesten Forschungsergebnisse der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Die Themen spannen einen weiten Bogen von der Grundlagenforschung bis zu den technologischen Anwendungen, wie etwa dem in Bau befindlichen Tumor-Therapie-Zentrum „MedAustron“ bei Wiener Neustadt.

Namhafte Wissenschaftler sind die „Reiseführer“ bei dieser eindrucksvollen, spannenden und kostenlosen (!) Reise zum Urknall. Die Vorträge werden in  deutscher und in französischer Sprache gehalten. Eine Simultanübersetzung ermöglicht es allen, den Vorträgen zu folgen.

Die erste Sekunde nach dem Urknall war die Epoche der Elementarteilchen. Sie bestimmte die nachfolgende Entwicklung unseres Universums und führte letztlich zu lebenstragenden Planeten wie unserer Erde. Die Teilchen.at Ausstellung „Reise zum Urknall“ und die begleitenden Veranstaltungen zeigen die erstaunlichen Zusammenhänge zwischen der Welt der allerkleinsten Teilchen und den astronomischen Strukturen des Kosmos. Viele der ungeklärten Fragen sind Ziel intensivster, weltweit koordinierter Forschung: Wie entstand aus Energie die Materie? Welche Formen von Materien füllen unser Universum? Warum gibt es kaum Antimaterie? Welche Bedeutung hat die Entdeckung des Higgs-Teilchens für die Wissenschaft?

Mehr Details und das Programm der Vortragsreihe finden Sie unter: bigbang.hephy.at

Kontakt:

DI Dr. Dietrich Liko

Institut für Hochenergiephysik der ÖAW
Tel.: 01 544 73 28 – 32
Dietrich.Liko@oeaw.ac.at


Mag. Brigitte De Monte
Pressekontakt Institut für Hochenergiephysik der ÖAW
Mobil: 0664 884 76 542
Brigitte.De.Monte@oeaw.ac.at

Jean-Luc Steffan
Attaché für wissenschaftliche und universitäre Zusammenarbeit am Institut français
Tel.: 01 50 275 335
jean-luc.steffan@diplomatie.gouv.fr

Jacques Ducrest
Botschaftsrat
 Leiter Kultur, Presse, Wissenschaft, Schweizerische Botschaft

Tel.: 01 795 05 14

jacques.ducrest@eda.admin.ch

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