5. März 2012
Raus aus dem Klassenzimmer – rein in die Welt der internationalen Forschung

Eine einzigartige Gelegenheit in die Welt der Wissenschaft einzutauchen bieten die International Particle Physics Masterclasses, die am 8. und 9. März 2012 in Wien stattfinden. SchülerInnen von 15 bis 19 Jahren gewinnen bei diesen Forschertagen faszinierende Einblicke in die Welt der Elementarteilchen und die spannende Arbeit von TeilchenphysikerInnen in einem internationalen Umfeld.

Jugendliche erleben bei den Masterclasses hautnah, wie österreichische TeilchenphysikerInnen Wissenschaft betreiben. Die Nachwuchs-ForscherInnen analysieren dabei selber Daten, die bei Kollisionen zwischen Elementarteilchen am weltgrößten Beschleuniger am CERN in Genf aufgezeichnet wurden.
Die Masterclasses sind ein internationales Event, an dem jährlich mehrere tausend SchülerInnen teilnehmen. Standorte in Wien sind die UNI Wien und das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Am Vormittag erfahren die SchülerInnen Wissenswertes über Elementarteilchen, Kräfte und das Standardmodell der Elementarteilchenphysik, über die Technik der Beschleuniger und Experimente sowie über die allerneuesten Forschungsergebnisse. Anschließend werten sie echte experimentelle Daten aus, die bei Teilchenkollisionen am CERN in Genf aufgezeichnet wurden. Am Ende des Forschungstages vergleichen und diskutieren die Nachwuchs-WissenschaftlerInnen ihre Ergebnisse in einer Video-Konferenzschaltung mit dem CERN. Genau so, wie es auch in den internationalen Kollaborationen der TeilchenphysikerInnen üblich ist.

"Man hat wirklich einen Einblick bekommen, was die Physiker machen und wie die Datenauswertung wirklich funktioniert." berichtet Veronika Pfannenstill von ihrem Besuch bei der Masterclass 2011 am HEPHY.

Ins Leben gerufen wurden diese Internationalen Schulerforschungstage von der IPPOG (International Particle Physics Outreach Group). Über 90 Universitäten und Forschungseinrichtungen in mehr als 30 Ländern öffnen für den interessierten Nachwuchs ihre Türen. Darunter 3 Standorte in Österreich, Wien (Institut für Hochenergiephysik der ÖAW, Fakultät für Physik), Graz (Universität Graz - Institut für Physik) und Innsbruck (Institut für Astro- und Teilchenphysik). 


Ansprechpartner:

DI Dr. Laurenz Widhalm

Projektleiter
Tel: 01 544 73 28-33

Laurenz.Widhalm@oeaw.ac.at
 
DI Dr. Marko Dragicevic
Tel: 01 544 73 28-36
Marko.Dragicevic@oeaw.ac.at