Grid - Computing

Grid... Rechenleistung aus der Steckdose ?
Zugriff auf die Computerressourcen von hunderten vernetzten Rechenzentren in der ganzen Welt. 

Die Bezeichnung "Grid" hat seinen Ursprung in dem Vergleich dieser Technologie zum Stromnetz (engl. power grid) und soll einen ähnlich universellen Zugang zu Rechenleistungen ermöglichen.

 

Was ist Grid

Grid verbindet Computer-Zentren, Instrumente/Detektoren und Wissenschaftler.

Grid Computing wurde für die Experimente des Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf entwickelt. Die aus den Experimenten entstehenden gewaltigen Datenmengen werden von Tausenden von Wissenschaftlern weltweit ausgewertet. Ziel der Datenanalyse ist die von der theoretischen Physik vorhergesagten Higgs-Teilchen und supersymmetrische Teilchen zu finden.

Grid - World Wide Web

  • World Wide Web - ermöglicht Informationen zu teilen
  • Grid Computing - Rechenleistung und Speicherkapazität

Das World Wide Web entstand ebenfalls am CERN.

Fakten

Zugriff und Speicherung der LHC-Experiment Daten zur Analyse:

  • für weltweit 5000 Wissenschaftlern aus 500 wissenschaftlichen Instituten und Universitäten
  • es stehen Computerressourcen von mehr als 250 Rechenzentren in 50 Ländern zur Verfügung


Die Wissenschaftler am CERN benötigen für die Datenanalyse der LHC-Experimente:

  • Rechenleistungen von 200.000 der derzeit schnellsten CPUs

Riesige Datenmengen werden bei den LHC-Experimenten erzeugt und müssen gespeichert werden:

  • Rate der Datenspeicherung (für den Compact Muon Solenoid (CMS)-Detektor):
    100 MegaByte Daten pro Sekunde
  • Daten insgesamt (für alle LHC-Experimente):
    15 Millionen GigaBytes pro Jahr (entspricht einem 20 Kilometer hohen Stapel CDs)