Zielgruppe
PhysiklehrerInnen, die ihr Wissen über moderne Teilchenphysik erweitern bzw. vertiefen wollen
Angebot
Praktikum Auf der Suche nach der dunklen Materie
Dr. Dietrich Liko, Ilse Krätschmer
Woher wissen wir, dass es dunkle Materie geben muss? Woraus könnte diese unbekannte Form der Materie bestehen? Und wie wollen die WissenschafterInnen am CERN diesem rätselhaften Phänomen auf die Schliche kommen?
Im Laufe eines Nachmittags soll diesen Fragen nachgegangen werden, wobei tiefe Einblicke in die verschiedenen Teilgebiete der Hochenergiephysik gewährt werden. Von den theoretischen Konzepten, die das Phänomen der dunklen Materie erklären sollen, bis hin zu den experimentellen Analysemethoden spannen wir einen thematischen Bogen, der aufzeigen soll, wie die WissenschafterInnen am CERN dieses jahrzehntealte Geheimnis lüften wollen.
Im Anschluss an die Vorträge bieten wir eine Anwendungsübung an, in der das gewonnene Verständnis anhand einer realitätsnahen Physiksuche auch gleich praktisch umgesetzt werden kann. Zusätzlich gibt es auch Einblicke in das tägliche Arbeitsleben der WissenschafterInnen der Analysegruppe am HEPHY, von wo aus die enormen Datenmengen des CMS-Experiments untersucht werden. Dazu gehört auch eine Demonstration des Wiener CMS Centers, das es erlaubt das CMS-Experiment am CERN per Fernzugriff zu überwachen und zu kontrollieren.

Praktikum Strahlung aus dem All
Dr. Markus Friedl
Die Erde wird ständig von hochenergetischen Partikeln aus dem All getroffen, die in der Atmosphäre regelrechte Teilchenschauer erzeugen. Die dabei erzeugten Myonen gelangen dank Relativitätstheorie bis zur Erdoberfläche und lassen sich hier nachweisen.
Das Modul besteht aus einem einführenden Vortrag mit Diskussion, gefolgt von Messungen der Myonen im Labor mittels Szintillatoren, Photomultipliern und der dazugehörigen Elektronik und einer statistischen Auswertung der Resultate.
Dauer: ca. 4 Stunden

Praktikum Teilchendetektoren in Forschung und Alltag
Univ.Prof. Dr. Christian Fabjan, Dr. Thomas Bergauer, Dr. Marko Dragicevic
Teilchendetektoren gibt es nicht nur in der Hochenergiephysik. Auch in unserem Alltag treffen wir immer wieder auf Scanner und empfindliche Detektoren, die trotz unterschiedlicher Aufgaben vom Detektionsprinzip ähnlich aufgebaut sind. In diesem Modul wollen wir einige Anwendungen dieser Detektoren vorstellen, wie zum Beispiel bildgebende Verfahren in der Medizin oder Sicherheitstechnik, wie PET (Positrons-Emmisions-Tomographie) oder Röntgenscanner am Flughafen.
Ein Spezialgebiet unseres Instituts sind Halbleiterdetektoren. Im zweiten Teil dieses Moduls wollen wir zeigen, wie diese entworfen und entwickelt werden. Dabei sind die Methoden sehr ähnlich zur denen in der Chipindustrie. Abschließend können Sie dann selbst im Reinraum unseres Instituts die winzig kleinen Strukturen unter dem Mikroskop betrachten und einfache Messungen daran durchführen.
Dauer: ca. 4 Stunden
Nächster Termin
Termin nach persönlicher Vereinbarung, Gruppengröße max. 5 Personen
Ort & Zeit: jeweils vormittags am Institut für Hochenergiephysik, Nikolsdorfergasse 18, 1050 Wien
Voraussetzung ist der vorangegangene Besuch der Masterclass!






